Jahresrückblick 2025: September bis Dezember
„Die Bären machten Lust auf mehr!“ So beendeten wir unseren Jahresrückblick 2024. Diese sechs Worte können wir nun, zwölf Monate später, komplett auf ein mehr als erfolgreiches Jahr 2025 legen.
September:
Schon Anfang September wird klar, dass die Euphorie auch über den Sommer nicht abgeflacht ist – im Gegenteil! Kalli, unser Fanbeauftragter, plant eine Nikolaustour nach Limburg-Geleen. In rekordverdächtiger Zeit ist nicht nur ein Bus voll, sondern auch der zweite! Die Bären reisen am Ende, der Vorgriff sei erlaubt, mit über 200 Fans in die Niederlande und können einen Last-Minute-4:3-Sieg bejubeln.
Die ersten Trainingseinheiten finden noch in der Eissporthalle Diez statt. In den Testspielen wird dann ganz schnell deutlich: Manager Carsten Billigmann hat seine Hausaufgaben mehr als ordentlich erledigt. Die Abwehr konnte verstärkt werden, nur hakt es noch etwas im Sturm. Allerdings spielen die Bären sich reihenweise schöne Chance heraus, was in der Vorbereitung fast das Wichtigste ist. Natürlich war es weniger gewollt, dass erste Punktspiel der neuen Saison gegen den Titelverteidiger im CEHL-Cup zu verlieren, aber die Chancenverwertung ist auch hier noch das große Thema. Beim 2:3 nach Penaltyschießen ist der EHC ganz sicher nicht die schlechtere Mannschaft. Wie schnell sich so etwas im Sport drehen kann, zeigt der EHC einen Tag später in Lüttich. Beim mehr als verdienten 6:3-Erfolg platzt dann auch der Offensivknoten. Egal ob es am Jahresende der Cup oder die Liga ist: Die beste Offensive stellen die Bären.
Oktober:
Nach Siegen gegen Heerenveen und in Leuven müssen auch die Bären die erste glatte Niederlage nach 60 Minuten einstecken. Beim 1:3 in Den Haag hat der EHC allerdings Chancen auf mehr. So wächst natürlich intern immer mehr das Selbstvertrauen. In der Bärenhöhle siegt man gegen Mechelen und kann auch den Auftakt in die Punktespiel-Saison der CEHL erfolgreich bestreiten. Mit einem 4:2-Sieg in Lüttich gewann man bereits das zweite Mal in der aktuellen Saison gegen die Bulldogs. Gegen Leuven und in Herentals gibt es souveräne und deutliche Siege. So kommt es dann an Halloween zum ersten Aufeinandertreffen in der Bärenhöhle gegen Lüttich. Die Bulldogs führen lange, aber der EHC hat den längeren Atem, behält erneut die Oberhand und setzt sich an der Tabellenspitze fest.
November:
Die bis dato einzige deutliche Niederlage kassieren die Bären in Geleen. Bei 3:7 lässt man vieles vermissen, was man zuvor so stark machte. Diese Niederlage wirft die Bären allerdings nicht aus der Bahn. Die Reaktion folgt schon wenige Tage später. Beim 6:2-Heimsieg gegen Lüttich bieten die Bären einen Eishockey-Leckerbissen. Diese Truppe macht einfach Lust auf mehr. Die Bären können allerdings auch knapp. Beim Sieg nach Verlängerung erzielte Artjom Alexandrov den einzigen Treffer der Partie in der 62. Spielminute. Carsten Billigmann arbeitet weiter an der Tiefe des Kaders und nutzt die sich bietende Möglichkeit, Lenard Dötsch zu verpflichten. Der 19-Jährige hat Wurzeln in Kettig (einmal über den Rhein gegenüber von Neuwied gelegen) und ist daher ein passendes Puzzlestück im Team der Bären. Die Grippewelle macht auch vor dem EHC nicht Halt. Trotzdem setzt man sich in Mechelen durch, muss sich in der Bärenhöhle allerdings Den Haag nach Penaltyschießen geschlagen geben. Eine spielfreie Wochen kommt den Bären gerade recht. Anschließend kann die Mannschaft die letzten beiden Partien im Cup souverän gewinnen und sich Platz 1 sichern. Im Halbfinale trifft man, wie soll es auch anders sein, wieder einmal auf die Bulldogs aus Lüttich.
Dezember:
Doch bevor es zu dieser Halbfinalserie kommt, stehen noch zwei Partien in der CEHL auf dem Programm. Die bereits zu Beginn erwähnte Nikolaustour und ein Heimsieg gegen Mechelen bringen die Bären auf Platz 1 in der CEHL. Diesen halten die Männer um Trainer Jeffrey van Iersel auch am Ende des Monats.
Im Halbfinale um den Einzug ins Endspiel um den CEHL-Cup müssen die Bären die ersten beiden Niederlagen gegen die Bulldogs einstecken und scheiden somit aus dem Wettbewerb aus. Vor allem das Penaltyschießen in Spiel drei im Icehouse ist an Dramatik kaum zu überbieten. Neuwied führt im Duell Mann gegen Mann, als der dritte Neuwieder Schütze, Jeff Smith, den Pfosten trifft. Das Momentum schwingt in Richtung der Belgier und so muss der EHC leider die Segel streichen.
In der CEHL läuft es dagegen umso besser. Man siegt weiterhin, sogar in Spiele, in denen man etwas nachlässiger agiert. Zum Beispiel beim 7:6-Sieg nach Verlängerung gegen Herentals. Eine Woche später folgt das zweite Spiel gegen den selben Gegner. Die Bären sind allerdings voll da und führen nach 26 Minuten verdient mit 6:1, als alle Dämme brachen, es zu einer Massenschlägerei kommt und das Spiel letztendlich abgebrochen werden muss. Hierzu wurde genug geschrieben in den letzten Tagen, daher möchten wir unseren Jahresrückblich 2025 mit dem Abend der Fans beschließen. In gemütlicher Runde folgen gut 200 Fans der Einladung des Vereins zu diesem erstmaligen Event. Die Mannschaft präsentiert sich sehr fannah und ist für jedes Gespräch und jeden Spaß zu haben. Dieser Abend ist passend und beschreibt das abgelaufene Jahr sehr gut. Neuwied ist in Sachen Eishockey eine Einheit. Egal ob in der Mannschaft, mit den Fans, unseren Sponsoren und Partnern oder der Stadt Neuwied. Wir spüren diesen Rückhalt und vor allem diesen Zusammenhalt.
In diesem Sinne beschließen wir den Jahresrückblick 2025 und hoffen, ihr hattet Spaß nochmals in die Vergangenheit zu schauen.
