Bären erwarten umkämpfte, spannende Finalserie gegen Den Haag

Saisoneröffnungsfeier des EHC Neuwied im Spätsommer: Manager Carsten Billigmann spricht am Mikrofon vor den Fans von einer Mannschaft, auf die man sich freuen darf. Macht ambitionierte Ankündigungen, dass die Bären auch in der neuen Runde wieder die Vitrine füllen wollen. Dort, wo der CEHL-Meisterschaftspokal seit knapp einem Jahr steht, soll er bleiben. Die Chancen bestehen, hat der EHC doch ein weiteres Mal das Finale erreicht. Die Best-of-five-Serie – drei Siege sind nötig – beginnt am Freitag, 20 Uhr, mit einem Heimspiel im Neuwieder Icehouse. Spiel Nummer zwei ist für Sonntag, 19.45 Uhr, angesetzt, die Entscheidung über die Meisterschaft kann frühestens dann am Dienstag fallen. Dann kehrt die Serie wieder an den Mittelrhein zurück. Spielbeginn ist um 20 Uhr.
Der Gegner der Mannschaft von Trainer Jeffrey van Iersel sind diesmal nicht wie im Cup- und Meisterschafts-Finale von 2025 die Snackpoint Eaters Limburg-Geleen, sondern UltimAir Hijs Hokij aus Den Haag. Der Hauptrundendritte hat sich im Halbfinale gegen den Vorjahres-Vizemeister durchgesetzt. Nach der 2:7-Heimniederlage in Spiel vier gingen viele davon aus, dass die Eaters in der entscheidenden Begegnung zu Hause den Sack zumachen. Aber es kam anders. Den Haag gewann mit 5:0, verwertete seine Chancen gnadenlos effektiv und folgte Neuwied ins Endspiel. „Ich bin ehrlich: Damit hätte ich nicht gerechnet“, sagt Manager Billigmann. Der Gegner steht zum ersten Mal seit 2018 wieder im Endspiel, damals gewann man den Titel. „Den Haag ist ein unangenehmer Gegner“, sagt Billigmann und erwartet eine umkämpfte Serie. Gegenüber den Halbfinale gegen die Unis Flyers Heerenveen rechnet er mit einem spielerisch deutlich stärkeren und torgefährlicheren Gegner. „Das macht die Aufgabe für uns noch einmal schwieriger. Wir werden eine Schippe drauflegen müssen. Ich gehe nicht davon aus, dass der Meister schon am Dienstag feststehen wird.“
Das Verhältnis aus Torchancen und Treffern war während der Halbfinalserie ein großes Thema. „Wir hätten aus unserer Überlegenheit viel häufiger Kapital schlagen müssen. Hier müssen wir im Finale besser werden“, fordert der Manager gegen eine Mannschaft, die mit dem Kroaten Mario Culina nicht nur einen starke Schlussmann zwischen den Pfosten stehen hat, sondern auch offensiv viel Qualität mitbringt. Der Kanadier Cody Monds ist in der CEHL (Hauptrunde und Play-offs addiert) der beste Torjäger (28) und Punktesammler. Raymond van der Schuit (52 Punkte), Jay Huisman (47) und Matias Mustonen (39) stehen ebenfalls unter den Top-Zehn der Scorerliste.
Der EHC macht mit der neuerlichen Finalteilnahme ein halbes Dutzend voll. Wettbewerbsübergreifend stehen die Neuwieder zum sechsten Mal (!) in Folge im Endspiel: 2020, 2022 und 2023 in der Regionalliga West (die Saison 2020/21 fand wegen der Corona-Pandemie nicht statt), 2024, 2025 und jetzt in der BeNe-League beziehungsweise CEHL. Eine beeindruckende Konstanz, die jetzt mit der Titelverteidigung gekrönt werden soll.


Tor für den EHC gegen Den Haag: So wie hier Janeck Sperling im Hauptrunden-Spiel, wollen es die Bären in der Finalserie häufig genug machen, damit der Titel erneut in die Deichstadt geht.