Mit dem 4:2-Sieg in Den Haag festigen die Bären ihren ersten Platz

Der EHC Neuwied hat das perfekte Sechs-Punkte-Wochenende abgerundet. Beim Tabellenzweiten der Central European Hockey League UltimAir Hijs Hokij Den Haag behauptete der Spitzenreiter mit 5:2 (2:0; 1:2; 2:0) die Oberhand. Ein weiterer Schritt hin zu einer klasse Ausgangsposition für die Play-offs.
Die Bären machten an der Nordseeküste genau dort weiter, wo sie am Freitag beim 2:0-Hiemsieg gegen die Snackpoint Eaters Limburg-Geleen aufgehört hatten. In mehrfacher Hinsicht. Trainer van Iersel schickte die gleichen Sturmreihen ins Rennen, die den Pokalsieger der Vorsaison bezwungen hatten. Und auch die gleiche Bereitschaft zur Verteidigungsarbeit hatte der EHC im Gepäck nach Den Haag mitgenommen. Die ersten 20 Minuten vergingen, ohne dass UltimAir einmal frei zum Abschluss gekommen wäre. Die Paraden, die Schlussmann Felix Köllejan zeigte, waren für den 29-Jährigen Formsache. Die Bären lauerten diszipliniert auf die sich bietenden Gelegenheiten und nutzten diese effizient. In der ersten Überzahlsituation schoss Artjom Alexandrov freistehend noch drüber, aber in der Endphase des ersten Abschnitts schlossen Christian Sprez (18.) und Alexandrov (20.) zweimal eiskalt ab. Beim 1:0 für den EHC leitete Michael Jamieson einen Zwei-gegen-Eins-Angriff ein, Alexandrov erledigte mit dem Querpass die zweite Aufgabe und Sprez finalisierte gegen Mario Culina im Den Haager Tor. Die Umschaltsituationen funktionierten – auch beim 2:0. Diesmal brachte Tom Stumpe die Scheibe in die Offensive, scheiterte aber noch genauso wie anschließend Tom Chetik an Culina, ehe Alexandrov den zweiten Nachschuss verwertete.
Im Mittelabschnitt endete die Zu-Null-Phase des CEHL-Meisters nach einer Stunde, 53 Minuten und 13 Sekunden. Zu verhindern war Den Haags Anschluss kaum. Raymond van der Schuit schlug die Scheibe im Zweikampf mit Ludvig Hedström fallend ins Ziel (26.). Auch beim Ausgleich war nicht viel auszurichten. Kyan Helenklaken zog von der blauen Linie und Jay de Ruiter fälschte ab (29.). Nach knapp der Hälfte der Spielzeit stand wieder alles auf Anfang. In der offenen Partie verlor Den Haag nach einem unglücklichen Bandenzweikampf Tobi Collard, der gestützt von Mitspielern vom Eis geführt werden musste und nicht mehr ins Spiel eingreifen konnte. Nach den beiden Gegentoren jubelten als nächstes wieder die Bären. Justin Polok stellte das Ergebnis aus der Distanz auf 2:3 (32.). Die Führung befand sich wieder auf Seiten der Gäste, die das Schlussdrittel genauso so einleiteten, wie man es sich wünscht. Kapitän Jeff Smith brachte das zu Ende, was Marcel Marten mit seinem Schlagschuss mehr als nur vorbereitet hatte. Smith musste die im Torraum kullernde Scheibe nur noch über die Linie drücken (41.).
Dass der Titelverteidiger es versteht, auch gegen eine Spitzenmannschaft eine Zwei-Tore-Führung zu verteidigt, weiß man spätestens seit Freitagabend. Auch Den Haag fand keine Ideen mehr, die Neuwieder Hintermannschaft zu knacken. Im ersten niederländischen Powerplay bot sich Jay Huisman die Chance zum Anschluss. Felix Köllejan verkürzte aber schnell den Winkel und wehrte ab. Es war die letzte gefährliche Aktion vor dem EHC-Tor. Trotz Den Haager Schlussoffensive. Ein weiteres Indiz für die gelungene Abwehrleistung der Bären. Als die mitgereisten Fans im Gästeblock schon bei bester Laune die Neuwieder Fahnen schwangen, traf Ludvig Hedström mit einem Empty-net-Goal zum 2:5 (59.).

Den Haag: Culina – Helenklaken, van Oeveren, Haisma, de Bruijn, van Oorschot, Doop – Oosterveld, Monds, Bison, van der Schuit, J. de Zwart, de Ruiter, van Schilt, Collard, Mustonen, D. de Zwart, Huisman, Bijsterbosch.
Neuwied: Köllejan – Götz, Walkowiak, Polok, Hedström, Burghard, Marten, Becker – Rajala, Chetik, Dötsch, Sprez, Jamieson, Kecojevic, Stumpe, Wasser, Smith, Alexandrov.
Schiedsrichter: Chris van Grinsven.
Zuschauer: 1502.
Strafminuten: 2:2.
Tore: 0:1 Christian Sprez (Alexandrov, Jamieson) 18‘, 0:2 Artjom Alexandrov (Chetik, Stumpe) 20‘, 1:2 Raymond van der Schuit (Mustonen, van Oorschot) 26‘, 2:2 Jay de Ruiter (Helenklaken, D. de Zwart) 29‘, 2:3 Justin Polok (Becker, Jamieson) 32‘, 2:4 Jeff Smith (Marten) 41‘, 2:5 Ludvig Hedström 59′.


Christian Sprez machte in Den Haag den Anfang. Der EHC-Angreifer erzielte das Tor zur 1:0-Führung.