Erstes Sponsorenforum war ein voller Erfolg


Der EHC „Die Bären“ 2016 schaut nach vorne – kurzfristig, mittelfristig, langfristig. Das machte das erste Sponsorenforum am Montagabend im Unterwasser-Restaurant „La Mer“ in Neuwied deutlich, wo der Eishockeyverein aus der Deichstadt Sponsoren, Partnern und Förderern einen intensiven Rundumblick gewährte, welche Philosophie der EHC vertritt, was er vorhat und was hinter den Kulissen passiert. Unter den Gästen weilte auch der Neuwieder Oberbürgermeister Jan Einig, der dem Verein so weit es im Rahmen der Möglichkeiten der Stadt liegt, Unterstützung zusagte. Die Gastgeber um Burkhard Weller, Inhaber des „La Mer“, seit langen Jahren glühender EHC-Anhänger und -Förderer sowie seit kurzem gemeinsam mit Michael Fergen und Sascha Sommer im Wirtschaftsbeirat des Vereins aktiv, wählten gemeinsam mit dem Vorstand einen klugen Zeitpunkt kurz vor Beginn der Saison 2019/20 und nach einer Sommerpause, die viele Veränderungen mit sich brachte. Die Bären haben sich im Vorstand neu und breiter aufgestellt, Grundlagen geschaffen und neue Ideen erarbeitet. „Nur so geht es. Wir setzen im Vorstand genauso wie auf dem Eis auf Teamarbeit. In diesem Team sind unsere ehrenamtlichen Helfer genauso unverzichtbar wie die Fans der Liga und unsere zahlreichen langjährigen, neuen und künftigen Sponsoren“, machten der Vorsitzende Uli Günster und seine Stellvertreterin Michaela Laux deutlich. „Wir wollen uns in unserer neuen Besetzung professionalisieren. Das wird allen zugute kommen: den Fans genauso wie den Sponsoren. Hier sind Leute am Werk, die Eishockey und den ,Virus EHC‘ voller Leidenschaft leben“, verdeutlichte Sascha Sommer und Burkhard Weller führte weiter aus: „Wir verstehen die Zusammenarbeit mit unseren Sponsoren als eine Win-win-Situation für alle Seiten. Sponsoring und Partnerschaften zwischen Unternehmen und Vereinen müssen in beide Richtungen verlaufen. Gemeinsam arbeiten wir daran, den Verein für seine Jugend und die 1. Mannschaft auf eine wirtschaftlich breite Basis zu stellen, um dauerhaft erfolgreiches Eishockey in Neuwied bieten zu können.“
Somit spannte Weller zugleich den Bogen zum sportlichen Bereich, über den Jugendleiter Holger Pöritzsch sowie Manager (und seit neuestem auch Trainer) Carsten Billigmann referierten. Pöritzsch hat in seiner gut einjährigen Amtszeit beim EHC im Nachwuchsbereich bereits viel bewegt. Die Zahl der Eishockey spielenden Kinder erhöhte sich von 41 auf knapp 60 – Tendenz weiter steigend. „Ich bin hier angetreten mit dem Vorhaben, nach fünf Jahren 120 Kinder auf dem Eis und in allen Altersklassen eine Mannschaft im Spielbetrieb zu haben. Hier befinden wir uns auf einem guten Weg, weil wir den EHC als Ganzes sehen. Jugendarbeit hat die gleiche Bedeutung wie die 1. Mannschaft.“ Das wohl einzigartige Projekt, eine komplette Schule – die Hasenfängerschule aus Andernach – zu einem „Eishockey-Casting“ aufs Eis zu bringen, ist inzwischen ebenfalls ein gutes Stück vorangekommen. „Die Jungs und Mädels werden in der nächsten Saison als EHC ihre ersten Turniere bestreiten“, kündigt Pöritzsch an.
An Vorbildern mangelt es ihnen auf dem Neuwieder Eis nicht. Spieler wie Stephan Fröhlich, Jeff Smith oder Justin Schrörs, die einen Ausblick auf die neue Saison in der Regionalliga West und dem Inter-Regio-Cup mit Partien gegen belgische und niederländische Teams gaben, werden zu den wichtigen Leistungsträgern des Teams zählen. „Dass unser Kapitän Stephan Fröhlich seinen Vertrag bei uns jetzt noch einmal um zwei Jahre verlängert hat, zeigt, dass unsere Arbeit bei den Spielern gut ankommt“, so Manager und Trainer Carsten Billigmann, der im Sommer ein Aufgebot zusammenstellte, das sich erneut sehen lassen kann. Torwart Schrörs und US-Torjäger Smith seien nicht nach Neuwied gekommen, um „im fünften Halbfinalspiel gegen Herford zu verlieren“. Dieses Schicksal ereilte den EHC im Frühjahr zum Abschluss einer großartigen Spielzeit.

Immer wieder geisterte das Wort „Oberliga“ durch die La-Mer-Räumlichkeiten. Billigmann dazu: „Die Zukunft wird zeigen, ob diese Liga ein Thema für uns werden kann. Die Jahre in der Oberliga waren auf jeden Fall eine schöne Zeit. Um dort allerdings eine vernünftige Rolle spielen zu können, brauchst du Geld. Viel Geld. Ohne eine deutliche Erweiterung des Vereinsbudgets ist an die Oberliga nicht zu denken. Aber wir sind ja heute hier, um die Zukunft des Vereins vorzubereiten.“ Eine Zukunft, für die eine gute Basis bereits gelegt ist und auf die sich aufbauen lässt.