EHC gewinn zähes Spiel gegen Leuven mit 1:0
Es bleibt dabei: Der EHC Neuwied ist von den Tout Bien Leuven Chiefs in seiner Defensive kaum zu überrumpeln. Im fünften Vergleich in dieser Saison blieben die Bären zum vierten Mal ohne Gegentor. Jonas Gähr sammelte gegen die Belgier seinen nächsten Shut-out ein. Und trotzdem war diesmal etwas anders im Vergleich zu den drei deutlichen Siegen (7:0, 9:1, 11:0). Die Bären mühten sich diesmal vor 1020 Zuschauern im Icehouse zu einem 1:0 (0:0; 0:0; 1:0)-Arbeitssieg.
Das Selbstverständnis beim munteren 11:0 vor zwei Wochen an gleicher Stelle fehlte den Bären diesmal, die im knallbunten Karnevals-Sondertrikot aufliefen. Diese wurden unmittelbar nach Spielende bei einer Versteigerung unter die Fans gebracht. Sie erinnern an einen kuriosen Abend, an dem die Gastgeber massig Abschlüsse abgaben, es mit dem Toreschießen jedoch wie verflixt zu sein schein. Voller Hingabe verteidigten die Chiefs ihr Tor mit der Absicht, bloß nicht noch einmal so empfindlich unter die Räder zu kommen wie Ende Januar. Diesen Gedanken hatte auch Schlussmann Jelle Lievens verinnerlicht, der im ersten Drittel schon stark, im zweiten dann aber endgültig überragend parierte. Irgendetwas brachten er und seine Verteidiger bei sämtlichen EHC-Versuchen in die Schussbahn. Der Druck der Bären stieg und stieg, doch auch beim zweiten Gang in die Kabinen standen immer noch zwei Nuller auf der Anzeigetafel.
Das Geduldsspiel setzte sich bis zur 45. Minute fort. Dann sprintete Kapitän Jeff Smith mit einem Alleingang auf Lievens zu und ließ den Schlussmann mit einer erfolgreichen Körpertäuschung aussteigen. Die Erlösung. Das erste und zugleich einzige Tor im EHC-Karnevalsdress. Bei aller Ladehemmung vor dem gegnerischen Gehäuse und einigen fahrigen Abstimmungsschwierigkeiten blieben die Gastgeber in der Hintermannschaft stabil. Den Rest erledigte Jonas Gähr ohne große Mühe. In den letzten zehn Minuten unternahm der Tabellensiebte mehr für die Offensive. Zum Schachzug, den sechsten Feldspieler aufs Eis zu schicken, boten die Bären ihrem Gegner keine Chance. Neuwied verbrachte die letzte Minute, wie schon so viel Zeit zuvor, größtenteils im Leuvener Drittel. Und dort geriet das knappste aller möglichen Ergebnisse nicht mehr in Gefahr.
Neuwied: Gähr – Götz, Walkowiak, Polok, Hedström, Burghard, Marten, Becker – Rajala, Dötsch, Sprez, Jamieson, Asbach, Kecojevic, Sperling, Stumpe, Wasser, Smith, Alexandrov.
Leuven: J. Lievens – Lubin, Tambeur, M. Lievens, Vanwelssenaers, Prestia – Vandezande, James, Versin, Vanmontfort, Blockx, N. Laeremans, Arts, Roloson, van Unen, Zweegers, Gommeren.
Schiedsrichter: Edward Lesperance.
Zuschauer: 1020.
Strafminuten: 4:8.
Tor: 1:0 Jeff Smith (Sperling) 45‘.

Der Moment der Erlösung für den EHC: Jeff Smith erzielt das einzige Tor zum 1:0-Sieg gegen Leuven.