EHC blickt voller Spannung auf den Auftakt – Erstes Punktspiel in ganz Deutschland
Die Briten treten aus der Europäischen Union aus, Donald Trump wird zum ersten Mal zum US-Präsidenten gewählt, Deutschland scheitert im Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft an Frankreich – das alles ereignete sich im Jahr 2016. Und der EHC Neuwied absolviert sein letztes Eishockeyspiel in der Oberliga Nord. Sein letztes Spiel bis Mittwochabend. Dann endet diese Zeit des Wartens auf die Rückkehr in die Drittklassigkeit. Vorbei die Jahre in der Regionalliga, BeNe-League und Central European Hockey League, zurück in den renommierten Spielbetrieb des Deutschen Eishockey-Bundes. „Wir sind alle heiß auf die Liga, auf die wir als Verein gemeinsam so lange hingearbeitet haben – Mannschaft, Vorstand, Helfer, einfach jeder“, sagt Manager Carsten Billigmann.
Die Eishockey-Republik schaut am Mittwoch auch via Stream auf www.sprade.tv ins Icehouse, denn das Spiel der Bären gegen die Füchse Duisburg wird das erste Punktspiel der Saison 2026/27 in ganz Deutschland sein. Was wird der Fan der schnellsten Mannschaftssportart der Welt da sehen? „Wir tun uns immer noch etwas schwer zu bewerten, wo wir leistungsmäßig im Vergleich zu gestandenen Oberligisten wie Duisburg stehen“, sagt Billigmann. „Aber auf jeden Fall kann man eine junge, hungrige EHC-Mannschaft erwarten, die alles geben wird, um die großen Namen zu ärgern.“
Einen ersten annähernden Gradmesser hatten die Bären am Wochenende, als sie gegen den Süd-Oberligisten Stuttgart Rebels mit 0:1 verloren und 4:2 gewannen. Die Erkenntnis für Trainer Jeffrey van Iersel: Man kann mit anderen Oberligisten mithalten. „Allerdings ist Duisburg natürlich stärker einzuschätzen als Stuttgart“, glaubt Billigmann.
Bei den Bären wird Torjäger Michael Jamieson nach seiner im Testspiel gegen Bergisch Gladbach erlittenen Kieferverletzung die ersten Wochen der Saison verpassen. Ansonsten kann Trainer van Iersel aus dem Vollen schöpfen. Auch die talentierten Mannheimer Förderlizenzspieler, die am Freitag gegen Stuttgart viel Energie ins Spiel der Bären einbrachten, stehen zur Verfügung.
Die Gäste aus der Wedau beendeten die Saison 2025/26 nach Hauptrundenplatz vier mit einem Viertelfinal-Aus gegen Deggendorf. Trainer Frank Petrozza, früher bei der EG Diez-Limburg hinter der Bande, geht mit einem kleinen Stammkader in die Saison, hat aber zahlreiche Förderlizenzler aus Iserlohn und Köln in der Hinterhand. Genauso aber auch Routine pur wie den ehemaligen Iserlohner und Krefelder DEL-Spieler Martin Schymainski und Abwehr-Recke Michel Ackers. Auch er stand 2016 schon auf dem Eis, als Neuwied letztmals der Oberliga angehörte. Damals im Trikot des Herner EV.
