Snackpoint Eaters Limburg-Geleen ziehen nach Punkten mit den Bären gleich

Der EHC Neuwied steht auch drei Spieltage vor dem Ende der CEHL-Hauptrunde an der Tabellenspitze, aber seit Freitagabend nur noch wegen des besseren direkten Vergleichs gegenüber den Snackpoint Eaters Limburg-Geleen. Während die Niederländer mit 6:2 in Heerenveen gewannen, kassierten die Bären bei UltimAir Hijs Hokij Den Haag eine 3:6 (1:2; 0:2; 2:2)-Niederlage. Aufgebraucht ist er, der schöne Vorsprung. Wenn der EHC als Erster in die Play-offs gehen will, darf er sich in den noch ausstehenden Partien gegen Leuven (Sonntag, 19 Uhr), Lüttich (20. Februar) und Herentals (22. Sonntag) keinen Ausrutscher mehr erlauben. Umgekehrt ausgedrückt: Man hat Platz eins mit drei glatten Siegen weiterhin in der eigenen Hand.
Die Gäste, bei denen Verteidiger Marcus Götz während des Warm-ups aufgrund von Magen-Darm-Problemen passen mussten, begannen gut und gingen – wie es in einem EHC-Spiel fast schon üblich ist – mit 1:0 in Führung. Philip Kecojevic platzierte die Scheibe nach Maximilian Wassers Vorlage von der rechten Seite ganz genau über die Fanghand von Den Haags Schlussmann Lars Veltman (6.). Eine Minute später lief Juuso Rajala alleine auf Veltman zu verpasste bei seinem Alleingang aber das 0:2. Fast im direkten Gegenzug egalisierten die Niederländer. Der erste Akt von Pleiten, Pech und Pannen hatte das 1:1 zur Folge. Von einem Neuwieder Schlittschuh prallte die Scheibe Raymond van der Schuit vor den Schläger, der Felix Köllejan aussteigen ließ und überlegt einschoss (7.). Der gute Start war verpufft, von der Mannschaft von Jeffrey van Iersel kam eine ganze Zeit lang nicht mehr viel, und obendrein fing sie sich – um es mit Arnd Zeiglers Rubrik zu sagen – regelrechte „Kacktore“ ein. Ein Fehlpass im Spielaufbau servierte Den Haag das 2:1 durch van der Schuit (11.), als die Scheibe von Marcel Martens Körper unglücklich abprallte, fiel sie – wie sollte es in dieser Partie auch anders sein – einem Gegenspieler vor die Kelle. Rodinyo Bijsterbosch (23.) war der Nutznießer, und auch Cody Monds 4:1 mit einem Schlagschuss unter die Latte von der Torlinie aus (37.) fällt an einem normalen Abend nicht. Im letzten Drittel spielte sich der Tabellendritte dann schließlich auch noch zwei Tore ohne unfreiwillige EHC-Mithilfe heraus. Monds nach einer Kombination (43.) und van der Schuit per Direktabnahme (54.) erzielten die Tore Nummer fünf und sechs. Für den Spitzenreiter betrieben Juuso Rajala in Unterzahl (49.) und Janeck Sperling im Powerplay (59.) im Schlussdrittel noch ein wenig Ergebniskosmetik. Die Enttäuschung über die Niederlage konnten die beiden Treffer nur bedingt aufhellen. An der Nordsee standen die Bären gegen Den Haags Reihe mit Raymond van der Schuit (drei Tore, zwei Assists), Cody Monds (zwei Tore, drei Assists) und Jay Huisman (vier Assists) auf verlorenem Posten.

Den Haag: Veltman – Helenklaken, van Oeveren, Haisma, de Bruijn, van Oorschot, Desaultes, Doop – Oosterveld, Monds, Bison, van der Schuit, J. de Zwart, van Schilt, D. de Zwart, Huisman, Bijsterbosch.
Neuwied: Köllejan – Götz, Walkowiak, Polok, Hedström, Burghard, Marten, Becker – Rajala, Asbach, Dötsch, Sprez, Jamieson, Kecojevic, Sperling, Stumpe, Wasser, Smith, Alexandrov.
Schiedsrichter: Nick van Grinsven.
Zuschauer: 2513.
Strafminuten: 4:4.
Tore: 0:1 Philip Kecojevic (Wasser, Walkowiak) 6‘, 1:1 Raymond van der Schuit (Monds, Huisman) 7‘, 2:1 Raymond van der Schuit (Monds) 11‘, 3:1 Rodinyo Bijsterbosch (J. de Zwart, van Schilt) 23‘, 4:1 Cody Monds (van der Schuit, Huisman) 37‘, 5:1 Cody Monds (Huisman, van der Schuit) 43‘, 5:2 Juuso Rajala (Smith, Walkowiak) 49‘, 6:2 Raymond van der Schuit (Monds, Huisman) 54‘, 6:3 Janeck Sperling (Rajala, Smith) 59‘.