Verdienter 4:2-Sieg im Finale gegen Geleen
Zwei Siege binnen zwei Tagen feierte der EHC Neuwied bei der ersten Auflage des Eishockey TV Cups. Nach dem Halbfinal-Erfolg gegen die Nijmegen Devils räumten die Bären am Sonntagabend auch die zweite niederländische Aufgabe aus dem Weg. Sie bezwangen die Smoke Eaters Geleen verdient mit 4:2, sodass Kapitän Jeff Smith bei der Siegerehrung den Pokal für den Sieger in Empfang nahm.
In den zurückliegenden Jahren waren Spiele zwischen dem EHC Neuwied und den Eaters aus Geleen ein Dauerbrenner. Es ging um Meisterschaften um Pokale – immer wieder und immer wieder. Zum vorerst letzten Mal standen sich die Rivalen der kürzeren Vergangenheit am Sonntagabend im Icehouse gegenüber. Zwei Wochen nach dem niederländischen Testspiel-Sieg an gleicher Stelle, machte der CEHL-Meister und künftige Oberligist deutlich, dass er seitdem deutlich vorangekommen ist.
Ohne großes Zögern gingen die beiden Sieger der Halbfinal-Begegnungen vom Samstag (Neuwied bezwang Nijmegen mit 6:2, Geleen den Regionalligisten aus Bergisch Gladbach mit 4:2) direkt in die Offensive und ließen beide Fanlager jubeln. In der dritten Minute brachte Neuzugang Lennard Habeck die Bären in Führung. Er lenkte den Schuss von Jeroen Plauschin entscheidend ab und Deniz Mollen das Nachsehen gab. Ein Blitzstart für die Bären, der aber schnell schon wieder Geschichte war. Mit ihrer ersten gefährlichen Aktion in Richtung des EHC-Tores glichen die Eaters prompt aus. Kanada-Import Michael Palandra brachte die Scheibe von der blauen Linie auf Jonas Gähr. Nicht sonderlich hart oder platziert, und trotzdem tückisch, weil Tom Chetik sie leicht abfälschte – Ausgleich (5.). Die Deichstädter drückten anschließend und verlagerten Spiel ins Drittel der Niederländer. Zunächst ohne Erfolg. Die Drangphase brachte nichts ein. Im Gegenteil: Patrick del Vecchios Nachschuss sorgte für die 2:1-Führung der Eaters nach 20 Minuten.
An der Überlegenheit der Mannschaft von Jeffrey van Iersel änderte sich auch im zweiten Drittel wenig. Bei einer unorthodoxen Paraden hätte sich Mollen die Scheibe um ein Haar selbst in eigene Netz gelegt, dann fehlten Juuso Rajala beim Schuss von der linken Seite nur wenige Zentimeter. Zum Chancenplus der Bären trugen auch die zahlreichen Überzahlsituationen bei. 30 Strafminuten sammelten die Eaters im Mitteldrittel an – zehn in kleinen Strafen plus einen Zehner gegen Palandra. Zumindest aus einem Powerplay schlug Neuwied Kapital. Philip Kecojevic erzielte das überfällige 2:2 (32.). Währenddessen kamen immer mehr Emotionen auf. Kleine Scharmützel zeigten, dass sich auch in Testspielen nichts geschenkt wird.
Geleen verbrachte zu viel Zeit in der Kühlbox und drängte sich somit selbst in die defensive Rolle. Was beim EHC derzeit auffällt ist die Verteilung der Torschützen. Auch die vierte Formation, die am Wochenende regelmäßige Eiszeit erhielt. Tom Chetik zog aus der zweiten Reihe unvermittelt ab, was in der 48. Minute zum 3:2 führte. Weil Palandra mit einem Alleingang nicht an Jonas Gähr vorbeikam, behielt der EHC seinen Vorteil. Mit seinem vierten Tor des Wochenendes machte Jeff Smith alles klar (56.). In die letzten beiden Minuten starteten die Niederländer mit einen Mann mehr an Stelle ihres Torhüter. Es passte zum fleißigen Strafensammeln, dass Brad Forrest kurz danach ebenfalls auf die Strafbank musste. Der Versuch des Endspurts wurde somit abgefangen und der EHC brachte den Turniersieg souverän ins Ziel.
