EHC spielt in Diez und Lauterbach

16 Spiele hat der EHC „Die Bären“ 2016 in der Eishockey-Regionalliga West in dieser Saison bestritten. „14 davon waren gut“, sagt Daniel Benske kurz vor der Halbzeit der Hauptrunde. „Dass da auch einmal zwei dabei sind, in denen du eine kleine Talfahrt erlebst, ist ganz normal“, fährt der Neuwieder Trainer fort und meint damit die Partien in Neuss (7:8 nach Verlängerung) und Soest (9:6) vom vergangenen Wochenende. Und trotzdem holte der Tabellenführer vier Punkte. „Das wäre auch nicht jeder Mannschaft gelungen, die sich gerade einmal nicht in absoluter Topform befindet. Umso wichtiger war es für die Moral, wie unser Team nach dem 1:5-Rückstand in Soest zurückgekommen ist und das Ergebnis gebogen hat. Von daher ist alles im grünen Bereich“, so Benske. Es unterliefen zwar mehr Fehler und Nachlässigkeiten als gewohnt, aber wie sagte es der Neusser Schlussmann Ken Passmann nach der Begegnung? „Gemessen am Chancen- und Schussverhältnis kann Neuwied das Spiel mit 12:3 gewinnen.“
Auch am bevorstehenden muss der EHC erneut zweimal in fremder Halle ran. Am Freitag wird Neuwied im Derby bei der EG Diez-Limburg (ab 20.30 Uhr) wieder eine Verfassung aufs Eis bringen müssen, wie zum Beispiel beim Sieg über die Hammer Eisbären, am Sonntag sollte dann ab 18 Uhr beim EC Lauterbach eine einfachere Aufgabe warten. „Wenn wir am Freitag komplett sind, glaube ich, dass wir gut ins Derby gehen und wieder unser Eishockey zeigen können, mit dem wir uns an die Tabellenspitze gearbeitet haben“, ist sich der Bären-Coach sicher.
Komplett liefen die Bären zuletzt – genauso wie Diez-Limburg – kaum einmal auf. Kevin Wilson war verletzt, Dennis Schlicht am Sonntag krank, Sven Schlicht am Freitag gesperrt. Auch wenn der eine oder andere derzeit gesundheitlich nicht vollkommen auf dem Damm ist, werden alle, die am Freitag halbwegs geradeauslauf können, das Derby in Diez bestreiten und versuchen, den Sieg aus dem ersten Aufeinandertreffen dieser Saison zu wiederholen. „Das wird nur mit mannschaftlicher Geschlossenheit gehen, denn die Diezer haben auch in dieser Saison eine sehr starke Mannschaft, die läuferisch ein hohes Pensum geht und große Offensivgefahr ausstrahlt“, weiß Benske, der sein Team unter der Woche auf die taktischen Vorlieben der „Rockets“ einstellte. Zum Beispiel das Faible für Pässe von hinter dem Tor in den Slot, die aufs Tor „gelöffelten“, auf einen Abfälscher setzenden Schüssen von der blauen Linie und das schnelle Überbrücken der neutralen Zone, was den Großteil der Tore beim jüngsten 7:1-Erfolg über Frankfurt einleitete.
Nichts anderes als drei Punkte stehen auf dem Plan für das Sonntagspiel im Vogelsbergkreis. „Lauterbach müssen wir schlagen“, lässt Daniel Benske keine zwei Meinungen zu. Die Luchse, die vor einem Monat in Neuwied mit 3:12 verloren und meistens nicht viel mehr als zwei Blöcke aufbieten können, stehen auf dem vorletzten Tabellenplatz bereits 127 Gegentore kassiert.

In der Defensive sind die Rockets aus Diez und Limburg verwundbar. Das wollen Dennis Appelhans (blaues Trikot) und seine Neuwieder Bären am Freitag ausnutzen.