Bären schließen CEHL-Hauptrunde mit 7:0-Sieg in Herentals ab
Die Bären haben der Drucksituation standgehalten und das Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Snackpoint Eaters Limburg-Geleen für sich entschieden. Durch den besseren direkten Vergleich steht der EHC Neuwied nach 21 Spielen in der Hauptrunde der Central European Hockey League (CEHL) auf dem ersten Platz. Das bedeutet in jeder Runde Heimrecht im ersten und einem falls nötig entscheidenden Spiel. Unter dem Strich steht für die am Freitag beginnenden K.o.-Runden die beste Ausgangsposition, die man sich bis hierhin erspielen konnte.
Was wird den EHC knapp zwei Monate nach dem Abbruchspiel gegen Herentals in Belgien erwarten? Zunächst einmal ein Gegner, der 24 Stunden zuvor gegen Neuwieds Gegner vom Freitag, die Lüttich Bulldogs, mit 1:6 verloren hatte, und auch dem Titelverteidiger nicht genug entgegensetzen konnte. Die Mannschaft von Jeffrey van Iersel dominierte die Begegnung und war mit 7:0 (3:0; 2:0; 2:0) deutlich überlegen.
Neuwied kann’s geduldig so wie am Freitag gegen Lüttich, Neuwied kann’s aber auch mit einem Blitzstart. Erster Wechsel, erster Schuss, erstes Tor – 14 Sekunden nach dem Eröffnungsbully lagen die Gäste schon mit 1:0 in Führung. Artjom Alexandrov erreichte Jeff Smiths Pass von hinter dem Tor und traf prompt. Genau der richtige Auftakt in ein Spiel, das eine so große Bedeutung besitzt. Es werden in den Play-offs wahrscheinlich stärkere Gegner als Herentals kommen, aber wie die Bären ihre Abschlusschancen nutzten und wie sie in der Verteidigung die Zweikämpfe für sich entschieden, lässt die Deichstädter zuversichtlich auf das vorausschauen, was in den nächsten Wochen ansteht. Ein Alleingang von Mitch Morgan, den Felix Köllejan parierte, war die größte Chance der Belgier. Köllejan war auf dem Weg zum siebten EHC-Pflichtspiel ohne Gegentor in dieser Saison jederzeit Herr der Lage. Anders als Herentals Ersatzmann zwischen den Pfosten Thomas Vanspringel, der sich mehrere Tore ankreiden lassen musste.
Nachdem Morgan wie beschrieben die Ausgleichschance verpasst hatte, waren Janeck Sperling, der Marcel Martens Schuss abfälschte (9.), und Michael Jamieson, der am langen Pfosten einen „Wurf“ von Ludvig Hedström vors Tor am langen Pfosten empfing und ins Ziel drückte (16.), eiskalt. Einmal jubelte Herentals zwar auch, aber die Freude ebbte schnell ab, weil Lowie Cuylaerts den Schuss von Kevin Kallonen mit deutlich zu hohem Stock abfälschte. Schiedsrichter Chris van Grinsven breitete zurecht die Arme aus verwehrte die Anerkennung.
Die Bären blieben effektiv. Christian Sprez traf mit einem Schuss, der eigentlich für Vanspringels Fanghand hätte bestimmt sein können (23.), und Janeck Sperling nahm in Überzahl einen perfekten Querpass von Juuso Rajala durch die Herentals-Box direkt. Er traf damit humorlos unter die Latte (25.).
Die mitgereisten EHC-Anhänger, die auch stimmungsmäßig den Ton angaben, feierten im dritten Durchgang noch zwei weitere Male. Sprez staubte einen Abpraller ab (42.) und Jamieson war der Empfänger von Alexandrovs Pass in den Slot (55.). 7:0 in Herentals – das muss man erst einmal machen.
Als Hauptrunden-Erster starten die Bären am Freitag, 20 Uhr, mit einem Heimspiel in die Viertelfinalserie. Gegner werden dann die Mechelen Golden Sharks sein.
Herentals: Vanspringel – Piccart, Goris, Lens, Cuylaerts, Kallonen, Vangenechten, Willems – Coolen, Peeters, Niskanen, van Mele, Vranken, Huysmans, Cuylen, Pyl, Schoovaerts, de Ceuster, Morgan.
Neuwied: Köllejan – Götz, Walkowiak, Polok, Hedström, Burghard, Marten – Rajala, Chetik, Asbach, Dötsch, Sprez, Jamieson, Kecojevic, Sperling, Stumpe, Wasser, Smith, Alexandrov.
Schiedsrichter: Chris van Grinsven.
Zuschauer: 455.
Strafminuten: 12:6.
Tore: 0:1 Artjom Alexandrov (Smith) 1‘, 0:2 Janeck Sperling (Marten, Jamieson) 9‘, 0:3 Michael Jamieson (Hedström, Sprez) 16‘, 0:4 Christian Sprez (Jamieson, Sperling) 23‘, 0:5 Janeck Sperling (Rajala, Smith) 25‘, 0:6 Christian Sprez (Jamieson, Marten) 42‘, 0:7 Michael Jamieson (Alexandrov, Hedström) 55‘.
