Herford, Hamm, Diez-Limburg: Bären vor Highlight-Trilogie

Innerhalb von fünf Tagen müssen sich Tobias Etzel und die übrigen Bären gleich drei Regionalliga-Spitzenteams stellen.

Neuwied gegen Herford – Neuauflage des Play-off-Viertelfinales. Neuwied gegen Hamm – Spitzenspiel gegen den amtierenden Meister. Neuwied gegen Diez-Limburg – reizvolles Derby gegen den Nachbarn. In diesen Tagen reiht sich für den Eishockey-Regionalligisten EHC „Die Bären“ 2016 ein Höhepunkt an den nächsten. Innerhalb von nur fünf Tagen absolvieren die Deichstädter eine Highlight-Trilogie. Angefangen am Freitagabend bei den Ice Dragons aus Herford (20.30 Uhr), fortgesetzt am Sonntagabend im Icehouse gegen den Titelverteidiger (19 Uhr) und zunächst einmal abgeschlossen mit dem Rückspiel im Rheinland-Pfalz-Pokal-Halbfinale am Dienstag in eigener Halle gegen die Rockets (18 Uhr). „Auch wenn es in dieser Saison keine einfachen Spiele gibt, wird es die bislang schwierigste Woche für uns“, weiß Trainer Jens Hergt. Drei Einsätze gegen drei Regionalliga-Spitzenteams verlangen den Bären frische Beine ab.
Am Freitag wird die EHC als Tabellenführer nach Herford reisen. Auch wenn die Neuwieder in dieser Saison schon deutlich bessere Partien aufs Eis brachten als am zurückliegenden Fünf-Punkte-Wochenende mit den Partien gegen Soest (7:4) und Dinslaken (5:4 nach Penaltyschießen), reichte es zu zwei weiteren Siegen, mit denen man die am Sonntag spielfreien Ice Aliens aus Ratingen vom Spitzenplatz verdrängte. „Wir wissen, dass wir auch gegen Herford und Hamm positiv abschneiden können, wenn wir unsere Leistung aufs Eis bringen“, ist sich Hergt sicher. Mit dem HEV haben die Deichstädter noch eine Rechnung offen. Im Frühjahr endete für sie die Saison in der Eissporthalle Im Kleinen Feld im Play-off-Viertelfinale. „Dafür wollen wir uns revanchieren“, geht der Trainer in die Offensive. Damals waren die Drachen die Mannschaft der Stunde. In der Abstiegsrunde holten sie sich eine große Portion Selbstvertrauen und scheiterten später erst im Halbfinale nach 2:0-Führung in fünf Spielen an Ratingen. Die Leistungsträger sind geblieben, allen voran auf die beiden nordamerikanischen Kontingentspieler Ross Reed und Killian Hutt, die die personifizierte Torgefahr sind, gilt es zu achten. Neuwied muss auf einen seiner beiden Ausländer verzichten. Martin Brabec brummt seine gegen Ratingen kassierte Sperre ab.
Gegen Hamm wird der tschechische Torjäger wieder zur Verfügung stehen. Wie die Eisbären von der Lippe zu schlagen sind, hat die Hergt-Truppe am ersten Spieltag bereits vorgemacht (5:2). Seitdem hat der Titelverteidiger aber deutlich Fahrt aufgenommen. „Wir werden von Woche zu Woche besser“, beobachtet Trainer Ralf Hoja die Entwicklung, die zu fünf Siegen in Folge führte. Hergt hält dagegen: „Wenn du gegen den Meister spielst, ist die Motivation bei den Spielern automatisch besonders groß.“ Zuletzt schlugen die Hammer die EG Diez-Limburg mit 7:5. Die ist zum Abschluss der Highlight-Trilogie am Dienstagabend im Icehouse der Neuwieder Gegner. Dann im Kampf um den Endspieleinzug im Rheinland-Pfalz-Pokal. Die offensivstarken, aber hinten anfälligen Rockets gehen mit einem 6:5-Vorteil aus dem Hinspiel in den zweiten Vergleich. „Mit dieser Ausgangslage ist alles möglich für uns“, glaubt Hergt an sein Team, das mit zwei Toren Unterschied gewinnen muss, um das Finalticket zu lösen. Sollte Neuwied nach 60 Minuten mit einem Treffer vorne liegen, muss die Entscheidung im Penaltyschießen fallen. Ein Unentschieden oder ein EGDL-Erfolg hätten ein Weiterkommen der Rockets zur Folge. Die haben unter der Woche ihren Kader noch einmal breiter aufgestellt und den ehemaligen Neuwieder André Bruch verpflichtet, der zuletzt für den EHC Netphen in der Landesliga spielte. Bruch soll die Verteidigung stärken, die sich zuletzt als Schwäche herausstellte.