Wichterich wieder auf der anderen Seite der Bande

Andreas Wichterich verließ die Bären in der Saison 2014/15. Jetzt kehrt er zum EHC zurück.

Im Neuwieder Icehouse hat man Andreas Wichterich auch in der vergangenen Saison regelmäßig gesehen. Als Zuschauer. In der Regionalliga-Spielzeit 2017/18 verlässt er den Platz hinter Plexiglasbande und steht für den EHC „Die Bären“ 2016 wieder mit Schlittschuhen, Ausrüstung und Schläger auf dem Eis. Nachdem „Wichtel“ und die EG Diez-Limburg getrennte Wege gegangen waren, legte der Verteidiger eine kleine Eishockey-Pause ein, um jetzt wieder Vollgas zu geben. „Es hat beim Zuschauen richtig in den Fingern gekribbelt. Jetzt feue mich wieder dabei zu sein“, sagt der 30-Jährige, der sich im Winter 2014 aus der geliebten Bärenhöhle verabschiedete und nun hier wieder seine Eishockey-Zelte aufschlägt. Beruf und Oberliga-Eishockey waren damals nicht mehr zu verknüpfen, zudem verschoben sich nach der Geburt seines Sohnes Luca die Prioritäten ein wenig. Inzwischen ist der kleine Luca gar nicht mehr so klein und beginnt mit seinem Vater und dessen Team zu fiebern, wenn er auf dem Eis steht. „Er war auch schon mit in der Halle, hat teilweise aber auch gejubelt, wenn die andere Mannschaft ein Tor geschossen hat. Daran müssen wir noch arbeiten“, schmunzelt der Papa.
Andreas Wichterich verfügt über reichlich Regionalliga-Erfahrung und kann die Leistungsentwicklung der vierthöchsten deutschen Spielklasse gut einschätzen. „Die Liga ist deutlich ausgeglichener geworden. Früher konnte man ziemlich gut voraussagen, welche Teams die Meisterschaft unter sich ausmachen. Diesmal würde ich keine Prognose treffen. Die Liga ist sehr ausgeglichen, jeder kann jeder schlagen.“ Möglichst häufig ihre Gegner schlagen wollen natürlich auch die Bären. Wichterich traut seinem Team ein gutes Abschneiden zu und schätzt das ganze Drumherum: „Wenn man die Arbeit im Hintergrund und die ganze Eishockey-Begeisterung in Neuwied betrachtet, gehört der Titel eigentlich nach Neuwied. Das wollen wir auch schaffen, aber mit diesem Ziel gehen alle Teams in die Saison.“
„Wir wissen in Neuwied alle, dass Andy ein guter, mannschaftsdienlicher Offensivverteidiger mit einem starken Schuss ist, der gut auf den Körper spielen und auch in Überzahl Akzente setzen kann“, nennt Neuwieds Manager Carsten Billigmann die Vorzüge des gebürtigen Kölners, der inzwischen in Herschbach im Unterwesterwald wohnt. Zur Eishalle sind es 20 Minuten, und diesen kurzen Weg wird Wichterich künftig wieder als Spieler und nicht mehr als Zuschauer antreten.