Freitag in Mechelen, Sonntag in Krefeld zu Gast

Der 5:3-Sieg über den belgischen Vertreter HYC Herentals und die 2:7-Niederlage des EHC „Die Bären“ 2016 gegen die U23 des Krefelder EV hatten eine Gemeinsamkeit. „Ich lege das Ergebnis genauso wenig auf die Waage wie das vom Freitag“, schilderte Trainer Carsten Billigmann nach dem Testspiel bei den Pinguinen am Sonntag. Die spielen immerhin eine Klasse höher in der Oberliga und haben in der Vorbereitungsphase bereits Erfolge über Halle (6:3) und Herne (5:1) gefeiert. Eine Einordnungshilfe für diejenigen, die dann doch einen längeren Blick auf die nackten Zahlen nach 60 Minuten werfen. Diejenigen, die wie Billigmann eher den Fokus auf das Wie richten, sahen eine Neuwieder Mannschaft, die Chancen hatte, das Ergebnis knapper zu gestalten, Disziplin an den Tag legte und keine überflüssigen Hinausstellungen kassierte, aber auch einen Schritt langsamer war als der Oberligist. „Was bringt es uns, wenn wir uns in der Vorbereitung Gegner aussuchen, gegen die wir nicht gefordert werden? Partien wie heute sind es, die uns weiterbringen. Hier sehen wir, in welchen Bereichen wir noch arbeiten müssen“, so Billigmann.
Den Anfang machte in der fünften Minute ein Spieler, der seine Tore im Frühjahr noch für die Neuwieder erzielte: Michael Jamieson – später auch zum 6:1 erfolgreich – brachte den KEV in Führung, die Tom-Eric Bappert (14.), Patrick Demetz (25.) und der mit reichlich DEL2-Erfahrung dekorierte Arturs Kruminsch (26.) ausbauten.
Dass die zweite EHC-Reihe durch Maximilian Herz, an der Seite von Kevin Wilson und Sam Aulie stürmend, sechs Sekunden vor der zweiten Pause zum 1:4 verkürzte, passte zum guten Eindruck, den diese Formation auf einem Eis hinterließ. Philipp Kuhnekath – bereits 59 DEL-Einsätze auf der Uhr – (51., 58.) und erneut Jamieson (56.) nutzten es aus, dass die Beine der Bären in der Endphase müde wurden. Billigmann: „Kein Wunder bei dem Tempo, das auf dem Eis herrschte.“ Einmal überwand aber auch sein Team noch Jonas Natterer. Sam Aulie war es vorbehalten den Endstand herzustellen (60.).
„Sam wird bei uns seine Punkte machen“, glaubt Billigmann mit dem kanadischen Import einen guten Griff gemacht zu haben. Überhaupt zeigten die neuen Bären, dass mit ihnen zu rechnen ist. Youngster Herz zum Beispiel läuft und arbeitet wie ein Besessener, Defensivmann Maik Klingsporn deutete sowohl am Freitag als auch am Sonntag an, dass er das Zeug hat, einer der herausragenden Regionalliga-Verteidiger zu sein.

Krefeld: Natterer (Staudt) – Mansfeld, Ehrich, Kruminsch, Esch, Bappert – Stöhr, Kuhnekath, Lüdtke, Theuerkauf, Jamieson, Traut, Demetz, Kovacs, Krug.
Neuwied: Schrörs (Prillwitz) – Hellmann, Apel, D. Schlicht, Klingsporn, Morys, Lehnert, Neumann – Fröhlich, Bruns, Asbach, Schöpf, Wilson, Litvinov, Aminikia, Herz, Wasser, Smith, S. Schlicht, Etzel, Aulie.
Schiedsrichter: Eugen Berger.
Strafminuten: 8:4.
Tore: 1:0 Michael Jamieson (Lüdtke, Krug) 5‘, 2:0 Tom-Eric Bappert (Ehrich, Kuhnekath) 14‘, 3:0 Patrick Demetz (Traut, Theuerkauf) 25‘, 4:0 Arturs Kruminsch (Stöhr, Kuhnekath) 26‘, 4:1 Maximilian Herz (Aulie) 40‘, 5:1 Philipp Kuhnekath (Kruminsch) 51‘, 6:1 Michael Jamieson (Lüdtke, Kovacs) 56‘, 7:1 Philipp Kuhnekath (Bappert) 58‘, 7:2 Sam Aulie (Wilson, Smith) 60‘.