Play-offs vor Augen: Den Bären fehlen nur noch 2 Punkte

Im Hinspiel gegen den Neusser EV war einiges los vor den beiden Toren, als die Neuwieder mit 8:10 verloren. Für Freitag hat Trainer Jens Hergt seinem Team deshalb mehr Defensivarbeit verordnet.

Im Hinspiel gegen den Neusser EV war einiges los vor den beiden Toren, als die Neuwieder mit 8:10 verloren. Für Freitag hat Trainer Jens Hergt seinem Team deshalb mehr Defensivarbeit verordnet.

Schlussspurt in der Hauptrunde der Eishockey-Regionalliga West: Am Sonntagabend endet die erste Saisonphase mit dem 22. Spieltag, und dann will der EHC „Die Bären“ 2016 unter den Top-Sechs stehen, um hinter das primäre Saisonziel Play-offs bereits jetzt einen Haken setzen zu können. Die schwere Auswärtsaufgabe beim Neusser EV am Freitag ab 20 Uhr und das Heimspiel im Neuwieder Icehouse gegen die Grefrather EG (Sonntag, 19 Uhr) stehen noch aus, bevor es für die obere Hälfte der Tabelle in die Zwischenrunde geht und die Teams ab Rang sieben noch um zwei freie Play-off-Plätze kämpfen.
Gerade einmal drei Mannschaften (die Ratinger Ice Aliens, die Hammer Eisbären und der Neusser EV) haben die Play-off-Teilnahme sicher – ein klares Indiz für die Leistungsdichte innerhalb der Liga. Während Teams wie Dinslaken oder Dortmund auf Schützenhilfe anderer angewiesen sind, haben die Neuwieder ihr Schicksal in den eigenen Händen. Zwei Punkte aus den beiden Wochenendpartien reichen dem Team von Trainer Jens Hergt, der keine Lust auf ein „Endspiel“ am Sonntag gegen die Grefrather um den ehemaligen Neuwieder Schlussmann Marvin Haedelt hat – auch wenn der EHC gegen das von der früheren DEL-Torwartlegende Karel Lang trainierte Tabellenschlusslicht der klare Favorit ist. „Wir wollen schon am Freitag in Neuss den Sieg holen, der uns noch fehlt. Wenn uns das nicht gelingt, muss gegen Grefrath eben ein Heimsieg her. Und das in einer hoffentlich noch einmal rappelvollen Halle“, sagt Hergt, der den EHC-Fans zu bedenken gibt: „Schließlich könnte dieser Dreier am Sonntag entscheidend für den weiteren Saisonverlauf sein.“ Auf die Relegationsrunde hat schließlich niemand Lust. Auch ab Platz sieben gibt es noch Teams, die mit der Ligaspitze mithalten können, sodass es hier in den nächsten Wochen zu einem Hauen und Stechen um die Plätze sieben und acht kommen dürfte.
Neuss ist seit vergangenen Freitag bereits einen Schritt weiter als Neuwied. Der Tabellendritte steht durch die Niederlagen der Dinslakener Kobras und der Dortmunder Eisadler schon in der Zwischenrunde, hat gegen die Bären aber nichts zu verschenken, weil im Idealfall sogar noch Platz eins nach der Hauptrunde möglich ist für die Niederrheiner. „Neuss spielt sehr offensiv, was wir bei unserer 8:10-Niederlage im Hinspiel gesehen haben. Wir dürfen nicht den Fehler machen, erneut in Konter zu laufen und müssen der Strafbank fernbleiben“, nennt Hergt seine Schlüssel zum Sieg. Ein defensiver Leistungsträger muss zuschauen: Verteidiger Dennis Schlicht ist nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe aus der Begegnung in Hamm gesperrt.