Etzel: Neuwied, nirgendwo anders

Spieler wie Tobias Etzel, die sich ganz in den Dienst der Mannschaft stellen, stehen bei jedem Trainer hoch im Kurs. Jens Hergt hat ihn in Neuwied weiterhin zur Verfügung.

Was machen Eishockeyspieler eigentlich in der Sommerpause? Tobias Etzel nennt als erstes ein Betätigungsfeld, das nicht im Geringsten an Erholung bei Sonnenschein erinnert. „Muckibude“, sagt der Angreifer. „Ich will richtig fit sein für die neue Saison.“ Es wird die erste komplette für Etzel im Trikot des EHC „Die Bären“ 2016. „Super Fans, geile Stimmung – in Neuwied passt das ganze Umfeld, wo man einfach gerne hinkommt. Es ist mir nicht schwer gefallen, mich zu entscheiden, was ich in der nächsten Saison mache. Mir war klar, dass ich momentan nirgendwo anders Eishockey spielen möchte“, sagt der Bad Nauheimer zu seiner Vertragsverlängerung beim Regionalligisten.
Als Nachverpflichtung holte EHC-Manager Carsten Billigmann den 25-Jährigen Anfang des Jahres von der Bad Nauheimer Reserve, für die Bären sammelte in elf Partien sechs Scorerpunkte. Billigmann bewies ein glückliches Händchen. „Tobi hat sich sofort integriert. Er ist ein Arbeiter vor dem Herrn, der dort hingeht, wo es wehtut, und auch spielerisch einiges drauf hat – einfach ein runder Regionalligaspieler. Solche Typen sind für eine Mannschaft unverzichtbar.“
Etzel schont auf dem Eis weder sich noch den Gegner, ist bei weitem nicht nur ein „Emotional Leader“. Billigmann erinnert sich ganz genau an das Derby bei der EG Diez-Limburg. „Seine beiden Tore in diesem Spiel waren nicht von schlechten Eltern.“ „In Neuwied klappte es mit dem Scoren besser als zuvor in Bad Nauheim“, unterstreicht der Stürmer. Alleine beim 6:4-Derbysieg über die EGDL war er an vier Treffern beteiligt. Tobias Etzel ist eben ein Mann für die besonderen Spiele. Für die Play-offs zum Beispiel. „Ich will mit dem EHC in der nächsten Saison weit kommen“, sagt er. Ein Ziel, für das sich Tobias Etzel schon jetzt in der Sommerpause hart arbeitet.