Bären sind mit Neuzugang Kreps am Freitag Gast bei Duisburgs Abschiedsparty und empfangen Leipzig am Sonntag

Es wird ein besonderes Eishockeyspiel am Freitagabend in der Duisburger Wedau. Ein historisches. Ein letztes Mal gehen die Füchse in ihrer Spielstätte aufs Eis, die früher Schauplatz von DEL-Begegnungen war. 1971 erbaut, hat die Wellblechhalle nun ausgedient. Der EHC Neuwied wird Teil dieser Abschiedsparty sein. Nach der Deutschland-Cup-Pause setzen die Füchse die Saison in eine Übergangshalle fort, die 1500 Zuschauern Platz bietet. Derweil wird nach dem Abriss am Standort der bisherigen Füchse-Heimat eine neue Arena entstehen.
In Duisburg ist das ein großes Thema, für den Gast aus der Deichstadt hingegen nur eine Randnotiz. Die Bären konzentrieren sich hingegen auf sich selbst. Nach zuletzt vier verlorenen Spielen setzt die Mannschaft von Jeffrey van Iersel ihren Lernprozess in der Oberliga fort. „Die Fehler, die wir machen gehören dazu und sind bei einer jungen Mannschaft wie wir es sind, ganz normal“, sagt Trainer Jeffrey van Iersel, der bereits auf den aus Leipzig gekommenen Neuzugang Leon Kreps zurückgreifen kann.
Ab 19.30 Uhr spielt der EHC in der Wedau gegen die Mannschaft mit der längsten Siegesserie in der Nord-Staffel. Sechs Mal in Folge verließ die Mannschaft von Frank Petrozza das Eis als Sieger, aktuell steht sie auf Tabellenplatz drei. Sieben Spieler haben bereits mehr als zehn Scorerpunkte gesammelt. Nur bei Tabellenführer Tilburg Trappers ist diese Anzahl noch höher. Da kommt einiges an Kaderbreite auf den Aufsteiger zu. Noch mehr als beim Saisonauftakt, weil der damals noch verletzte Lette Sandis Zolmanis inzwischen wieder einsatzfähig ist. Auch die vielen Förderlizenzspieler bringen viel Energie ins Spiel ein. Zur langen Liste an Talenten, die in der Oberliga Spielpraxis sammeln sollen, zählt auch Torhüter Nico Wiens, der am 1. Spieltag gegen Neuwied im Kasten stand und bei seiner Champions-League-Premiere für die Kölner Haie gegen Herning auf Anhieb einen Shutout feierte.
Heimspielzeit für die Bären ist am Wochenende am Sonntag ab 19 Uhr. Dann gibt’s ein Wiedersehen mit den Icefighters Leipzig. „Das Spiel in Leipzig war neben dem in Tilburg unser einziges in dieser Saison, in dem wir keine Chance hatten“, erinnert sich Trainer van Iersel auf die 1:6-Niederlage in Sachsen. Gegen den Tabellenvierten versucht der EHC für eine Revanche zu sorgen, auch wenn diese Aufgabe verdammt schwer wird. Die Bären haben in dieser Saison aber natürlich auch schon bewiesen, dass sie auch mit der Außenseiterrolle einiges anfangen können. Es wird das letzte Spiel vor einer kurzen Verschnaufpause über das Deutschland-Cup-Wochenende. Das bietet der dezimierten Mannschaft die Möglichkeit die eine oder andere Blessur auszukurieren. „Die kurze Pause kommt uns sicherlich gelegen. Aber auch so werden wir zuvor natürlich alles geben, um gegen Duisburg und Leipzig uns bestmöglich zu verkaufen“, so Manager Carsten Billigmann.