Von Platz eins bis vier ist noch alles möglich
Cup-Verteidiger Snackpoint Eaters Limburg-Geleen, der EHC Neuwied, UltimAir Hijs Hokij Den Haag und die Lüttich Bulldogs stehen im Halbfinale des Cup-Wettbewerbs der Central European Hockey League. Das ist bereits vor dem letzten Wochenende der Hauptrunde klar. Vollkommen offen ist aufgrund der Leistungsdichte in der vorderen Tabellenhälfte hingegen die Reihenfolge auf den Rängen eins bis vier und somit auch, wer im ersten und dem möglicherweise entscheidenden dritten Halbfinale das wichtige Heimrecht beansprucht. Die Bären haben es im Heimspiel gegen Herentals am Freitagabend ab 20 Uhr im Icehouse und am Samstag, 20.30 Uhr, in Heerenveen in der eigenen Hand, sich Platz zwei zu sichern. Aktuell ist der EHC punktgleich mit Spitzenreiter Limburg-Geleen. Stehen beide Teams auch nach dem Wochenende bei der selben Punktzahl, dann hätten die Niederländer aufgrund des besseren direkten Vergleichs die Nase vorn. Das Gleiche gilt im „head to head“ zwischen Neuwied und Den Haag. Gegen Lüttich hingegen konnte sich die Mannschaft von Jeffrey van Iersel zweimal durchsetzen. „Wir wissen, wie wichtig das Heimrecht im ersten Spiel in den Play-offs ist“, betont Manager Carsten Billigmann. „Wir wollen unsere Chance nutzen, das sicherzustellen.“
Das für Neuwied spielfreie letzte Wochenende kam genau zur rechten Zeit, weil Verletzungen und Krankheiten den Kader doch erheblich ausdünnten. „Da sind wir zeitlich mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt Billigmann, der zuversichtlich ist, dass rechtzeitig zum letzten Cup-Wochenende wieder deutlich mehr Spieler bei 100 Prozent sind. Das wären gute Voraussetzungen für mindestens Platz zwei.
Während die Bären regenerieren und die Akkus aufladen konnten, stand Herentals im belgischen Pokalwettbewerb gegen die Leuven Sharks auf dem Eis und qualifizierten sich mit zwei Siegen glatt für das Endspiel gegen die Lüttich Bulldogs, die gegen Mechelen drei Spiele zum Seriensieg benötigten. Gegen Herentals ist es der altbekannte Ansatz, ein Spiel in seine Richtung zu ziehen: Die erste Reihe ist seit Jahren mit Roope Niskanen, Mitch Morgan und der Variablen X – früher Alexander Vasilyev, jetzt Oleg Sislannikovs – die Lebensversicherung der Belgier. „Wir müssen diese Formation im Schach halten und unsere bessere Kaderbreite ins Spiel bringen“, schildert Billigmann, wie es mit dem Heimsieg funktionieren soll.
Gegen Heerenveen liefert sich der EHC traditionell enge Kräftemessen, auch das Hinspiel im Icehouse war mit dem 3:2-Sieg der Bären eine offene Partie. Billigmann ist sich sicher: „Das wird zum Abschluss der Cup-Hauptrunde noch einmal ein harter Brocken.“
