Neues Jahr beginnt mit Auswärtsspiel in Mechelen und Heimspiel gegen Heerenveen
Back to the roots, zurück zum Wesentlichen: Nach einer Woche zwischen den Jahren, die in Eishockey-Neuwied mit dem abgebrochenen Skandalspiel gegen Heylen Vastgoed HYC aus Herentals reichlich Gesprächsthemen bot, wollen sich die Bären jetzt wieder voll und ganz auf Eishockey konzentrieren. Der Tabellenführer der Central European Hockey League (CEHL) spielt am Freitagabend, 21 Uhr, auswärts bei den Mechelen Golden Sharks und am Sonntag ab 19 Uhr im heimischen Icehouse gegen die Unis Flyers aus Heerenveen. „Wir wollen unseren ersten Platz weiter festigen“, hofft Billigmann auf sechs Punkte gegen zwei Mannschaften aus dem unteren Tabellensektor. Gegen Heerenveen gab es in der Vergangenheit viele knappe Spiele – ein Selbstläufer wird’s nicht.
Neuwied stellt sich weiterhin gespannt die Frage, wie die Ligaleitung mit dem Abbruch des Herentals-Spiels umgeht. Die EHC-Funktionäre sind nach Sichtung vieler Videos aus unterschiedlichen Perspektiven weiterhin davon überzeugt, dass nur eine Wertung für die Bären herauskommen kann, weil man mit 6:1 deutlich in Führung lag, die Belgier die Prügeleien anzettelten und sogar das Schiedsrichtergespann attackierten. Eine Entscheidung wird allerdings erst nach dem Wochenende erwartet.
Ausgesprochen wurden durch die Disziplinarkommission hingegen schon die Sperren. Hier hat es die Bären hart getroffen, im Großteil der Fälle sogar härter als man es anhand der Videoaufnahmen erwartet hatte. Justin Polok und Marcel Marten, die in keinen Fight involviert waren, wurden trotzdem für das Spiel in Mechelen am Freitag gesperrt. Bei Maximilian Wasser wurde die Spieldauerdisziplinarstrafe auf ein zweites Spiel erweitert, bei Kirill Litvinov sogar auf vier. Auf Seite Herentals‘ kam Kevin Kallonen, der sich mit Litvinov prügelte (Stand jetzt) komplett ohne Sperre davon, Rik Cuylen, dessen brutaler Schlag in Wassers Richtung die Wurzel allen Übels war, kam mit drei Spielen davon. Daan Vermeulen, der Linienrichter Ralf Weber schubste, wurde genauso wie Dries Schoovaerts für ein Spiel gesperrt, Kevin Vangenechten hingegen für sieben Begegnungen. Macht unter dem Strich zwölf Spiele Sperre bei Herentals und acht bei Neuwied.
Mit dem Jahr 2025 lief auch die Wechselfrist für deutsche Spieler ab. Nach der Verletzung von Lennart Esche ist es in der Kürze der Zeit nicht mehr gelungen, den Transfer eines deutschen Spielers zum Abschluss zu bringen, sodass die Bären ohne Nachverpflichtung in die Restsaison gehen.

Gesperrt – aber warum eigentlich? Justin Polok fehlt gegen Mechelen genauso wie Marcel Marten, Kirill Litvinov und Maximilian Wasser.