Bären verlieren Spitzenspiel unglücklich mit 1:2

Es wird wieder eng an der Tabellenspitze der Central European Hockey League (CEHL). Durch eine unglückliche 1:2 (1:1; 0:1; 0:0)-Niederlage im Topspiel gegen die Snackpoint Eaters Limburg-Geleen ist der Vorsprung des EHC Neuwied von sechs auf drei Punkte zusammengeschmolzen. Beide Mannschaften zeigten, dass auch ein Spiel mit „nur“ drei Toren ein richtig gutes sein kann. Vor allem, wie die Bären und die Eaters verteidigten, war aller Ehren wert. Sie zeigten, warum sie die besten Verteidigungsreihen der Liga stellen. Und weil dahinter mit Deniz Mollen bei den Niederländern und Felix Köllejan im Tor der Bären zwei starke Schlussmänner zwischen den Pfosten standen – beide erhielten die Auszeichnung als bester Spieler ihres Teams – hatten es die Angreifer schwer. Die Bären mussten neben den Dauerausfällen Björn Asbach, Lennart Esche, Alexander Zaslavski auch auf Maximilian Wasser und weiterhin auf Jeff Smith verzichten, im ersten Drittel schied außerdem Marcel Marten mit einem Cut im Gesicht aus. Bei Geleen musste Topscorer Yevgen Fadyeyev passen.
Der einzige Fehler von Gästeschlussmann Mollen führte zum Neuwieder 1:0. Artjom Alexandrov traf in der elften Minute aus dem linken Bullykreis über Mollens Fanghand. Danach kam der Vizemeister ins Rollen und erspielte sich ein Chancenplus. Mike Collard zwang Köllejan zur ersten Klasse-Parade (12.), Jelle Noblesse traf die Latte (14.), Tuukka Rajamäki den Pfosten (17.) und Wouter Sars schließlich doch noch vor der ersten Drittelpause ins Tor. Aus dem Nahbereich schob er einen Nachschuss über die Linie (20.).
Abschnitt Nummer zwei gehörte den Gastgebern, aber weder Alexandrov, mit einem Klasse-Steilpass von Justin Polok geschickt (30.), noch Janeck Sperling im Zwei-gegen-eins-Angriff kamen am flinken Mollen vorbei (33.). Die erneute Führung lag in der Luft, sie fiel allerdings für die Eaters und war mindestens heftig umstritten. Wouter Sars zog durch den Torraum, berührte und behinderte Felix Köllejan, der somit außer Position kam, und Tijn Jacobs schoss ins mehr oder wenige leere Tor (40.). Marcus Götz, Ersatzkapitän für den fehlenden Jeff Smith, und Köllejan beschwerten sich beim belgischen Schiedsrichter Edward Lesperance, aber an dem prallte alles ab. Es blieb bei weitem nicht die einzige Aktion, die die EHC-Fans zum gellenden Pfeifkonzert gegen die Unparteiischen trieb, unter anderem naach ein ungeahndeten, harten Blind-Side-Hit von Mike Collard im ersten Drittel gegen Götz.
Im Schlussdrittel rannte Neuwied an, bekam aber zu spüren, dass die Niederländer nicht von ungefähr in den sechs Partien zuvor nur vier Gegentore kassiert hatten. Weil Michael Jamieson (über das Tor) und Philip Kecojevic (Fanghand-Parade von Mollen) die besten Gelegenheiten vergaben, stand am Ende die erste EHC-Niederlage nach 60 Minuten in der CEHL-Meisterrunde dieser Saison.

Neuwied: Köllejan – Götz, Walkowiak, Polok, Hedström, Burghard, Marten, Becker – Rajala, Chetik, Beeg, Dötsch, Litvinov, Sprez, Jamieson, Kecojevic, Sperling, Stumpe, Alexandrov.
Limburg-Geleen: Mollen – Hessels, van Wingerden, Hooijmans, Gielen, Forrest, Castronovo, van Espen – Sars, Jelle Noblesse, Versteeg, Rajamäki, de Bonth, Paulissen, van der Weil, Jacobs, Collard, Vesalainen, Jesse Noblesse.
Schiedsrichter: Edward Lesperance.
Zuschauer: 1410.
Strafminuten: 4:8.
Tore: 1:0 Artjom Alexandrov (Polok, Chetik) 11‘, 1:1 Wouter Sars (Rajamäki, van Wingerden) 20‘, 1:2 Tijn Jacobs (Rajamäki, Sars) 40‘.