Den Haag baut die Finalführung mit 6:2-Sieg auf 2:0 aus
Es ist genau die Situation eingetreten, die der EHC Neuwied nach zwei Endspielen in der Central European Hockey League (CEHL) nicht haben wollte. Die Bären liegen in der Best-of-five-Serie mit 0:2 hinten und stehen im Heimspiel am Dienstagabend, 20 Uhr, im Icehouse unter Druck. Eine weitere Niederlage gegen UltimAir Hijs Hokij Den Haag, und die Saison ist beendet, der Titelkampf entschieden.
Wie schon am Freitag war die Mannschaft von Jeffrey van Iersel weit von so häufig in dieser Saison gezeigten Leistungen entfernt, während die Niederländer genau rechtzeitig in der entscheidenden Saisonphase zur Topform auflaufen. Wieder ging es zu einfach, wieder erlaubte sich der EHC zu viele Fehler, wieder schlug die Scheibe in 60 Minuten sechsmal im Tor ein. Dem Titelverteidiger wurden im ersten Drittel die Grenzen aufgezeigt. Raymond van der Schuits Bauerntrick setzte dem Nervenpolster direkt zu (7.). Es ist aller Ehren wert, was Den Haag in diesen Play-offs aus seinen Chancen macht. Mike van Oeveren profitierte bei seinem Distanzschuss von der blauen Linie davon, dass vier Spieler die Sicht von Felix Köllejan einschränkten (10.). Früh stand’s 2:0. Bezeichnend für die bisherige Unterlegenheit in dieser Serie: Janeck Sperlings Anschlusstreffer (16.) konterte Den Haag nur 57 Sekunden später. Das wurde möglich, weil Matias Mustonen Zeit und Platz ohne Ende hatte, als er den Pass von Jay Huisman empfing (17.). Die Bären blieben zunächst noch im Spiel, weil Juuso Rajala am langen Pfosten Janeck Sperling suchte und fand. Sein Überzahltor stellte das Ergebnis auf 2:3 aus Neuwieder Sicht. Der EHC war wieder dran – und ließ wieder abreißen. Die Endphase des zweiten Drittels brachte die Niederlage auf den Weg. Die Reihe um Cody Monds, die am Freitag in Neuwied überragend aufspielte, hatten die Bären diesmal besser im Griff. Aber das alleine reicht auch nicht gegen Den Haag. Die Anderen können’s auch, wie Donovan de Zwart mit zwei Toren binnen 141 Sekunden (37., 40.) andeutete.
In der zweiten Pause setzte van Iersel mit einem Torwartwechsel ein Zeichen. Jonas Gähr kam für Felix Köllejan. Er musste noch einmal hier sich greifen, und zwar bei Wesley de Bruijns Schuss über Stockhand (49.). Neuwied blieb chancenlos und benötigt jetzt eine Energieleistung, um gegen Den Haag jetzt noch einmal zurückzukommen.
Den Haag: Culina – Helenklaken, van Oeveren, Haisma, de Bruijn, van Oorschot, Buis, Desaultes, Doop – Oosterveld, Monds, Bison, van der Schuit, J. de Zwart, de Ruiter, van Schilt, Collard, Mustonen, D. de Zwart, Huisman, Bijsterbosch,
Neuwied: Köllejan (41. Gähr) – Götz, Walkowiak, Polok, Hedström, Burghard, Marten, Becker – Rajala, Chetik, Asbach, Beeg, Dötsch, Sprez, Jamieson, Kecojevic, Sperling, Stumpe, Wasser Smith, Alexandrov.
Schiedsrichter: Chris van Grinsven/Nick van Grinsven.
Zuschauer: 2731.
Strafminuten: 6:10.
Tore: 1:0 Raymond van der Schuit (Collard, van Oorschot) 7‘, 2:0 Mike van Oeveren) 10’, 2:1 Janeck Sperling (Sprez, Götz) 16‘, 3:1 Matias Mustonen (Huisman, Doop) 17‘, 3:2 Janeck Sperling (Rajala, Smith) 26‘, 4:2 Donovan de Zwart (Mustonen, Desaultes) 37‘, 5:2 Donovan de Zwart (Mustonen, Bison) 40‘, 6:2 Wesley de Bruijn (Monds, van der Schuit) 49‘.
