Bären müssen am Sonntag im Inter-Regio-Cup-Heimspiel liefern

Der EHC „Die Bären“ 2016 hat die erste kleine Drucksituation der Eishockey-Saison 2019/20 gemeistert. Nach dem Null-Punkte-Wochenende in der Regionalliga West sah Trainer Carsten Billigmann seine Mannschaft gegen die Nijmegen Devils in der Pflicht. Eine weitere Niederlage, und die Chancen auf eine Platzierung ganz weit vorne im Inter-Regio-Cup wäre fast schon passé gewesen. Wäre. Die Bären sind seit Sonntagabend wieder im Geschäft, weil sie gegen die Niederländer mit 5:2 gewannen und die EG Diez-Limburg gegen die Eaters Geleen ihre erste Saisonniederlage kassierte (5:6). Die Karten auf internationalem Parkett werden somit wieder neu gemischt.
Die Vorzeichen standen nicht optimal. Das Donnerstagtraining konnte aufgrund von Beruf und Krankheiten nur ein relativ kleiner EHC-Tross absolvieren. „Von daher war die ganze Situation schon etwas heikel und die Anspannung spürbar“, gestand Billigmann. Dafür machten die Gastgeber ihre Sache beachtlich gegen eine Mannschaft, die kürzlich bei Regionalliga-Meister Herford mit 6:5 gewonnen hatte. „Das erste Drittel verlief noch etwas zerfahren, aber dann haben wir zugelegt, und im Schlussabschnitt hätten wir eigentlich einen noch deutlicheren Sieg herausschießen müssen“, resümierte der EHC-Coach. „Wenn jetzt noch vorne der Knoten platzt, sieht es für uns schon richtig gut aus.“ Nijmegens Trainer Alexander Jacobs, früher in Ratingen hinter der Bande, meinte: „Wir konnten heute nicht in Bestbesetzung spielen. Mit komplettem Kader, hätte es ein engeres Spiel werden können.“
Zwischen den ersten beiden Hinausstellungen der Partie nutzte Knut Apel die Gelegenheit bei gleicher Spielerstärke auf dem Eis zur 1:0-Führung. Der Verteidiger vollendete eine Co-Produktion zwei ehemaliger Lauterbacher nach Vorlage von Tobias Etzel. Keine Minute später saß Schahab Aminikia auf der Strafbank und der niederländische WM-Teilnehmer Raymond van der Schuit glich aus. Das Neuwieder Powerplay hakte in den jüngsten Spielen weil der Zug zum Tor fehlte, diesmal brachte es die Deichstädter wieder auf die Gewinnerstraße. Kapitän Stephan Fröhlich (19.) und Jeff Smith (28.) schossen in Überzahl das 3:1 heraus, ehe van der Schuit zeigte, warum Nijmegen ihn im Sommer aus Den Haag holte. Wo das Tor steht, weiß auch Schahab Aminikia. In der Liga hatte der Rückkehrer aus Neuss schon gegen Hamm und Dinslaken getroffen, sein Doppelpack gegen Nijmegen (37., 60.) brachte die verdienten drei Punkte in trockene Tücher.

Neuwied: Schrörs (Köllejan) – Pering, Hellmann, Apel, D. Schlicht, Klingsporn, Morys, Neumann – Fröhlich, Bruns, Wilson, Litvinov, Aminikia, Herz, Wasser, Smith, Etzel, Aulie.
Nijmegen: Mollen (Vermeulen) – Zwarthol, de Jong, Suurhoff, Hendriks, Bijsterbosch – Eden, Willems, van der Schuit, Copier, Houkes, Plamont, Staps, Verkroost, Gielen.
Schiedsrichter: Marc Stromberg.
Zuschauer: 432.
Strafminuten: 10 : 10 + Disziplinarstrafe gegen van der Schuit.
Tore: 1:0 Knut Apel (Etzel) 13′, 1:1 Raymond van der Schuit (Houkes) 14′, 2:1 Stephan Fröhlich (Smith, Wasser) 19′, 3:1 Jeff Smith (Fröhlich, Klingsporn) 28′, 3:2 Raymond van der Schuit (Staps, de Jong) 35′, 4:2 Schahab Aminikia (Bruns) 37′, 5:2 Schahab Aminikia (Wilson) 60′.

Schahab Aminikia brachte mit seinem Doppelpack gegen Nijmegen den Sieg unter Dach und Fach.