Angreifer verlängert bei den Bären und wartet auf deutschen Pass

Aus der Oberliga wechselte Juuso Rajala im Winter 2022/23 zum EHC Neuwied, jetzt geht der Angreifer mit den Bären in die Oberliga. „Ich hatte das große Glück, in der finnischen Top-Liga Liiga, in ein paar DEL2-Klubs zu spielen, sowie Erfahrungen in Schweden, Österreich und der Oberliga zu sammeln. Aber die Leute und Fans aus Neuwied sind die absolut besten – es gibt nichts Vergleichbares zu den Fans des EHC Neuwied“, spricht der 37-Jährige, der in seiner Laufbahn weit herumgekommen, große Worte, die sich die Eishockey-Stadt am Mittelrhein einrahmen darf. „Die Organisation hat sich für mich und meine Familie extrem ins Zeug gelegt, um sicherzustellen, dass wir uns hier wohlfühlen. Meine Tochter Rebecca mochte Eishockey nicht besonders, bevor wir hierherkamen. Jetzt würde sie kein Spiel mehr verpassen und ist immer die Letzte auf dem Eis. Sie singt jeden Tag das Lied „Mein EHC Neuwied“ von Thilo Distelkamp. Sie kann jedes einzelne Wort.“ Kurzum: Familie Rajala ist in Neuwied heimisch geworden und wird es nach der Vertragsverlängerung auch bleiben. Zur Heimat gehört auch mehr als „nur“ Eishockey. Tochter Rebecca geht inzwischen in Neuwied zur Schule – auch dieses Heimischwerden erleichterte die Entscheidung pro EHC.
Nach Hamburg und Herne werden die Bären die dritte Oberliga-Station des Stürmers, der mit seiner Übersicht und Spielintelligenz der Vorlagengeber vom Dienst ist. „In der Oberliga liegt die Messlatte höher. Man muss in jedem Spiel alles geben, um zu gewinnen. Ich bin bereit für diese Herausforderung.“
Juuso Rajala hält sich in der finnischen Heimat mit Eistraining, Tennis und Fitnessstudio in Form, aber auch die Zeit mit Familie, Hund Roberto und Katze Regenbogen kommt nicht zu kurz. Kürzlich besuchte er seine Wahlheimat, um den Deutsch-Test abzulegen und in Richtung des deutschen Passes voranzukommen. „Wir hoffen hierbei natürlich auf eine schnelle Bearbeitung durch die Neuwieder Behörde“, sagt Manager Carsten Billigmann. „Denn was will man auf unserem Level mehr als einen Spieler mit der Qualität von Juuso nicht als Kontingentstelle angerechnet zu bekommen. Über seine Fähigkeiten müssen wir uns nicht unterhalten. Ich erinnere an die Saison, in der Juuso zu uns kam. Seine Verpflichtung war ein wesentlicher Schritt bei unserer Wende zum Guten.“