In der Wetterau zählt für Hergt nur ein Sieg

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6:2-Sieg gegen den TuS Wiehl am vergangenen Sonntag – da stellte sich die Frage, wie diese Generalprobe zu bewerten sei. Der eine oder andere hatte gegen die eine Klasse tiefer angesiedelten „Penguins“ vielleicht ein paar Treffer mehr von Eishockey-Regionalligist EHC „Die Bären“ 2016 erwartet, aber unter dem Strich stimmte das Ergebnis, und damit war es der dritte Erfolg im vierten Vorbereitungsspiel. „Wir wissen, dass wir mehr können. Und das werden wir am Sonntagabend zeigen“, kündigt Jens Hergt an und klingt dabei sehr überzeugt.

Der Trainer der Deichstädter führt gute Gründe für seinen Optimismus im Vorfeld des Saisonauftakts bei der DEL 2-Reserve des EC Bad Nauheim im Colonel-Knight-Stadion (Spielbeginn: 17.45 Uhr) an. Erstens geht er fest davon aus, dass seine Schützlinge rechtzeitig vom Test- in den Punktspielmodus umschalten, zweitens liegen zwischen den Partien gegen Wiehl und Bad Nauheim noch vier Trainingseinheiten, in denen die Mannschaft an den Stellschrauben drehen kann, und drittens steht im Gegensatz zu den Testspielen voraussichtlich wieder das komplette Aufgebot zur Verfügung. Gegen Wiehl wurden die lädierten Lucas Leuschner und Philipp Felföldy noch geschont, um ein unnötiges Risiko auszuräumen, außerdem fielen Alexander Bill und Christian Neumann kurzfristig aus. „Gegen Bad Nauheim planen wir alle wieder fest ein“, kündigt Hergt an. „Wir wollen drei Punkte. Nichts Anderes zählt.“

17 Feldspieler und zwei Torhüter umfasst der Kader der „neuen“ Bären. Aus der Oberliga-Mannschaft des Vorjahres sind mit Torwart Felix Köllejan, den Zwillingen Sven und Dennis Schlicht, Robin Schütz, sowie den Angreifern Felix Köbele und Stephan Fröhlich, der neue Kapitän, sechs bekannte Gesichter übrig geblieben, die eine Klasse tiefer zu den Leistungsträger zählen sollen. Vor allem auf den Schultern von Köbele und Fröhlich ruhen in der Offensive die Hoffnungen. Sie bilden gemeinsam mit dem kanadischen Neuzugang Rylee Orr die Paradereihe der Deichstädter. „Sie haben schon in der Vorbereitung sehr gut harmoniert und sollen auch in der Saison die Kohlen für uns aus dem Feuer holen“, stellt Hergt fest. 9 von 17 Testspieltoren gingen auf das Konto dieses Trios.

Die „Bären“ bezwangen mit Zweibrücken und Eppelheim zwar zwei weitere Regionalligisten, den Quervergleich will der Trainer allerdings nicht eingehen, da die Südwest-Staffel doch um einiges schwächer einzuschätzen ist als die Westgruppe, in der sich Neuwied gemeinsam mit drei hessischen und acht nordrhein-westfälischen Teams tummelt. Welche Rolle Auftaktgegner Bad Nauheim spielen kann? Da tut sich Jens Hergt schwer. „Bad Nauheim ist so etwas wie die große Unbekannte.“ 38 Namen stehen auf der erweiterten Kaderliste der Mittelhessen. Wer davon am Sonntag gegen den EHC schließlich auf dem Spielberichtsbogen auftaucht, bleibt abzuwarten. Mit dem einen oder anderen früheren DEL 2-Spieler rechnet Hergt aber schon. Ein Wiedersehen könnte es geben mit den Ex-Bären Garret Pruden und Kiian Aaltonen.