Sechs unterschiedliche Torschützen beim 7:1-Sieg gegen Bergisch Gladbach
Ergebnisse sind in Vorbereitungsspielen nicht immer das, worum es allein geht, aber Siege tun natürlich auch in dieser Phase des Testens gut. Dem EHC Neuwied ist der erste davon gelungen. Die Bären gewannen am Sonntagabend im Icehouse gegen die Realstars Bergisch Gladbach mit 7:1 (4:0; 0:1; 3:0). Nachdem Süd-Oberligist Höchstadt am Freitag aufgrund zahlreicher Ausfälle absagen musste, machte sich EHC-Manager Carsten Billigmann auf die Suche nach Gegner-Ersatz und wurde in Bergisch Gladbach fündig. Bei den Realstars stehen mit Trainer Daniel Pering, Tjaard Jansen, Finn Walkowiak, Moritz Hofschen (er fehlte) und Janeck Sperling fünf ehemalige Neuwieder in Diensten. Zur kommenden Saison konnte man seinen Kader noch einmal deutlich verstärken, zog einiges an höherklassiger Erfahrung an Land. Ein Selbstläufer sollte dieser Test somit nicht werden.
Allerdings merkte man den Gästen im ersten Abschnitt an, dass sie erst ihre zweite Eiszeit in dieser Saison absolvierten. Der EHC machte direkt Dampf und schoss im Fünf-Minuten-Rhythmus eine 4:0-Führung heraus. Der aus Erfurt gekommene Neuzugang Robin Erkinjuntti erzielte das 1:0 nachdem Philip Kecojevic die Scheibe entscheidend vors Tor gelenkt hatte (3.), Jeff Smith erhöhte von der rechten Seite in den Slot ziehend auf 2:0 (9.), Artjom Alexandrov gab Tjaard Jansen das Nachsehen, als Christian Sprez mit dem öffnenden Pass die Vorarbeit leistete (13.), und Tom Stumpe nutzte einen Abpraller nach einem Bergisch Gladbacher Fehlpass vor dem eigenen Tor (18.). Soweit kein Grund zu Klagen bei den Bären, allerdings gab’s abseits des Ergebnisses einen Schockmoment. Michael Jamieson wurde von einem abgefälschten Puck böse im Gesicht getroffen und verlor mehrere Zähne. Er wurde zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht. Weitere Infos gibt’s in den nächsten Tagen. Oberschenkelprobleme verursachten das frühzeitige Zuschauen von Kevin Handschuh.
Im zweiten Abschnitt entwickelte die Mannschaft von Jeffrey van Iersel nicht mehr den Druck zum Tor und nicht mehr die zuvor gezeigte Konsequenz. So schwammen sich die Realstars mehr und mehr frei. Mika Hennig, der von den Jungadler Mannheim mit einer Förderlizenz ausgestattete Torhüter, zeigte sich bei seinem Neuwied-Debüt als sicherer Rückhalt. Bergisch Gladbachs Anschlusstreffer durch Janeck Sperlings Nachschuss war für den 18-Jährigen jedoch nicht abzuwehren.
Das Schlussdrittel eröffnete Christian Sprez, der das 5:1 nachlegte. Fünftes Tor des Abend, fünfter unterschiedlicher Torschütze. Ein weiteres Mal bekam der EHC in dieser Szene den Abpraller unter Kontrolle (42.). Gleiches Spiel beim 6:1. Esche zog ab und verwertete den zweiten Versuch (52.). Jetzt machten sich der Unterschied zwischen Ober- und Regionalliga sowie Bergisch Gladbachs Trainings-Rückstand deutlich bemerkbar. Jeff Smith musste nach Christian Sprez‘ Hereingabe nur noch die Kelle hinhalten und tippte zum 7:1-Endstand ein (58.).
Neuwied: Hennig – Becker, Marten, Plauschin, Götz, Burghard, Esche, Polok, Derraugh – Stumpe, Asbach, Sprez, Rajala, Smith, Handschuh, Chetik, Erkinjuntti, Alexandrov, Kecojevic, Jamieson, Habeck.
Bergisch Gladbach: Jansen (29. Majewski) – Vladelchtchikov, Schmidt, Walkowiak, Aichinger, Bergreen, Grein – Peters, Alberg, Busse, Thiel, Sperling, Bach, Thiel, Kindler, Schmitz, Hemr.
Schiedsrichter: Erik Singaitis/Robin Just.
Zuschauer: 466.
Strafminuten: 2:4.
Tore: 1:0 Robin Erkinjuntti (Marten, Kecojevic) 3‘, 2:0 Jeff Smith (Rajala, Handschuh) 9‘, 3:0 Artjom Alexandrov (Sprez, Becker) 13‘, 4:0 Tom Stumpe (Kecojevic, Smith) 18‘, 4:1 Janeck Sperling (Peters, Walkowiak) 34‘, 5:1 Christian Sprez (Alexandrov, Esche) 42‘, 6:1 Lennart Esche 53‘, 7:1 Jeff Smith (Alexandrov, Sprez) 58‘.
