Frische Beine nach freiem Wochenende

Zug zum Tor (so wie hier Felix Köbele und Stephan Fröhlich gegen Neuss) sollen die Bären am Sonntag im Heimspiel gegen Dortmund ausüben, gleichzeitig aber auch (anders als gegen Neuss) hinten sicher stehen.

Zug zum Tor (so wie hier Felix Köbele und Stephan Fröhlich gegen Neuss) sollen die Bären am Sonntag im Heimspiel gegen Dortmund ausüben, gleichzeitig aber auch (anders als gegen Neuss) hinten sicher stehen.

Spielfreie Wochenenden haben in der Eishockey-Regionalliga West Seltenheitswert. Hinter dem EHC „Die Bären“ 2016 liegt ein solches, und es kam durchaus zu einem guten Zeitpunkt. Nach den beiden vorangegangenen Kraftakten gegen den Neusser EV (8:10) und den EC Lauterbach (4:3 nach Penaltyschießen) haben die Deichstädter die Akkus jetzt wieder aufgeladen und sprühen vor neuem Tatendrang. Die Beine sind frisch, der Hunger auf die nächsten Punkte groß. „Unser Ziel sind ganz klar drei Punkte“, sagt Trainer Jens Hergt im Vorfeld des Heimspiels am Sonntagabend im Icehouse ab 19 Uhr gegen die Dortmunder Eisadler.
Die Gegebenheiten des Spielplans könnten dafür sorgen, dass die Bären vor der Partie gegen die Westfalen erstmals in dieser Saison nicht Mitglied der Top-Sechs sind, die sich direkt für die Play-offs qualifizieren. Das wäre der Fall, wenn der EC Lauterbach am Freitagabend sein Heimspiel gegen die Soester EG nach 60 Minuten für sich entscheidet. Von Druck oder sogar Panik angesichts dieser drohenden Konstellation, vorübergehend unter den Strich zu rutschen, ist bei den Neuwiedern nichts zu spüren. „Gegenüber Neuss haben wir zum Beispiel drei Spiele weniger bestritten. Und außerdem können wir an Lauterbachs Ergebnis ja auch nichts ändern. Wir schauen auf uns, haben uns gut vorbereitet und wollen unser Spiel durchbringen“, betont Hergt. „Aber um am Ende der Hauptrunde unter den Top-Sechs zu stehen, müssen wir in dieser ausgeglichenen Liga in jeder Partie hart arbeiten und 100 Prozent geben.“
Auch gegen die Eisadler. Die vollzogen im Sommer einen großen Umbruch, die Mannschaft hat ihr Gesicht nach dem Halbfinal-Einzug in der Vorsaison stark verändert, weil der Verein die finanziellen Forderungen der Spieler nicht mitgehen wollte. „Wir werden nicht die grandiosen Siege der vergangenen Jahre einfahren“, prognostizierte Dortmunds Vorsitzender Lothar Grabe vor dem Saisonauftakt. So überrascht es schon ein wenig, dass die Mannschaft von Trainer Thomas Schmitz, bis Januar noch in Dinslaken hinter der Bande, bereits 20 Punkte gesammelt hat. „So weit vorne hätte ich sie nicht unbedingt erwartet“, gibt Jens Hergt zu, auch wenn die Dortmunder Verantwortlichen einige gute Ehemalige an ihre alte Wirkungsstätte zurückholten, und zieht den Hut vor dem nächsten Gegner. Aber nach dessen starken Leistungen in der ersten Hälfte der Haupttrunde weiß der gebürtige Berliner immerhin, was sein Team am Sonntag auf heimischem Eis erwartet: „Mit Ausnahme der 0:5-Niederlage gegen Herford haben die Dortmunder immer wenige Gegentore kassiert. Wir müssen Druck aufs Tor ausüben, hinten aber auch sicher stehen, denn sie haben auch einige Spieler, die bestens wissen, wo das Tor steht“, setzt Hergt auf eine ausgewogene Mischung seines Teams aus Defensive und Offensive.