Bären schlagen Neuss mit 8:1 und sind gespannt auf Duisburg

Als Nolan Redler im Herbst, kurz nach seiner Ankunft in Deutschland, gefragt wurde, was er sich für seine Zeit im Trikot des EHC „Die Bären” 2016 vorgenommen habe, war die kurze Antwort bereits eine Kampfansage: „Scoring goals.” „Tore schießen.” Der US-Amerikaner erfüllt die Ankündigungen bislang eindrucksvoll – auch am Freitagabend im Regionalliga-Heimspiel der Neuwieder gegen den Neusser EV, das die Bären mit 8:1 (2:0; 3:0; 3:1) für sich entschieden. Redler
„Unsere Mannschaft hat von Anfang geduldig auf ihre Chancen gewartet”, sagte EHC-Trainer Leos Sulak. Und es dauerte auch nicht lang, bis die Scheibe zum ersten Mal im Netz lag. Redler machte in der fünften Minute den Anfang. Er, sein Landsmann Matt Thomson und Maximilian Wasser bildeten diesmal die erste Reihe, die dem Abend ihren Stempel aufdrückte. Nach einer halben Stunde hatte jeder aus diesem Trio getroffen – Wasser zum 2:0 (10.), Thomson zum 3:0 (31.). „Wir haben trotz der Niederlage eine gute Leistung gezeigt. Unser Manko momentan ist, dass wir unsere Chancen nicht verwerten”, fasste NEV-Trainer Sebastian Geißler die 60 Minuten zusammen. „Neuwied hat verdient gewonnen, aber ganz so deutlich wie das Ergbnis ausfiel, sah ich das Kräfteverhältnis nicht.” Ein 0:3 nach 40 Minuten hätte Geißler mit Sicherheit direkt unterschrieben. So stand es nach 38. Minuten, aber ein später Doppelschlag von Wasser (39.) und Luca Häufler (40.) war wegweisend für das gleiche Ergebnis, das die Bären schon im Qualifikationsrunden-Heimspiel gegen Neuss erreicht hatten. Redler (50.) und Frederic Hellmann (59.) legten im Schlussabschnitt nach. „Wobei ich den letzten wahrlich nicht drin gesehen habe”, merkte Geißler an. Knapp zwei Minuten fehlten Neuwieds Schlussmann Felix Köllejan zum Shutout, den ihm Thorben Beeg vermieste.
Am Sonntagabend erwarten alle eine deutlich umkämpftere Angelegenheit, wenn die Bären im Spitzenspiel beim Tabellenführer EV Duisburg zu Gast sind. „Das wird eine große Unbekannte. Duisburg hat bislang alle Mannschaften locker geschlagen. Nun werden wir sehen, ob sie wirklich so gut sind”, hofft Leos Sulak, dass sein Team dem Meisterschaftsfavoriten Paroli bieten kann.

Neuwied: Köllejan – Perding, Steinschneider, Hellmann, D. Schlicht, Kohler, Schmitz, Neumann – Redler, S. Asbach, Litvinov, Apel, Braszczok, Häufler, Sperling, Wasser, Galke, Thomson.
Neuss: Endress (50. Reichel) – Sprengnöder, Hornig, Karota, Herz, Pejcic, Thum, Hornig, Leonhardt, Beeg, Hellingrath, Sprengnöder, Buchwald, Tillmann, Offer, Menzel, Metelkov, Busse, Stein, Rieger.
Schiedsrichter: Daniel Melcher.
Zuschauer: 403.
Strafminuten: 10:14.
Tore: 1:0 Nolan Redler (Häufler, Thomson) 5′, 2:0 Maximilian Wasser (Redler, Thomson) 10′, 3:0 Matt Thomson (Redler) 31′, 4:0 Maximilian Wasser (Redler) 39′, 5:0 Luca Häufler (Wasser, Redler) 40′, 6:0 Nolan Redler (Wasser, Thomson) 48′, 7:0 Nolan Redler (Thomson) 50′, 7:1 Thorben Beeg (Hornig) 58′, 8:1 Frederic Hellmann 59′.

Kaum zu bremsen: Der EHC-Sturm mit Maximilian Wasser, Nolan Redler und Matt Thomson diktierte die Partie.