EHC spielt nach 4:1-Sieg ab Freitag um den CEHL-Titel
22.22 Uhr am Freitagabend im Uithof von Den Haag – es ist vollbracht. Der EHC Neuwied hat das vierte Halbfinale der Central European Hockey (CEHL) für sich entschieden und nun eine Woche Zeit, sich auf das große Finale vorzubereiten. Ab kommenden Freitag greifen die Bären in einer Best-of-five-Serie nach dem Titel. Der Gegner wird erst am Sonntagabend ermittelt, weil die EG Diez-Limburg durch eine 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen den Serienausgleich zum 2:2 gegen CEHL-Cup-Sieger Snackpoint Eaters Limburg-Geleen kassierte.
Nachdem bislang in drei Partien jeweils die Heimmannschaft den Sieg errungen hatte, stellten die Bären die 2600 Zuschauer in Den Haag diesmal relativ schnell still. Die mitgereiste Bären-Fanschar jubelte hingegen ausgelassen, als Juuso Rajala (4.) und Janeck Sperling (6.) den EHC mit 2:0 in Führung schossen. Ein Vorsprung, der Sicherheit gab. Zweimal leitete Lennart Esche mit einem starken ersten Pass ein. Beim 0:1 zog Rajala an der Bande auf der rechten Seite an seinem Gegenspieler vorbei, dann in die Mitte und traf präzise neben den Pfosten. Das 0:2 ging aus einem mustergültigen Überzahlangriff über Michael Jamieson und Jeff Smith hervor.
Taktisch disziplinierte Bären ließen im ersten Drittel nicht viel zu. Lukas Schulte entschärfte einmal reaktionsschnell mit der Fanghand gegen Wesley de Bruijn und Matias Mustonen hatte Pech mit einem Pfostentreffer.
Im zweiten Abschnitt neutralisierten sich beide Teams über weite Phase. Neuwied konnte mit dem Blick auf die Anzeigetafel gut damit leben. Chancen gab es erst wieder, als die Gastgeber schlecht wechselten, Dennis Schlicht einen perfekten Steilpass auf Rajala spielte, der bei seinem Abschluss allerdings verzog. Das richtungsweisende 0:3 ließ nicht lange auf sich warten. Nach Vorarbeit Janeck Sperlings zog Jeff Smith in der ihm typischen Art und Weise mit der Scheibe auf der Vorhand stabil vors Tor und tippte den Abpraller über die Linie (33.). Die Mannschaft von Leos Sulak befand sich auf der Siegerstraße und musste früh im dritten Abschnitt einem Hindernis ausweichen. Das Schlussdrittel war gerade einmal 15 Sekunden alt, da witterten die Niederländer noch einmal Morgenluft. Mustonen verkürzte und Den Haag setzte nach. De Bruijn und Bartek Bison hatten den Anschluss auf dem Schläger.
Die Bären überstanden die größte Drangphase der Heimmannschaft und beendeten diese jäh. Artjom Alexandrov fand von hinter dem Tor kommend Tom Stumpe am langen Pfosten (46.) – Finale. Dieser Tiefschlag zum richtigen Moment erwischte die Niederländer jäh.
Ein Sonderlob verdienten sich die Schiedsrichter Nick und Chris van Grinsven, die sich in einer fairen Partie souverän und unauffällig zurückhielten und die Spieler machen ließen, wenn es nötig war, aber entschieden eingriffen – so zum Beispiel beim unsauberen Check der Joey Oosterveld, der zu einer Spieldauerdisziplinarstrafe führte.
Den Haag: Magnus – van Hulten, van Oeveren, Haisma, Turpijn, de Bruijn, van Oorschot, Vols – Oosterveld, van Zanten, Turcotte, Bison, van der Schuit, Evers, van Schilt, Collard, Mustonen, de Zwart, Hols.
Neuwied: Schulte – Walkowiak, Esche, Schlicht, Tegkaev, Marten, Zaslavski, Rieger, Becker – Rajala, Chetik, B. Asbach, Litvinov, Anton, S. Asbach, Sperling, Stumpe, Wasser, Smith, Jamiesom, Alexandrov.
Schiedsrichter: Chris van Grinsven/Nick van Grinsven.
Zuschauer: 2638.
Strafminuten: 11 + doppelte Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Oosterveld: 2.
Tore: 0:1 Juuso Rajala (Wasser) 4‘, 0:2 Janeck Sperling (Smith) 6‘, 0:3 Jeff Smith (Sperling) 33‘, 1:3 Matias Mustonen (van der Schuit, Bison) 41‘, 1:4 Tom Stumpe (Alexandrov) 46‘.