EHC bleibt Tabellenführer der CEHL

24 Stunden nach der bitteren 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen die Snackpoint Eaters Limburg-Geleen hat der EHC Neuwied die nächsten drei Punkte seinem Konto gutgeschrieben und die Tabellenführung in der Central European Hockey League (CEHL) somit verteidigt. Bei den Unis Flyers Heerenveen setzten sich die Bären unter anderem vor 100 mitgereisten Fans mit 5:2 (3:1; 1:0; 1:1) durch. Souverän, verdient, überlegen. Neuwied ging mit der gleichen Formation wie am Tag zuvor aufs Eis, inklusive Verteidiger Marcel Marten, der nach seinem im Spiel gegen die Eaters erlittenen Cut mit Vollvisier spielte.
Der EHC fackelte nicht lange, brauchte nur 55 Sekunden für die 1:0-Führung. Schon beim ersten Wechsel fälschte Michael Jamieson den Handgelenksschuss von Marten ab. Die Bären wirkten kontrollierend und ließen einen ihrer Angstgegner, kaum gefährlich zum Abschluss kommen. Als die Gäste nach zehn Minuten im gegnerischen Drittel einen Tick zu offensiv dachten und die blaue Linie vernachlässigten, flogen die Flyers in der Drei-gegen-eins-Formation auf Felix Köllejan zu. Nach Jamieson traf auf der Gegenseite mit Matt Ustaski auch Heerenveens US-Import. Gut für die Bären, dass sie diesmal deutlich effektiver abschlossen als in schon so manchem Spiel in der Vergangenheit gegen die Niederländer. Eine tolle Kombination über Christian Sprez, Justin Polok brachte Thorben Beeg an Thijs Kivits zum 1:2 vorbei (15.). Und es ging noch mehr im ersten Abschnitt: Ludvig Hedström luchste den Flyers in der neutralen Zone die Scheibe zog in der ihm eigenen Art per Solo diagonal nach rechts und schließlich zappelte der Puck nach dem trockenen Abschluss im Netz (18.). Eine richtige gute Ausgangssituation für den Mittelabschnitt, in dem zunächst Nickligkeiten die Begegnung die Begegnung prägte. Der EHC ließ von Heerenveens Versuchen, einen aus der Ruhe zu bringen nicht anstecken und reagierte so, wie es den Gastgebern am meisten wehtat: Juuso Rajala, Janeck Sperling und Michael Jamieson zeichneten im Powerplay mit ihren Pässen ein Dreieck aufs Eis und brachten das 1:4 auf den Weg (32.).
Die Bären verwalteten diesen komfortablen Vorsprung sicher. Erst in der Endphase wurdes noch einmal wilder. Nachdem Marcus Götz auf die Strafbank musste, knallte Lennart Vosmer einen Schlagschuss in die Maschen (57.). Kein Grund, noch einmal ins Zittern zu kommen. Weil Jasper Nordemann seinem Team mit einem Foulspiel an Felix Köllejan einen Bärendienst erwies und den Flyers die letzten kleinen Hoffnungen nahm, war am Auswärtssieg nicht mehr zu rütteln. Kurz nach dem Ablauf einer Überzahl erhöhte Philip Kecojevic nach einem Fehlpass von Jelle Kronenburg drei Sekunden vor der Schlusssirene noch zum 5:2-Bären-Sieg.

Heerenveen: Kivits – ten Brink, Kronenburg, Vollmann, Töpfer, Berisha, V. Nordemann, Williams, Muizer – J. Nordemann, Vosmer, Mittendorff, Speel, van den Bos, Andringa, Ustaski, Aberson, Verkroost, Mikkonen.
Neuwied: Köllejan – Götz, Walkowiak, Polok, Hedström, Burghard, Marten, Becker – Rajala, Chetik, Beeg, Dötsch, Litvinov, Sprez, Jamieson, Kecojevic, Sperling, Stumpe, Alexandrov.
Schiedsrichter: Bram Zwarthoed.
Strafminuten: 10:8.
Tore: 0:1 Michael Jamieson (Hedström, Rajala) 1‘, 1:1 Matt Ustaski (J. Nordemann, Williams) 11‘, 1:2 Thorben Beeg (Polok, Sprez) 15‘, 1:3 Ludvig Hedström (Beeg) 18‘, 1:4 Michael Jamieson (Rajala, Sperling) 32‘, 2:4 Lennart Vosmer (Kronenburg, Aberson) 57‘, 2:5 Philip Kecojevic (Stumpe, Alexandrov) 60‘.


Michael Jamieson traf in Heerenveen zweimal.