Bären empfangen Aufstiegskandidat Hannover – Am Freitag geht’s nach Leipzig
„Ich habe uns auf jeden Fall von Anfang an zugetraut, dass wir in der Oberliga unsere Spiele gewinnen werden. Das hat die Mannschaft in den vergangenen Wochen glaube ich sehr gut unter Beweis gestellt“, sagt Carsten Billigmann nach drei Siegen aus sechs Partien in der 3. Liga. Die Frühphase der Saison war für seinen EHC Neuwied ein Erfolg, der nichts an der Gesamtlage ändert. „Es kann noch viel passieren in dieser langen Runde, und wir werden an unserer Rolle nichts ändern. Wir sind als Aufsteiger ein Underdog, der in jedem Spiel unangenehm sein möchte“, fährt der Manager der Bären fort.
Das sollen auch am Wochenende die nächsten beiden Gegner zu spüren bekommen. Am Freitag sind die Deichstädter ab 20 Uhr bei den Icefighters Leipzig zu Gast und am Sonntag empfangen sie ab 19 Uhr mit den Hannover Scorpions ein absolutes Aushängeschild der Liga. „Wir wollen versuchen, um die Pre-Play-offs mitzuspielen. Dafür tun Punkte gegen Erfurt und Rostock gut, die wir am vergangenen Wochenende geholt haben. Diesmal wird’s deutlich schwieriger. Bei allem Vertrauen in die Mannschaft gehe ich diesmal nicht unbedingt von sechs Punkten aus“, schmunzelt Billigmann. Dafür sind die Vorzeichen zwischen Neuwied und Hannover zu unterschiedlich. Die Scorpions arbeiten seit Jahren am Aufstieg in die DEL2, scheiterten seit dem Jahr 2021 unter anderem dreimal im Oberliga-Finale an den Süd-Teams aus Selb (2020/21), Weiden (2023/24) und Bietigheim (2024/25). Jetzt unternimmt der Deutsche Meister von 2010 den x-ten Anlauf nach oben zu kommen. Mit der Erfahrung aus knapp 600 DEL- sowie annähernd 2400 DEL2-Spielen und zusätzlich zu den drei hochkarätigen Imports neun weiteren Spielern, die nicht in Deutschland geboren wurden, inzwischen aber einen deutschen Pass besitzen. „Wir können uns am Sonntag auf einen besonderen Gegner in der Bärenhöhle freuen“, empfiehlt der EHC-Funktionär ein zahlreiches Erscheinen.
Hannover liegt vor dem vierten Saisonwochenende auf Tabellenplatz zwei hinter den verlustpunktfreien Tilburg Trappers. In den Niederlanden und in Duisburg, als die Scorpions-Mannschaft lange zeit im Stau verbrachte und die „Mitternachts-Partie“ erst um 23 Uhr begann, ging die Truppe von Rico Rossi leer aus. „Wir wissen, dass wir uns unseren Gegnern anpassen können“, setzen Billigmann und Trainer Jeffrey van Iersel auch am Sonntag auf diese Neuwieder Qualität.
Zunächst einmal rollt der Mannschaftsbus aber am Freitag gen Osten nach Leipzig – eine ebenfalls harte Nuss. Und das nicht nur wegen der weiten Fahrt. Die Sachsen stehen nach einem schwankenden Saisonstart auf Tabellenplatz zehn. Dass der Hauptrundensiebte von 2025/26, der mit Hakan Ahlund seit dieser Saison einen ehemaligen schwedischen Nationalspieler, der zu seiner aktiven Zeit mit den Ex-Neuwiedern Sinuhe Wallinheimo, Andrej Teljukin und Alexander Andrijevski gemeinsam für Oberhausen in der DEL spielte, als Trainer auf der Bank hat, zeigte er unter anderem gegen Tilburg. „Das war unser bislang härtester Gegner“, urteilte Trappers-Coach Danny Albrecht nach dem 6:5-Sieg der Niederländer. Nach 40 Minuten hatte Leipzig noch mit 4:2 geführt.

Neuwieds Goldhelm und für die Eishockey NEWS Spieler der Woche in der Oberliga Nord: Juuso Rajala.