Bären empfangen am Freitag Lüttich zum Spitzenspiel

Platz zwei? Möglich. Platz drei? Denkbar. Platz vier? Ebenfalls. Dass der EHC Neuwied zwei Spieltage vor dem Abschluss der Hauptrunde in der Eishockey-BeNe League zwar, dass er im Viertelfinale Heimrecht hat, aber noch drei Plätze möglich sind und auch noch drei Viertelfinal-Gegner denkbar sind, ist ein weiteres klares Indiz für die Ausgeglichenheit der Liga. Sämtliche Rechnereien für Sonntag können und wollen die Bären am Freitagabend ab 20 Uhr in eigener Halle in den Papierkorb werfen. Ein Sieg nach 60 Minuten gegen die Lüttich Bulldogs, und dem EHC wäre der zweite Platz hinter UltimAir Hijs Hokij Den Haag nicht mehr zu nehmen. Dafür braucht die Mannschaft von Leos Sulak ein weiteres Mal eine Top-Leistung, denn die Gäste aus Belgien kommen als Titelverteidiger ins Icehouse und haben am Samstag Spitzenreiter Den Haag mit 2:1 geschlagen. Das Hinspiel in Lüttich verlor Neuwied mit 0:3.
„Wir müssen auf uns schauen und unser System spielen“, fordert Trainer Leos Sulak. „Dazu gehört, dass wir sowohl taktisch diszipliniert bleiben als auch unnötige Strafen vermeiden. Gegen Geleen waren es ein paar zu viel. Solche Sachen können in dieser entscheidenden Saisonphase den Unterschied ausmachen“, ergänzt er.
Auch am Sonntag steht noch einmal ein schwerer Brocken bevor. Ab 20 Uhr schließt der EHC die Hauptrunde in Herentals ab. Die Belgier haben sich längst aus ihrem zwischenzeitlichen Durchhänger befreit und können sich noch bis auf Platz fünf verbessern. In Neuwied behielten die Bären mit 5:1 die Oberhand, hatten in diesem Spiel das Momentum aber komplett auf ihrer Seite. Trainer Sulak erinnert sich: „Das war vom Spielverlauf kein 5:1, sondern viel knapper. Wir hätten genauso gut verlieren können.“
Ganz bitter für die Bären und speziell für Tom Chetik: Der 19-jährige Stürmer, der richtig gut drauf war und gegen Leuven zum Neuwieder Spieler des Spiels gewählt wurde, zog sich am Sonntag in Geleen eine Verletzung zu, die eine Operation erforderlich macht und das Saisonaus bedeutet. Der durch Verletzungen ohnehin schon gebeutelte Neuwieder Kader wird somit noch kleiner.


Alles für das Ziel Platz zwei: Maximilian Wasser und Co. wollen die Lüttich Bulldogs hinter sich lassen.