Vor den Play-offs Zeichen setzen

Zuerst Ratingen, dann Diez-Limburg: Die Bären (rechts: Sven Schlicht) stehen am letzten Meisterrundenwochenende gleich zweimal auf Neuwieder Eis.

Zuerst Ratingen, dann Diez-Limburg: Die Bären (rechts: Sven Schlicht) stehen am letzten Meisterrundenwochenende gleich zweimal auf Neuwieder Eis.

Das Kribbeln steigt. Die Play-offs bereits in Sichtweite, zwei Heimspiele vor der Brust – in der Eishockey-Regionalliga West beziehen acht von zwölf Mannschaften allmählich Position vor den großen Fleischtöpfen. Wer hier wen verzehrt und den Gegner in die Sommerpause schickt, klärt sich ab dem 17. Februar. Aber schon dieses letzte Meisterrundenwochenende weckt einen Vorgeschmack auf die K.o.-Phase. Auch für den EHC „Die Bären“ 2016. Die Neuwieder schließen die Serie der Punktspiele im Icehouse ab. Gleich zwei Heimspiele an einem Wochenende, den amtierenden Meister der 1. Liga West aus Ratingen (Freitag, 20 Uhr) und den Nachbarn EG Diez-Limburg (Sonntag, 19 Uhr) zu Gast – Eishockeyherz, was willst du mehr? Bereits jetzt steht fest, dass die Bären aus den Top-Vier nicht mehr zu verdrängen sind und somit am 17. Februar mit einem Heimspiel, dann also dem dritten in Folge, ins Viertelfinale gehen. Unklar ist allerdings noch der Gegner. Der Neusser EV, die EG Diez-Limburg und der Herforder EV sind denkbar, theoretisch kämen auch noch die Dinslakener Kobras, die Grefrather EG und die Dortmund Eisadler in Frage. Wer auch immer es wird, soll sich aus EHC-Sicht am Sonntagabend, wenn Klarheit über die Paarungen herrscht, sagen: „Neuwied – muss das wirklich sein?“ Daran arbeiten die Bären. Sie haben sich fest vorgenommen am Freitag und Sonntag noch zwei Duftmarken zu setzen, das eigene Revier zu verteidigen. „Wir wollen den Gegnern schon mit Blick auf die Play-offs klarmachen, dass es bei uns nichts zu holen gibt“, sagt Jens Hergt. Erst recht nach den beiden Niederlagen gegen die Hammer Eisbären (3:4) und die Lauterbacher Luchse (0:6). „Wir sind entschlossen, den Zuschauern das zurückzugeben, was wir in Lauterbach haben vermissen lassen“, kündigt der Trainer an.
Aber sind diese beiden Niederlagen ein Grund zur Sorge um den EHC? „Nein“, beruhigt Manager Carsten Billigmann. „Wir haben gegen Hamm gut gespielt und hätten diese Partie gewinnen können. Solche Tage wie in Lauterbach, als nicht viel funktionierte, können im Sport immer einmal vorkommen.“ Seine klare Ansage für die Begegnungen gegen die Ratinger Ice Aliens um den Ex-Neuwieder Lucas Leuschner und die EG Diez-Limburg: „Wir wollen sechs Punkte. Auch wenn es sehr schwer wird.“ Die Außerirdischen aus Nordrhein-Westfalen haben neben Hamm den wohl stärksten Kader der Liga, was sie zum Beispiel im Meisterrunden-Hinspiel gegen Neuwied (4:0) demonstrierten. „Da haben die Ice Aliens richtig stark gespielt“, erinnert sich Jens Hergt. Dafür verließ der EHC in der Hauptrunde zweimal nach Penaltyschießen das Eis als Sieger (2:1 und 4:3).
Ins Penaltyschießen musste der Tabellenzweite auch am Sonntag in Diez und unterlag den Rockets mit 4:5. Schon zwei Tage zuvor hatte der Regionalliga-Aufsteiger mit dem 6:2-Erfolg in Neuss gezeigt, dass die Mannschaft ihr Zwischentief nach überstandener Verletztenmisere beendet zu haben scheint. Angeführt von Martin Brabec, dem Kanadier Matt Fischer und dem wiedergenesenen Ex-DEL-Profi Konstantin Firsanov gehört die EGDL in Bestbesetzung in die erweiterte Spitzengruppe der Liga. Verkraften müssen die Lahnstädter allerdings den Ausfall ihres gesperrten „Quarterbacks“ Andrej Teljukin (Matchstrafe aus dem Spiel gegen Ratingen).