Sven Asbachs Traum geht in Erfüllung

8. Januar 2017: Im Spiel gegen die Grefrather EG erzielt Sven Asbach (links) sein erstes Ligator für den EHC. Der 19-Jährige steht nun vor seiner ersten kompletten Seniorensaison.

Es gibt diese gewissen Meilensteine auf dem Weg vom Jugend- zum Senioren-Eishockeyspieler. Wenn kurz nach dem 18. Geburtstag das Vollvisier abgeschraubt werden darf zum Beispiel, oder das erste Tor bei den „Großen“ gelingt. Sven Asbach hat hinter diese Schritte bereits einen Haken gesetzt. Am 16. Oktober gehörte er erstmals zum Regionalliga-Team des EHC „Die Bären“ 2016, es folgten zwölf weitere Einsätze und unter anderem das Regionalliga-Premierentor im Januar gegen Grefrath. Für den 19-Jährigen brachte die Saison 2016/17 besondere Momente mit sich, aber auch das zeitintensive Pendeln zwischen U19- und erster Mannschaft. „Die zusätzlichen Trainingseinheiten haben mir weitergeholfen“, hat der junge Stürmer selbst gemerkt. Jetzt verabschiedet sich Sven Asbach vom Junioren-Eishockey und steht in Neuwied vor seinem ersten kompletten Jahr bei den Gestandenen. Zum ersten Mal die komplette Vorbereitung mit dem Team bestreiten, zum ersten Mal auf dem Mannschaftsfoto dabei sein. „Schon als ich fünf Jahre alt war, hatte ich den Traum, in der Neuwieder Halle vor diesen tollen Fans für die erste Mannschaft zu spielen“, sagt das EHC-Eigengewächs. Damals wagte er die ersten Schritte auf dem glatten Untergrund in der von seinem Vater geleiteten Laufschule. Jetzt geht der Traum in Erfüllung. Seine nächsten Ziele hat er für sich bereits definiert: „Ich werde jetzt im Sommer hart arbeiten, mich gut vorbereiten und jeden Tag alles genem, um noch mehr Einsatzzeiten zu bekommen und dem Team helfen zu können.“
Das Beispiel Sven Asbach zeigt, dass die Türen zur ersten Mannschaft für den EHC-Nachwuchs jederzeit offen stehen, und ist Ansporn für die heimischen Talente zugleich. „Wir wollen und brauchen Neuwieder Gesichter in unserem Team. Unsere Jungs bekommen ihre Chance“, betonen Manager Carsten Billigmann und Trainer Jens Hergt.
Hergt trainiert den jungen Stürmer bereits seit dem Jahr 2009 und sagt über ihn: „Sven bringt das nötige Talent mit. Bei seinen ersten Regionalliga-Einsätzen in der abgelaufenen Saison hat er sich bewährt und einen zuverlässigen Part gespielt. Wir werden ihn jetzt Stück für Stück mehr einbinden. Er bekommt die Zeit die braucht.“ Wo der eine Asbach ist, da ist der zweite nicht weit. Svens zwei Jahre jüngerer Bruder Björn bestreitet ebenfalls mit der ersten Mannschaft die Sommervorbereitung. „Wir hoffen, dass er in eins, zwei Jahren den gleichen Weg wie Sven einschlagen kann“, traut Jens Hergt auch dem ihm zu, über kurz oder lang in der Regionalliga Fuß fassen zu können. „Björn ist eher für Punkte zuständig, während ich der Kämpfer und Arbeiter bin“, stellt der ältere Bruder die Qualitäten gegenüber. Auf dem Eis ist das eine gute Ergänzung, wie man bei den Junioren deutlich merkt und vielleicht stürmen die Asbach-Jungs ja irgendwann auch gemeinsam in der ersten Mannschaft. Denn wie sagen Trainer und Manager: „Wir brauchen Neuwieder Gesichter im Team.“