Angreifer verlängert und wartet auf deutschen Pass
Importspieler kommen und gehen. Die wenigsten bleiben, die wenigsten finden in ihrer sportlichen Wahlheimat ein neues Zuhause. Bei Michael Jamieson, der seinen Vertrag auch für die Oberliga-Saison 2026/27 verlängerte, ist das anders. Der US-Amerikaner wechselte 2017 von der Northeastern University zu den Bären, schoss im Jahr danach die Regionalliga in Grund und Boden (138 Scorerpunkte in 46 Spielen) und kehrte nach einem Oberliga-Intermezzo in Krefeld sowie einem Abstecher nach Boston, wo er als Trainer tätig war, zu den Bären zurück. „Das war eine tolle Erfahrung, um den Bereich des Eishockey-Managements und der Spielerentwicklung kennenzulernen. Als ich nach Neuwied zurückkehrte, hatte ich einen neuen Blick dafür, was es braucht, um ein erfolgreiches Team und einen erfolgreichen Verein aufzubauen. Ich bin Carsten Billigmann und den Trainern dankbar, dass sie mich meine Sichtweise einbringen lassen, wenn sie gebraucht wird“, sagt der 34-Jährige.
Neuwied und „Jamo“ das gehört zusammen. Der Stürmer hat hier seine Frau kennengelernt, eine Familie gegründet, nennt die Region inzwischen sein Zuhause und wartet auf seinen deutschen Pass. „Das könnte den Verein in naher Zukunft helfen“, denkt Jamieson ans große Ganze. „Ich fühle mich geehrt, weiterhin Teil dieser Organisation zu sein. Es ist ein echtes Privileg. Nicht viele Menschen bekommen eine solche zweite Chance. Sie hat mich gelehrt, jedes Spiel, jedes Training, jede Busfahrt und jedes Team-Event zu schätzen, weil es nicht ewig dauert. Ich kenne das Gefühl, wenn es vorbei ist, und dieses Gefühl wird sich leider eines Tages wieder einstellen. Ich werde älter und spiele auf beschränkte Zeit“, betont Jamieson, dass er auch weiterhin jeden Moment bei den Bären genießt. Davon hat seit 2017 unzählige erlebt. „Ich empfinde eine tiefe Liebe zu diesem Klub, unseren Fans und für alles, was sie mir gegeben haben: wunderbare Erinnerungen, Meisterschaften und Freundschaften fürs Leben. Ich freue mich darauf, dieses Team besser zu machen, und ich weiß, dass meine Mitspieler genau so empfinden. Wir freuen uns sehr darauf, in die Oberliga einzusteigen und diesen nächsten Weg gemeinsam zu gehen.“
