Nick Grams und Lucas Schaffrath für EHC spielberechtigt

Etwas mehr als die Hälfte der Hauptrunde in der Eishockey-Regionalliga West ist absolviert, und die Liga bekommt offenbar nicht genug davon, noch ausgeglichener zu werden und noch enger zusammenzurücken. Neuwied zwang den unangefochtenen Tabellenführer EG Diez-Limburg am Sonntag mit einer prima Vorstellung in die Verlängerung, Ratingen lag gegen Hamm lange Zeit in Führung, Neuss kassierte den entscheidenden Gegentreffer zur 7:8-Niederlage in Dinslaken vier Sekunden vor der Schlusssirene. „Allmählich wird es richtig interessant. Die Teams finden sich immer mehr, und das verspricht in den nächsten Wochen noch packendere Spiele, wenn es in Richtung Zwischenrunde der Top-Sechs geht“, prognostiziert EHC-Manager Carsten Billigmann.
Für die Bären werden es Wochen mit vielen Auswärtsspielen. Die Partie gegen die Dinslakener Kobras am Sonntag ab 19 Uhr ist bereits die letzte im Icehouse vor Weihnachten. Viermal in Folge muss man danach auswärts in Hamm, Herentals (Inter-Regio-Cup), Herford und Diez antreten. „Auf dem Weg dahin wollen wir drei Punkte mitnehmen“, so Billigmann weiter.
Die Niederrheiner haben sich momentan als Nummer fünf der Liga vor Ratingen gefestigt, bezwangen vor kurzem Diez-Limburg und boten den formstarken Hammer Eisbären bei einer 4:6-Niederlage die Stirn.
Leos Sulak, der neue Neuwieder Trainer, hat diese Ergebnisse sehr wohl registriert und weiß vor allem um die physische Stärke der von Milan Vanek gecoachten Giftschlangen. Aber in den ersten Wochen seines Engagements in der Deichstadt gilt seine Konzentration primär dem eigenen Spiel. So ging er bereits das Derby gegen Diez-Limburg an, und die Leistung im proppenvollen Icehouse gab dem erfahrenen Trainer Recht. „Ich glaube, wir sollten auf uns schauen und werden im Training an unserem Spiel arbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Punkte behalten können, wenn wir es hinbekommen, das zu spielen, was wir können und wollen. Es herrscht eine super Moral in der Mannschaft. Das hat sie bereits am Sonntag gezeigt“, ist der 63-jährige Tscheche frohen Mutes, auch den dritten Saisonvergleich mit dem Viertelfinal-Gegner der beiden Vorsaisons positiv für den EHC zu Ende führen zu können.