Zuschauer sind zum Weihnachts-Heimspiel zugelassen

Die Eishockey-Fans des EHC „Die Bären“ 2016 haben bei den zurückliegenden Heimspielen mit disziplinierter Einhaltung der entsprechenden Corona-Schutzmaßnahmen bewiesen, dass sie sich darüber bewusst sind, wie wichtig ein entsprechendes Verhalten in diesen Zeiten ist. „Sie nehmen einen enormen Aufwand in Kauf – lassen sich impfen und testen, halten sich konsequent an die Maskenpflicht. Das verdient großen Respekt“, sagt EHC-Manager Carsten Billigmann. Am Donnerstagvormittag erhielt der EHC die frohe Kunde der verantwortlichen Behörden vor Ort: Auch das Heimspiel am Sonntag, 20 Uhr, darf mit Zuschauern stattfinden. „Wir haben das Privileg, am zweiten Weihnachtsfeiertag in eigener Halle vor Zuschauern zu spielen – das muss für jeden Motivation sein“, sagt Billigmann.
Die Bären wollen die 4:7-Niederlage gegen den Neusser EV und die beiden durchwachsenen Auftritte zuvor gegen die Eisadler Dortmund und die Dinslakener Kobras vergessen machen. Dortmund kommt auch am Sonntag in die Bärenhöhle, nachdem die Westfalen den Geräuschpegel um diese Partie ganz schön aufdrehten. Unter der Woche gab es im Dortmunder Team zwei Coronafälle. Die betroffenen Spieler wurden isoliert, die weiteren Tests ergaben erfreulicherweise keine weiteren Infektionen. Aber, um es mit der Berichterstattung auf der Vereins-Homepage zu sagen: Die „Eisadler sind sauer“. Im Sinne der Sorgfaltspflicht gegenüber den Spielern und Staff wollten die Eisadler eine Woche Trainings- und Spielpause einlegen, heißt es in einer Stellungnahme Aber der Eishockeyverband Nordrhein-Westfalen stimmte der Spielverlegung nicht zu beziehungsweise forderte Belege von den zuständigen Gesundheitsämtern. Genauso, wie es die bereits im September veröffentlichen Durchführungsbestimmungen vorsehen. Und dann bringt der EHC-Gast ein anderes Thema ins Spiel: „Unabhängig von den Corona-Fällen ist diese Ansetzung schon merkwürdig, wenn ein ehemaliger Landesligist im Kreise der etablierten Regionalligisten an Weihnachten die in der aktuellen Runde die weitest mögliche Strecke zurücklegen muss“, heißt es im Statement weiter. Ein Satz, der sich mit der bereits kurz nach Veröffentlichung des Spielplans gedeckten Aussage der Dortmunder deckt, an Weihnachten nicht nach Neuwied kommen zu wollen. Aber wer nun einmal A zum im Sommer festgelegten Modus sagt und etliche Spieler in seinen Reihen hat, die aus der Vergangenheit kennen, was in der Regionalliga Gang und Gäbe ist, der muss auch B sagen. „Die Eisadler behalten sich weitere rechtliche Schritte vor“, kündigt der Klub gegenüber dem Verband an.
Die Bären konzentrieren sich derweil auf sich selbst, wollen eine Reaktion zeigen. „Ich verlange eine deutliche Steigerung von der Mannschaft“, macht Manager Billigmann klar.

Nolan Redler und die Bären wollen das Weihnachtswochenende mit drei Punkten abschließen.