EHC ist heiß auf Herford

Stephan Fröhlich (links) ist nach abgessener Sperre am Freitag genauso wie Dennis Schlicht und Felix Köbele wieder spielberechtigt.

Stephan Fröhlich (links) ist nach abgesessener Sperre am Freitag genauso wie Dennis Schlicht und Felix Köbele wieder spielberechtigt.

Alles auf null. 32 Saisonspiele in der Eishockey-Regionalliga West sind ab Freitagabend Schall und Rauch. Dann beginnt mit dem Play-off-Viertelfinale im Modus „best of three“ eine neue Zeitrechnung – die entscheidende der Saison. Beim EHC „Die Bären“ 2016 sind alle Beteiligten hochzufrieden mit dem, was die Mannschaft bislang erreicht hat. „Sowohl die Haupt- als auch die Meisterrunde auf Platz zwei abschließen, ist mehr als wir nach dem turbulenten Sommer 2016 für möglich gehalten hätten“, wirft Trainer Jens Hergt den Blick in den Rückspiegel. Ein letztes Mal, denn ab jetzt zählt nur noch, was vor den Neuwiedern liegt. Im Viertelfinale ist das der Herforder EV, der in der Relegationsrunde den ersten Platz belegte und von zehn Partien nur eine nach 60 Minuten verlor. „Der Gegner hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass er richtig gut drauf ist. Aber für uns gilt das Gleiche. Wir haben uns nach der Niederlage gegen Diez-Limburg den Mund abgewischt und diese abgehakt. Alle sind voll fokussiert auf die nächste Aufgabe“, hat EHC-Trainer Hergt unter der Woche im Training gespürt.
In einer kurzen Serie, in der zwei Siege den Halbfinaleinzug bedeuten, könnte der Heimvorteil eine Rolle spielen. Den genießen die Bären am Freitagabend ab 20.30 Uhr und in einem möglichen dritten Aufeinandertreffen am Dienstag zur gleichen Uhrzeit, falls es nach der Partie in Herford am Sonntag ab 19.45 Uhr nach Siegen remis steht. Auf ein „Endspiel“ haben die Bären aber keine Lust. Hergt: „Wir möchten in zwei Partien für Klarheit sorgen und unseren Fans auch noch ein anschließendes Halbfinale bieten.“ Apropos Fans: Neuwied und Herford sind die Publikumsmagnete der Regionalliga West. Mit über 700 Zuschauern im Schnitt pro Heimspiel halten sie die Spitzenwerte.
In der Hauptrunde gewannen die Deichstädter zweimal knapp mit 5:4 und 3:2 gegen die von Jeff Job trainierten Ice Dragons. „Wir haben zwei enge Spiele erlebt“, erwartet Hergt, der wieder auf die gegen die EGDL gesperrten Leistungsträger Felix Köbele, Stephan Fröhlich und Dennis Schlicht zurückgreifen kann, aber ohne den aus gleichen Gründen ausfallenden René Sting auskommen muss, diesmal nichts Anderes. Mindestens zwei-, maximal dreimal.

Die Play-off-Fakten:
– Viertelfinale: Die Mannschaft, die zuerst zwei Spiele für sich entscheidet, zieht in die Vorschlussrunde ein. Der EHC spielt am Freitag ab 20.30 Uhr im Icehouse, am Sonntag ab 19.45 Uhr in Herford und in einer möglicherweise entscheidenden dritten Partie am Dienstag, 20.30 Uhr, daheim.
– Halbfinale: Das Halbfinale wird genauso wie das Endspiel im Modus „best of five“ (drei Siege) ausgetragen. Die Termine: 26. Februar, 3. März, 5. März sowie bei Bedarf 10. März und 12. März. Sollten sich die Bären gegen Herford durchsetzen, würden sie auf die Ratinger Ice Aliens oder die EG Diez-Limburg treffen.
– Remis: Enden Spiele der Play-off-Runde nach der regulären Spielzeit unentschieden, erfolgt eine Verlängerung von fünf Minuten mit vier Feldspielern auf beiden Seiten. Wer das erste Tor erzielt, gewinnt. Fällt in der Verlängerung kein Tor, erfolgt ein Penaltyschießen.
– Schiedsrichter: Das erste Viertelfinalspiel in Neuwied leitet am Freitagabend Hauptschiedsrichter Marcus Trottmann, in Herford pfeift am Sonntag Andreas Kissing