Bären spielen zu Hause gegen die Eisbären und am Sonntag in Halle
Ab jetzt kehrt der EHC Neuwied in den üblichen Oberliga-Rhythmus ein. Hatten durch das vorgezogene Eröffnungsspiel gegen die Füchse Duisburg in der vergangenen Woche noch drei Tage zur Regeneration zwischen dem 1. und 2. Spieltag gelegen, so heißt es ab jetzt Woche für Woche Freitag-Sonntag-Doppelpack für die Bären. Am Freitag spielt der EHC ab 20 Uhr zu Hause gegen die Hammer Eisbären, am Sonntag spielt die Mannschaft von Jeffrey van Iersel ab 16 Uhr bei den Saale Bulls Halle.
Die Mannschaft arbeitet in Ruhe an ihrer Weiterentwicklung und der Aufarbeitung der Erkenntnisse, die die beiden Niederlagen gegen Duisburg (3:6) und Tilburg (2:8) aufzeigten. „Wir haben schon einige positive Sachen gesehen und ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit zunehmender Erfahrung in der Oberliga nicht mehr so teilweise einfache Gegentore kassieren wie in den ersten beiden Spielen“, sagt Manager Carsten Billigmann.
Die nächsten beiden Gegner stehen bei jeweils drei Punkten. Hamm verlor gegen Leipzig und gewann in Duisburg, Halle setzte sich gegen Erfurt durch und ging gegen die Hannover Scorpions leer aus. „Beides sind starke Teams, aber ich denke wir haben am Freitag wohl bessere Chancen als in Halle. Der Heimvorteil spielt für uns immer eine wichtige Rolle, der uns zusätzliche Power gibt“, weiß Billigmann. Der EHC-Manager ist froh, dass die Fans die Lage der Bären richtig einschätzen. „Wir merken, das bei allen angekommen ist, dass wir dabei sind ein Langzeitprojekt aufzubauen, bei dem man auch Geduld benötigt. Der Tenor im unserem Umfeld ist nach den ersten Partien positiv.“
Noch zu klären ist vor den Spielen, welche Förderlizenzspieler aus Mannheim am Wochenende helfen können. In der DNL spielen die Jungadler am Samstag und Sonntag in Köln. Der Hammer Kader war in Duisburg mit nur drei Angriffsreihen und fünf Verteidigern einigermaßen dünn besetzt. Ein Ausfall wird in Neuwied am Freitag hinzukommen. Der Schwede Pontus Wernerson-Libäck kassierte gegen die Füchse nach einem Schlittschuhtritt eine Matchstrafe. Eine solche hatte gegen Leipzig Mantas Stankius kassiert.
Neuwied und Hamm spielten bis zur Saison 2019/20 gemeinsam in der Oberliga, lieferten sich dort viele packende Vergleiche. Mitten in der Corona-Pandemie wagten die Westfalen den Schritt in die Oberliga und etablierten sich dort Stück für Stück. Nach Jahren des Ankommens (Plätze 13, 14 und 9) schlossen die Eisbären die Runde 2025/26 auf Rang sechs ab. Ein Vorbild, wie man es in der 3. Liga peu à peu nach oben schaffen kann. Auch ein Vorbild für die Bären.
In einer anderen Sphäre hält sich Halle auf. Die finanzstarken Sachsen-Anhalter schlossen die Hauptrunde seit der Saison 2020/21 viermal unter den Top-Vier ab, in den Play-offs konnten die Bulls aber nie richtig weit vorstoßen. „Eine richtig schwierige Aufgabe für uns. Wir sind der klare Außenseiter und wollen uns wieder so teuer wie möglich verkaufen“, kündigt Billigmann an. Halle reagierte kürzlich auf den längerfristigen Ausfall von Brett Oudekirk. Für ihn wurde Calder Anderson nachverpflichtet.
Neuwied: Köllejan (21. Gähr) – Götz, Plauschin, Marten, Becker, Derraugh, Polok, Esche, Burghard – Rajala, Sprez, Asbach, Stumpe, Erkinjuntti, Habeck, Handschuh, Smith, Chetik, Kecojevic, Dötsch, Alexandrov
Tilburg: Andree – de Bruijn, Borgman, Stridsberg, Verkiel, van Gorp, Muller – van Belkom, Hessels, Marinaccio, Stempher, Roth, Cavalleri, Hermens, van de Ven, Timmer, Nagtzaam, de Zwart, de Hondt
Schiedsrichter: Eugen Berger, Caroline Butt
Zuschauer: 1690
Strafminuten: 4:10
Tore: 1:0 Reno de Hondt (Stempher, Borgman) 1′, 2:0 Danny Stempher (Roth, de Hondt) 5′, 3:0 Marco Cavalleri (Stridsberg, Timmer) 8′, 3:1 Kevin Handschuh (Sprez, Derraugh) 18′, 4:1 Max Hermens (Hessels, Nagtzaam) 18′, 5:1 Björn Borgman (Roth, Stempher) 27′, 6:1 Björn Borgman (Timmer, Marinaccio) 36′, 7:1 Jakob Stridsberg (de Zwart, van de Ven) 43′, 7:2 Jeffrey Smith (Sprez, Habeck) 49′, 8:2 Delany Hessels (Nagtzaam, Hermens) 51′
