Perfekten Start in Neuss fortführen

Nach drei Partien binnen fünf Tagen können sich Moritz Schug und der EHC am kommenden Wochenende voll und ganz auf den Neusser EV konzentrieren.

Natürlich hätten die Neuwieder Bären ihr Halbfinalhinspiel im Rheinland-Pfalz-Pokal am Dienstagabend bei der EG Diez-Limburg gerne für sich entschieden. Als Beinbruch werten Mannschaft, Trainer und Management die 5:6-Niederlage am Heckenweg jedoch nicht. Ein Grund Trübsal zu blasen, bestand schon gar nicht. „Wir haben eine gute Ausgangslage für das Rückspiel“, nahm Trainer Jens Hergt mit. „Wir liegen nach drei von sechs Dritteln mit einem Tor hinten“, ergänzte Manager Carsten Billigmann, dass ihm noch lange nicht bange ist, in der Addition der beiden Partien den Rockets zu unterliegen.
Weil dieser Pokalwettbewerb, an dem neben dem EHC und der EGDL noch der EV Bitburg sowie der EHC Zweibrücken teilnehmen, nicht an den Stellenwert der Regionalliga West heranreicht, nutzte der Neuwieder Coach das zweite Derby innerhalb von drei Tagen auch zum Ausprobieren. Lange Zeit ließ er alle vier Reihen durchrotieren, die angestammten und schon so prächtig harmonierenden Reihen stellte er um.
Am Freitag wird Hergt mit Sicherheit wieder zu den bewährten Reihen zurückkehren. Dann ist das Ausprobieren vorbei, wenn die Neuwieder ab 20 Uhr ihr drittes Punktspiel der Saison beim Neusser EV bestreiten. „Wir sind gut drauf“, lässt sich der Chef auf der Bären-Bank vom Dienstagspiel nicht im Geringsten den tollen Rundeneinstand mit sechs Punkten aus zwei Partien madig machen. Gegen Titelverteidiger Hamm und Mitfavorit Diez-Limburg klar gewonnen zu haben, spricht für die sehr anständige Frühform der Deichstädter. Die müssen sie auch nun in Neuss aufs Eis bringen. „Das ist ein weiterer unangenehmer Gegner“, weiß Hergt, der nach dem Derby von seinem EGDL-Trainerkollegen Arno Lörsch noch eine kurze Charakterisierung der Nordrhein-Westfalen mit auf den Weg bekam. Die Rockets standen Neuss nämlich vor einer Woche gegenüber und mussten fleißig kämpfen, um einen 1:3-Rückstand in einen 5:3-Sieg zu drehen. Der EHC hat in der Vorsaison ebenfalls zu spüren bekommen, dass die Mannschaft des Trainerduos Andrej Fuchs/Daniel Benske ein hartnäckiger Kontrahent ist. Sportlich endete der direkte Vergleich mit 2:2 Siegen, wobei der EHC eine Begegnung für sich gewertet bekam, weil Neuss einen Spieler einsetzte, der nicht auf dem Spielberichtsbogen vermerkt war. Im Sommer hat das Team unter anderem seinen ungarischen Topscorer Balazs Szablocs Peter verloren, auch Kapitän Holger Schrills steht verletzungsbedingt längere Zeit nicht zur Verfügung. Dafür engagierte man einige Talente aus der DNL, die viel Energie ins Spiel einbringen, sowie mit Matthew Schwehr nach einiger Zeit auch wieder einmal einen nordamerikanischen Import. „Wenn wir so spielen wie in Hamm und daheim gegen Diez, können wir auch in Neuss bestehen“, ist sich Jens Hergt sicher.