Topspiel gegen Lörschs Luchse

Behalten die Bären um Marc Blumenhofen (rechts) gegen Lauterbach auch über den Freitag hinaus eine weiße Weste in dieser Saison? Ein dritter Sieg über die Luchse würde weiterhin Platz eins in der Meisterrunde der Regionalliga West bedeuten.

Behalten die Bären um Marc Blumenhofen (rechts) gegen Lauterbach auch über den Freitag hinaus eine weiße Weste in dieser Saison? Ein dritter Sieg über die Luchse würde weiterhin Platz eins in der Meisterrunde der Regionalliga West bedeuten.

Ein Feuerwerk gegen den Neusser EV abgebrannt (10:1), die Hammer Eisbären mit purer Leidenschaft niedergekämpft (4:3 nach Penaltyschießen) – die Mannschaft des EHC „Die Bären“ 2016 hat am ersten Meisterrunden-Wochenende in der Eishockey-Regionalliga West bewiesen, dass sie bereit ist für die heiße Saisonphase. Diese beiden Siege, mit denen sich die Neuwieder an die Tabellenspitze setzten, haben Lust auf mehr gemacht. Und mehr gibt es an diesem Wochenende: Zwei weitere Topspiele stehen für den EHC ins Haus. Am Freitagabend macht der EC Lauterbach ab 20 Uhr im Icehouse Station, am Sonntag geht’s für die Neuwieder zu den Ratinger Ice Aliens. Um 18 Uhr beginnt die Partie in der Eissporthalle am Sandbach.
„Wir müssen da weitermachen, wo wir gegen Hamm aufgehört haben“, weiß Bären-Trainer Jens Hergt, dass man sich in dieser zehn Partien umfassenden Runde immer wieder aufs Neue beweisen und die Topform abrufen muss, um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs zu erreichen. „Schön, dass wir bislang gegenüber der Hauptrunde noch einmal eine Schippe draufgelegt haben“, stellt Hergt nach 120 in der zweiten Saisonphase absolvierten Minuten fest. „Aber das tun die anderen Mannschaften auch.“
Lauterbach hat zum Beispiel ähnlich gut losgelegt wie die Bären. Am Freitagabend setzten sich die Luchse mit 7:6 nach Penaltyschießen in Diez durch, am Sonntag bezwangen sie daheim Ratingen mit 4:2 und übernahmen für 25 Minuten die Tabellenführung. Dann endete aber in Hamm die Partie mit zwei Zählern für die Deichstädter, die sich aufgrund des besseren Torverhältnisses wieder am Team des ehemaligen Neuwieder Trainers Arno Lörsch vorbeischoben. „Wir wollen ganz vorne bleiben“, kündigt Jens Hergt an. „Und ich glaube mit unseren Fans im Rücken können wir das auch schaffen. Am Freitag gegen Neuss war die Unterstützung schon super, und zum Derby gegen Lauterbach kommen hoffentlich noch mehr Zuschauer ins Icehouse.“ Gute Eigenwerbung hat der EHC bislang zumindest ja bereits betrieben. Zudem sind die Erinnerungen an die vier Hauptrundenpartien gegen Lauterbach und Ratingen nicht die schlechtesten. Viermal verließ Neuwied das Eis als Gewinner. Das ist zwar gut für das Selbstvertrauen, zählt am Freitag und Sonntag aber nicht mehr.
Die Ice Aliens, die sich kürzlich mit Rückkehrer Benjamin Hanke noch einmal verstärkt haben, beklagen derzeit eine gewisse fehlende Konstanz. Sie gewannen zwar am Freitag nach Penaltyschießen in Hamm mit 4:3, mussten bei der 2:4-Niederlage in Lauterbach aber Federn lassen.
Neuwied gegen Lauterbach und Ratingen – in diesen Partien tummeln sich zahlreiche Spieler auf dem Eis, die der Liga ihren Stempel aufdrücken. Alleine am Freitag wirken fünf der zehn Topscorer mit (Stephan Fröhlich und Felix Köbele auf Neuwieder Seite, Kenneth Matheson, Julian Grund und Jakob Fardoe in Reihen der Luchse). In Ratingen sind die beiden Torhüter mit dem geringsten Gegentorschnitt (Christoph Oster und Dennis-Marcel Kohl) zu Hause, von denen EHC-Keeper Felix Köllejan als Vierter dieser Statistik auch nicht weit entfernt ist. „Es sind einfach Woche für Woche attraktive Partien auf hohem Niveau in dieser Meisterrunde“, fiebert Hergt den nächsten beiden schon entgegen. Für seine Spieler gilt das Gleiche.