Bären schlagen Limburg-Geleen im Spitzenspiel mit 2:0
Der EHC Neuwied hat in seinem CEHL-Heimspiel gegen die Snackpoint Eaters Limburg-Geleen Beton angerührt. In der Neuauflage des Finales der Vorsaison ohne Gegentor zu bleiben und einer der besten Mannschaften in der Central European Hockey League nur ganz wenige klare Großchancen zu gewähren, verleiht der Neuwieder Hintermannschaft inklusive Schlussmann Felix Köllejan ein eins mit Sternchen. Mit dem 2:0 (1:0; 0:0; 1:0)-Heimsieg festigte der Titelverteidiger seine Tabellenführung.
So gut wie beide Teams in der Abwehr agierten, war relativ schnell absehbar, dass diese Partie kein großes Torspektakel wird. Das Anrennen endete am gegnerischen Abwehrbollwerk beziehungsweise den Schlussmännern. Es passte zum Verlauf dieser gutklassigen, von taktischer Disziplin geprägten und deshalb chancenarmen Begegnung, dass der erste und lange Zeit einzige Treffer aus einem Powerplay resultierte. Gäste-Verteidiger Brad Forrest saß nach einem Haken auf der Strafbank, als Tom Stumpe es aus spitzem Winkel von der linken Seite versuchte und Torhüter Jowin Ansems mit seinem Schuss auf die Stockhandseite überwand (16.).
Am Charakter der Begegnung änderte sich auch im zweiten Durchgang wenig: hohes Tempo, stabile Verteidigungsreihen und diszipliniertes Rückzugsverhalten. Spielerische Höhepunkte mussten sich dafür diesmal hintenanstellen. Die Eaters besaßen nun mehr Offensivzeit im Bären-Drittel, konnten aber auch daraus kein Kapital schlagen, weil das Team von Jeffrey van Iersel in der Mitte vor dem eigenen Tor seinen Mann stand. Nachdem Tom Stumpe den Schläger von Tijn Jacobs im Gesicht abbekommen und Schiedsrichter Sascha Westrich zwei plus zwei Minuten gegen die Gäste ausgesprochen hatte, hätte die vierminütige Überzahl das Spiel weiter in die Richtung der Einheimischen lenken können. Aber nach dem Überzahltor im ersten Drittel war der zweite Anlauf nicht von Erfolg gekrönt. Im Gegenzug musste Felix Köllejan nach exakt der Hälfte der Spielzeit sogar einen Alleingang des Finnen Tuukka Rajamäki abwehren. Die beste Neuwieder Möglichkeit in dieser Phase besaß Michael Jamieson, der Mees van Wingerden die Scheibe abgaunerte, aber nicht an Jowin Ansems vorbeikam (34.).
Je länger das Spiel dauerte, desto mehr setzten die Deichstädter in den Köpfen Geleens fest. Immer wieder versuchte vor allem der ukrainische Nationalspieler Evgen Fadyeyev das Spiel seiner Mannschaft anzutreiben, aber die Eaters bissen sich am EHC-Bollwerk die Zähne aus. Mit Juuso Rajalas sehenswertem Schlenzer über Ansems Fanghand zum 2:0 (55.) entschärfte sich die Zitterpartie. Neuwied behielt den Fokus und unterstützte Köllejan bis zum Schlussbuzzer auf dem Weg zum Shut-out. Erst als Gästetrainer Janne Sinkkonen den sechsten Feldspieler aufs Eis schickte, entstanden noch ein paar Gefahrenaktionen, in denen die Bären sich mit großer Willensleistung entgegenstemmten.
Neuwied: Köllejan – Götz, Walkowiak, Polok, Hedström, Burghard, Marten, Becker – Rajala, Chetik, Dötsch, Sprez, Jamieson, Kecojevic, Stumpe, Wasser, Smith, Alexandrov.
Limburg-Geleen: Ansems – Hessels, van Wingerden, Hooijmans, Gielen, Forrest, Castronovo, van Espen – Sars, Versteeg, Fadyeyev, Rajamäki, de Bonth, Frohlichs, Paulissen, van der Weil, Jacobs, Collard, Vesalainen, Noblesse.
Schiedsrichter: Sascha Westrich.
Zuschauer: 1262
Strafminuten: 4:8.
Tore: 1:0 Tom Stumpe (Hedström, Sprez) 16‘, 2:0 Juuso Rajala (Wasser, Walkowiak) 55‘.
