Ein Bayer am Rhein

Zuletzt Hannover, jetzt Neuwied: Michael Güßbacher (links) mit EHC-Teammanager Carsten Billigmann.

Zuletzt Hannover, jetzt Neuwied: Michael Güßbacher (links) mit EHC-Teammanager Carsten Billigmann.

Helm und Handschuhe haben ihren Platz ganz oben auf der Ablage, die Eishockeyhose hängt darunter am schwarzen Haken – am Montagnachmittag hat Michael Güßbacher in der Kabine des EHC „Die Bären“ 2016 Position bezogen. Links neben Felix Köllejan. Kein Zufall, denn Güßbacher ist ebenfalls Torwart und nimmt nun die Position ein, die durch den Abgang Leon Frensels frei geworden ist. Der 19-Jährige der vor der Saison aus Düsseldorf nach Neuwied wechselte, erhielt unlängst ein Angebot von DEL2-Ligist Heilbronn und schließt sich nun den Falken an. „Für Leon bedeutet dieser Wechsel eine Möglichkeit für ein Karrieresprung. Es war für uns selbstverständlich, ihm keine Steine in den Weg zu legen. Man sollte in solchen Fällen den Wünschen der Spieler entsprechen“, sagt Neuwieds Teammanager Carsten Billigmann. Frensel hütete in dieser Saison einmal das Neuwieder Tor, beim Auswärtsspiel in Soest, zeigte auf Anhieb sein Talent, machte deutlich, dass Neuwied ein gutes Sprungbrett junge Talente ist und dass die EHC-Vereinsführung mit seiner Verpflichtung ein gutes Näschen bewies.
Das soll nun auch für Michael Güßbacher gelten. Billigmann hat den 21-Jährigen zwar noch nicht selbst auf dem Eis sehen, aber von den Hannover Indians, für die der gebürtige Landsberger zuletzt spielte, zuverlässige Informationen zu bekommen, fällt den Neuwiedern nicht schwer. Immerhin stehen mit Brian Gibbons, Thomas Ziolkowski und Max Wasser dort drei Ex-Bären unter Vertrag. „Gibby hat mir bestätigt, dasss er ein richtig guter Torhüter ist. Und auf Gibby können wir uns verlassen“, vertraut Billigmann dem Urteil des Torjägers.
Umgekehrt zapfte auch Güßbacher die Informationsquellen an. „Sie haben mir durchweg Positives berichtet – von toller Stimmung und super Fans“, berichtet der Keeper von den Gesprächen mit dem Trio, dass das Icehouse noch aus der vergangenen Saison bestens kennt. Und was sagen die über den jungen Bayern, der in der Jugend in Kaufbeuren und Augsburg, später dann beim ESV Buchloe sowie zuletzt eben am Pferdeturm zwischen den Pfosten stand? „Michi ist ein lustiger Typ, der auf jeden Fall für gute Stimmung sorgen wird“, ist sich Max Wasser sicher. „ Ich drücke ihm die Daumen, dass es auch auf dem Eis so läuft, wie er es sich wünscht.“ Das, wovon ihm seine ehemaligen Kollegen in der niedersächsischen Landeshauptstadt berichteten, erlebt Michael Güßbacher am Freitagabend zum erstmal hautnah, wenn die Bären ab 20 Uhr ihr Heimspiel gegen den Neusser EV bestreiten: tolle Stimmung und super Fans.