Füchse profitieren von ihrer größeren Kaderstärke

„Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen starken Gegner“, sagte Carsten Billigmann, der Manager des EHC „Die Bären“ 2016, nach der 1:5-Niederlage der Neuwieder in der Eishockey-Regionalliga West am Sonntagabend im Spitzenspiel beim EV Duisburg.
Gegen eine Mannschaft wie die Füchse muss schon vieles zusammenpassen, um dem ehemaligen DEL-Ligisten Paroli bieten zu können. Schon die Vorzeichen mit der Neuwieder Verletzungsmisere waren ein Handicap, das auf dem Eis zum Heimsieg führte. „Duisburg ist 60 Minuten lang mit vier Reihen hohes Tempo und engagiert auf den Mann gegangen. Der Unterschied in der zahlenmäßigen Kadertiefe war mit ausschlaggebend für unsere Niederlage“, sagte Billigmann.
Auffällig: Brett und Derek Mecrones bei Duisburg sowie Nolan Redler und Matt Thomson bei Neuwied drückten schon vielen Begegnungen in dieser Saison ihren Stempel auf, die vier Nordamerikaner zählen zu den besten Scorern der Saison. Aber im Gipfeltreffen tauchten sie nicht in der Tor- und Vorbereiter-Statistik auf. „Wir hatten die Mecrones-Brüder gut im Griff“, so der EHC-Manager. „Sie sind einigermaßen blass geblieben.“ Redler und Thomson versuchten Akzente zu setzen, blieben aber ebenfalls ohne Fortune. Vor allem den ungenutzten Powerplay-Situationen trauerten die Gäste nach. „Hätten wir diese besser verwertet“, merkte Billigmann an, „wären wir näher dran gewesen.“
Deutliche Züge nahm das Ergebnis erst in der Endphase an. Alexander Zaslavski (11.) und Vladimir Vaskovskiy (30.) schossen die 2:0-Führung für die Füchse zur „Halbzeit“ heraus. Janeck Sperling schaffte den Anschluss (32.), doch es blieb der einzige Einschuss gegen Etienne Renkewitz. Auch nach dem 3:1 durch Pascal Behlau (36.) war die Messe noch nicht gelesen. Im Schlussabschnitt besaßen die Gäste einige Überzahlchancen, die aber nicht den erhofften Anschluss einbrachten. Stattdessen machten André Kuchnia (51.) und Lennart Schmitz (52.) binnen einer Minute alles klar.
Jetzt kennen wir den Maßstab in dieser Saison. Aber ich glaube, ganz so weit ist dieser für uns nicht entfernt, wenn unsere Verletzungsmisere einmal beendet ist uns Stephan Fröhlich im neuen Jahr wieder zum Team stößt“, sagte Carsten Billigmann.

Duisburg: Renkewitz – Schmitz, Zirnow, Siebenmorgen, Behlau, Hauptig, Fischer, Cohut, Cornelißen, Wilson, Stroh, D. Mecrones, B. Mecrones, M. Neumann, Beckers, Günther, Krämer, Vaskovskiy, Zaslavski, Kuchnia, Mariaux.
Neuwied: Köllejan – Pering, Steinschneider, Hellmann, Dennis Schlicht, Lehnert, Neumann – Redler, Sven Asbach, Litvinov, Apel, Häufler, Björn Asbach, Kohler, Sperling, Braszczok, Wasser, Galke, Thomson.
Schiedsrichter: Marvin Schrörs.
Zuschauer: 936.
Strafminuten: 17:11.
Tore: 1:0 Alexander Zaslavski (Behlau, Siebenmorgen) 11‘, 2:0 Vladimir Vaskovskiy (Günther, Hauptig) 30‘, 2:1 Janeck Sperling (Häufler, Pering) 32‘, 3:1 Pascal Behlau (Wilson, Siebenmorgen) 36‘, 4:1 André Kuchnia (Wilson, Behlau) 51‘, 5:1 Lennart Schmitz (Cohut, M. Neumann) 52‘.

Janeck Sperling war in Duisburg der einzige Neuwieder Torschütze.