Bären gewinnen mit 7:2 gegen Den Haag

Als Tabellenzweiter war die Mannschaft von UltimAir Hijs Hokij Den Haag nach Neuwied gekommen, aber auch sie konnte den formstarken Bären nicht Paroli bieten. Der EHC entschied auch das dritte Spitzenspiel in Folge in der Central European Hockey League (CEHL) und vergrößerte seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf zwischenzeitlich 16 Punkte. Es wurde ein neuerlich überzeugender Sieg des Rangersten beim 7:2 (1:1; 4:0; 2:1)-Erfolg.
Es war eine Partie, in dem jeder direkt bemerkte, dass die beiden Spitzenteams der laufenden Spielzeit aufeinandertrafen. Beide Seiten boten von Beginn an Spielwitz und Schnelligkeit, wobei die Niederländer eingangs mehr Anteile besaßen. Nach rund einer Viertelstunde trat eine ungewohnte Situation für den Titelverteidiger ein, der zum ersten Mal seit dem 31. Oktober in einem Heimspiel mit 0:1 in Rückstand geriet. Nach einer Ablage von hinter dem Tor zog Dani van Schilt aus zentraler Position ab und beförderte das Spielgerät in die Maschen. Danach brauchten die Bären ein wenig, um sich vom Gegentreffer zu erholen. Die Gäste machten weiterhin Druck, konnten aber durch Matias Mustonen eine Großchance nicht nutzen, als er nach einer Parade von Felix Köllejan das leere Tor verfehlte. Das erste Überzahlspiel der Partie bestrafte der EHC prompt. Zwei Minuten vor dem Ende des ersten Drittels brachte Maximilian Wasser die Bären mit seinem Treffer wieder auf Augenhöhe.
Nach der ersten Verschnaufen und ein paar Anpassungen von Trainer Jeffrey van Iersel zeigten die Gastgeber, warum sie zurzeit das Maß aller CEHL-Dinge sind. Die Intensität blieb die selbe, doch die höhere Qualität der Torchancen lag beim Gastgeber. Zunächst brachte Philip Kecojevic den EHC das erste Mal in Führung (25.), danach kam man immer häufiger gefährlich zum Abschluss durch Gegenstöße. Zunächst scheiterte Michael Jamieson mit einem Alleingang an Den Haags Schlussmann Mario Culina, aber dann saßen die Sololäufer oder Zwei-gegen-eins-Angriffe gleich dreimal. Christian Sprez setzte den von der Strafbank kommenden Marcus Götz mit einem Steilpass genau im richtigen Moment in Szene und der Verteidiger hatte genug Zeit, sich unbedrängt eine Ecke auszusuchen (3:1, 28.). Dann behielt Janeck Sperling binnen 25 Sekunden zweimal die besseren Nerven gegen Culina, sodass es nach 40 Minuten 5:1 stand.
Den Haags einzige Chance auf ein spätes Comeback war ein früher Treffer im Schlussabschnitt. Der fiel tatsächlich durch Frits Doops Distanzschuss (43.) – sollten die Niederländer noch einmal gefährlich werden? Nein, denn Neuwied antwortete auch darauf nur eine Minute. Nach einem sehenswerten Solo von Ludvig Hedström legte der schwedische Verteidiger quer auf Christian Sprez, der die Scheibe über die Linie schob (44.). Danach flachte das Spiel ab, weil Neuwied nicht mehr musste und Den Haag nicht mehr konnte. Bis Juuso Rajala noch einmal sein Können präsentierte. Der Spielmacher setzte zu einem Solo über links an und sah den in der Mitte gut postierten Sperling, der seinen Hattrick komplett machte und zum 7:2-Endstand traf (54.).

Neuwied: Köllejan – Götz, Walkowiak, Polok, Hedström, Burghard, Marten, Becker – Rajala, Chetik, Dötsch, Litvinov, Sprez, Jamieson, Kecojevic, Sperling, Stumpe, Wasser, Alexandrov.
Den Haag: Culina – Helenklaken, van Oeveren, Haisma, de Bruijn, van Oorschot, Desaultes, Doop – Oosterveld, Monds, Bison, van der Schuit, de Ruiter, van Schilt, Mustonen, D. de Zwart, Huisman, Bijsterbosch.
Schiedsrichter: Sascha Westrich.
Zuschauer: 1330.
Strafminuten: 4:6
Tore: 0:1 Dani van Schilt (Monds, Huisman) 14‘, 1:1 Maximilian Wasser (Rajala, Götz) 18‘, 2:1 Philip Kecojevic (Hedström, Sprez) 25‘, 3:1 Marcus Götz (Sprez, Walkowiak) 28‘, 4:1 Janeck Sperling (Rajala, Walkowiak) 40‘, 5:1 Janeck Sperling (Götz, Jamieson) 40‘, 5:2 Frits Doops (Huisman) 43‘, 6:2 Christian Sprez (Hedström, Kecojevic) 44‘, 7:2 Janeck Sperling (Rajala, Jamieson) 54‘.