EHC ist heiß auf Platz 2

Im vierten Saisonvergleich soll‘s klappen: Dennis Schlicht (links) und die Bären wollen die Ice Aliens um Kapitän Dennis Fischbuch schlagen.

Dass der EHC „Die Bären“ 2016 die Play-offs erreichen wird, stand schon Anfang Januar fest. Mit dem spektakulären 9:5-Auswärtssieg am Sonntagabend bei den Lauterbacher Luchsen erreichten die Neuwieder Kufencracks das nächste Etappenziel in der Eishockey-Regionalliga West: Vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde beträgt der Vorsprung bei noch zwölf zu vergebenden Punkten 13 Zähler auf die fünftplatzierten Hammer Eisbären. Will heißen: Der EHC hat im Play-off-Viertelfinale den Vorteil von mindestens einem Heimspiel mehr als der Gegner. „Dafür haben wir in jedem Spiel hart gekämpft, weil wir genau wissen, wie wichtig gerade in den Play-offs der Heimvorteil sein kann“, unterstreicht Manager Carsten Billigmann. Erledigt ist die Hauptrunden-Mission der Bären aber noch lange nicht, auch mit Platz drei geben sich die Deichstädter nicht zufrieden. „Wir haben es selbst in der Hand, als Zweiter in die Play-offs einzuziehen, weil wir am letzten Spieltag noch Herford empfangen“, rechnet Billigmann vor. Der Rückstand zu den Ice Dragons ist mittlerweile auf zwei Pünktchen zusammengeschmolzen. Im Heimspiel am Freitagabend ab 20 Uhr gegen die Ratinger Ice Aliens kann Neuwied somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mit drei Punkten gegen den Vizemeister würde man Herford auf den Fersen bleiben und sich gleichzeitig ein deutliches Polster von neun Punkten auf den Verfolger verschaffen und damit ziemlich sicher einem gefürchteten Viertelfinale gegen die Vorjahresfinalisten aus Ratingen sowie Hamm aus dem Weg gehen. „Das heißt nicht, dass wir Dinslaken, Soest oder Lauterbach auch nur ansatzweise unterschätzen“, betont Billigmann. „Aber unsere aktuelle Verfassung macht mir Mut, dass wir in den nächsten Wochen noch Grund zur Freude haben.“
Das galt in den drei bisher absolvierten Partien gegen Ratingen in dieser Saison nicht. Die Außerirdischen sind die einzige Mannschaft, gegen die der EHC komplett leer ausging. Ein Angstgegner? Ganz so weit will Bären-Trainer Daniel Benske nicht gehen, er sagt jedoch auch: „Es gibt immer Gegner, die einem nicht gut liegen. Aber wir wissen, dass wir uns in den zurückliegenden Wochen weiterentwickelt haben und wollen jetzt zum ersten Mal gegen Ratingen gewinnen. Das ist eine sehr, sehr gute Mannschaft, die ausgeglichen besetzt ist und ein halbes Dutzend Spieler aufbietet, die über viel Oberliga-Erfahrung verfügen.“
Am Sonntag fahren die Neuwieder zum letzten Hauptrunden-Auswärtsspiel zur Soester EG (Beginn: 19 Uhr). Die Bördeindianer um ihre erfahrenen Leuten wie Martin Juricek, Igor Furda oder Ernst Reschetnikow haben seit Mitte Dezember in ihrem heimischen Eissportzentrum Möhnesee Meister Hamm (2:1), den Tabellenzweiten Herford (1:0) und am Sonntag Spitzenreiter Diez-Limburg (5:2) bezwungen. „Das zeigt uns, wie gut der Gegner drauf ist“, sagt Benske, der sich nichts anderes als sechs Punkte wünscht, denn: „Wir wollen die Hauptrunde unbedingt als Zweiter abschließen und uns die Ausgangssituation für ein Endspiel um Platz zwei gegen Herford verschaffen.“