Vereinstreffen am 27. Juni muss Klarheit bringen

Wenn es in der Eishockey-Regionalliga West so etwas wie ein Sommerloch gibt, dann befinden wir uns momentan mittendrin. Für die Arbeit hinter den Kulissen gilt das beim EHC „Die Bären“ 2016 nicht, wo der Vorstand mit Hochdruck an Sponsorenverträgen, Hygienekonzepten und Spielergesprächen arbeitet, sehr wohl aber für die Saisonplanungen von neutraler Stelle aus. Der Eishockeyverband Nordrhein-Westfalen hat auch zu Sommerbeginn noch keinen Modus geschweige denn ein Teilnehmerfeld für die Saison 2020/21 stehen. Neuwied ging mit seiner Regionalliga-Meldung bereits voran, die Gegner halten sich mit dieser noch zurück. Die Ungewissheit über die Rahmenbedingungen, unter denen in der Corona-Zeit Eishockey gespielt werden kann, und die unklare Zusammenstellung der Liga samt ihrer Staffelgröße lassen den einen oder anderen noch warten. Es hat etwas von einem Stoßmich-Ziehdich: Der Verband wartet auf Meldungen der Vereine, die Vereine warten auf Ankündigungen zum Modus, um ihre Planungen vorantreiben zu können.
Die Grundlagen für eine attraktive Klasse waren mit den Oberliga-Rückzügen von Essen und Duisburg eigentlich gelegt, aber nach den beiden „Neuzugängen“ von oben lösten sich die Hoffnungen auf eine Klasse mit um die zehn Mannschaften schnell in Luft auf, als Herford, Hamm und Diez-Limburg Meldungen für die Oberliga abgaben. Ob nun Teams aus der Landesliga aufrücken und der Neusser EV vielleicht doch noch der Spielklasse erhalten bleibt, ist noch zu klären.
Über diese Themen reden die Vereine mit Sicherheit am kommenden Samstag, wenn sich Regional- und Landesligisten zu einem Gespräch in Duisburg zusammenfinden. „Wenn an diesem Termin nichts herauskommt, wann dann? Wir brauchen Klarheit, um die Kaderplanung weiter voranzutreiben. Einen guten Grundstock haben wir bereits gelegt, aber niemand wird das Risiko eingehen, in einer Liga, die man nicht richtig abschätzen kann, seinen Kader bis aufs Äußerste aufzublasen“, sagt EHC-Manager Carsten Billigmann. Auch Verbandsvertreter sollen dann vor Ort sein. Die Devise muss lauten, dass an diesem Tag eigentlich niemand ergebnisoffen das Feld räumen darf. Denn die nach hinten verschobene Meldefrist zur Regionalliga läuft nur drei Tage später ab.