Bären beenden am Freitag bereits das erste Viertel der Hauptrunde

Wenn’s einem gefällt, vergeht alles gefühlt viel schneller. Das Saisonauftaktspiel gegen die Füchse Duisburg war gefühlt doch erst gestern – und Schwupps, schon ist das erste Viertel der Hauptrunde in der Oberliga Nord beendet. Das Heimspiel des EHC Neuwied am Freitag, 20 Uhr, gegen den Herner EV ist das letzte in diesem Zeitraum. Danach haben die Bären gegen jeden anderen der elf Gegner schon einmal gespielt. 12 Punkte sind es momentan für den Aufsteiger, 15 will der EHC nach dem Herne-Spiel haben. „Wer denkt, wir würden automatisch die drei Punkte holen, weil wir gegen den Tabellenletzten spielen, der hat die Oberliga noch nicht verstanden. Um in dieser Liga Spiele zu gewinnen, müssen wir als Underdog 60 Minuten lang ans Maximum kommen“, sagt Manager Carsten Billigmann. Tabellenletzter sind die Gäste vom Gysenberg nach einem enttäuschend verlaufenen ersten Saison-Monat mit nur zwei Siegen, die Trainer Len Soccio nach der Niederlage gegen Duisburg vor einer Woche zur Brandrede animierte. Er vermisse Führungsspieler, sehe 20 Spieler, die das Trikot überziehen, aber keine Mannschaft seien und sprach von der schwierigsten Phase in seiner Laufbahn. Und die ist lang. Da hoffen die Bären, dass Herne es den Hannover Indians nicht nachmacht und in der Bärenhöhle die Kehrtwende schafft. Am vergangenen Sonntag zeigten die Niedersachen am Mittelrhein ihre beste Leistung in dieser Saison und gewannen mit 5:1. „Wir haben auch in diesem Spiel wieder dazugelernt und gehen mit frischer Energie das nächste Wochenende an“, kündigt Bären-Coach Jeffrey van Iersel an. „Man hat gegen Hannover gemerkt, dass wir mit einer sehr jungen Mannschaft gegen viele erfahrene Spieler spielen. Und man darf die verletzungsbedingten Ausfälle von Marcus Götz, Kevin Handschuh sowie Michael Jamieson nicht vergessen. Sie zu ersetzen ist nicht einfach“, betonte van Iersel.
Herne gegen Neuwied – das ist etwas besonders Prickelndes. Aus einem Skandalspiel im Januar 2012 mit 240 Strafminuten rührt eine gewisse Rivalität. Auch wenn von den damaligen längst keiner mehr auf dem Eis steht, haben die Spieler immer etwas von Derbycharakter.
Am Sonntag müssen sich die Bären ab 18.30 Uhr in Hamm dem Versuch der Eisbären erwehren, sich für den Neuwieder 3:0-Sieg im ersten Vergleich zu revanchieren. Die vom ehemaligen Neuwieder Tobias Stolikowski trainierten Westfalen stehen derzeit auf Tabellenplatz fünf und nur Tabellenführer Tilburg Trappers hat in zehn Spielen weniger Gegentore kassiert.