Schug: Play-off-Sehnsucht in Neuwied stillen

Moritz Schug spielte im vergangenen Jahr für die Rostock Piranhas in der Oberliga und kehrt nun zu den Bären zurück.

Was für kleine Kinder Weihnachten ist, das sind für Eishockey-Spieler die Play-offs. Ihnen glänzen die Augen alleine schon, wenn sie das Wort hören. Moritz Schug hat in seiner Laufbahn davon noch nicht viel mitbekommen. Mit dem Kölner Nachwuchs schaffte er es zweimal, vor einem Jahr war die Endrunde für den Angreifer mit dem EHC Neuwied bereits nach drei Partien gegen die Hannover Indians beendet ehe er zu den Piranhas nach Rostock wechselte. Aber Piranhas und Play-offs – die hatten in der Oberliga-Spielzeit 2016/17 nur den Anfangsbuchstaben gemeinsam, für Schug war die Saison nach der Hauptrunde beendet. „Ich will es wieder in die Endrunde schaffen“, sagt der 20-Jährige. Und das versucht er ab Herbst dort zu schaffen, wo er sich im Frühjahr verabschiedete – allerdings nur für ein paar Monate. Moritz Schug kehrt nach Neuwied zurück und wird den Kader des EHC „Die Bären“ 2016 weiter verstärken.
In Rostock hat sich Schug weiterentwickelt, aber er spürte auch eine gewisse Sehnsucht. „Neuwied ist für mich ein Zuhause geworden, und die tollen Erfahrungen hier werden mich jetzt wieder zurückverschlagen“, sagt er. Der Angreifer ist als vielversprechender Spieler in Richtung Ostsee aufgebrochen und kehrt nun noch ein Stück reifer zurück. „Ich habe mich in Rostock weiterentwickelt, einiges dazu gelernt, kann jetzt eine Reihe besser führen, das Zepter in die Hand nehmen. Wenn es gilt, kann man sich auf mich verlassen“, charakterisiert sich der Rechtsschütze, der in Mecklenburg-Vorpommern eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann begonnen hat, die er nun bei Fahrrad XXL Franz fortsetzt.
Sein Kontakt in die Deichstadt ist nie abgerissen. Indem er sich mit Felix Köbele, Robin Schütz, Stephan Fröhlich und Felix Köllejan regelmäßig austauschte, war Schug immer bestens informiert über die aktuelle Situation bei den Bären. Das, was seine ehemaligen Mitspieler am Telefon erzählten, trug dazu bei, dass Moritz Schug nun wieder am Rhein angreift.

Senkrechtstarter Schütz verlängert

Bleibt eine feste Stütze in der EHC-Abwehr: Robin Schütz.

Der EHC „Die Bären“ 2016 kann auch künftig auf seinen Top-Verteidiger bauen. Robin Schütz hat seinen Vertrag beim Eishockey-Regionalligisten verlängert.
Förderlizenz der Kölner Haie, drei Oberligaspiele in der Saison 2015/16 für die Neuwieder Bären – Schütz gewann in seinem aus 180 Pflichtspielminuten bestehenden Premierenjahr in der Deichstadt zunächst nur einen ersten Eindruck vom EHC. Es war ein guter Eindruck, denn der Verteidiger blieb und steckte sich für die Regionalliga-Spielzeit ein persönliches Ziel. „Ich will meine Rolle im Team festigen“, sagte der gebürtige Kasseler im Sommer. „Gelungen – und wie“, sagen wir jetzt ein knappes Dreivierteljahr später. „Robin hat sich in seinem ersten richtigen Seniorenjahr super entwickelt. Er hat sich innerhalb von kürzester Zeit zu einer ganz wichtigen Stütze in unserer Defensive gemausert. Ich bin sehr glücklich, dass er auch in der nächsten Saison wieder für uns aufläuft“, bilanziert Teammanager Carsten Billigmann die Leistungen des Senkrechtstarters mit nordhessischen Wurzeln. Schütz gehört mit seinen erst 21 Jahren bereits zu den Leistungsträgern der Mannschaft, war zuletzt an der Seite von Mike Trimboli in der ersten Verteidigungsreihe gesetzt. „Ich habe in Neuwied von unserem Trainer Jens Hergt und Manager Carsten Billigmann sofort viel Vertrauen geschenkt bekommen“, erklärt Schütz einen Aspekt, der hinter seiner positiven Entwicklung steckt. „Und jetzt“, so kündigt er an, „wollen wir in der nächsten Saison richtig angreifen. Wir hatten uns mehr ausgerechnet als das Viertelfinale, wobei man bei der Bewertung natürlich auch beachten muss, wie wenig Zeit im Sommer blieb, um den Kader zusammenzustellen. Jetzt versuchen wir auf jeden Fall ins Halbfinale zu kommen. Mindestens.“

Brabec: Neuwied hatte das größte Interesse

Hier noch gegen, ab Sommer für die Bären auf dem Eis: Torjäger Martin Brabec kommt von der EG Diez-Limburg.

„Wir wollten das letzte Drittel geduldig angehen. Aber dann stimmte direkt beim ersten Wechsel ausgerechnet gegen einen der besten Spieler der Liga die Zuordnung nicht.“ Ein Satz, den Jens Hergt am 27. Januar sprach, nachdem der EHC „Die Bären“ 2016 das Derby in der Eishockey-Regionalliga West gegen die EG Diez-Limburg mit 3:4 verloren hatte. Hergt sprach von dem Spieler, der damals den entscheidenden Treffer gegen den EHC erzielte, er sprach von Martin Brabec. Der wird Hergts Bären in der kommenden Saison keine Sorgen mehr bereiten. Im Gegenteil: Der Tscheche ist der erste Neuzugang der Deichstädter für die Spielzeit 2017/18 und soll sie nach vorne schießen.
Der 24-Jährige wurde zuletzt nicht nur auf dem Eis (meistens vergebens) gejagt, sondern auch von etlichen Vereinen. Kein Wunder, hatte er doch in seinem ersten Jahr in Deutschland in 31 Regionalliga-Partien für die EGDL 36 Tore erzielt und 37 Vorlagen gegeben und belegte somit Position vier in der Scorerwertung. Brabec hatte die freie Wahl und sagte alle Angebote ab – außer Neuwied, obwohl ihm in finanzieller Hinsicht bessere Offerten vorgelegen haben sollen. Der 1,82 Meter große Torjäger ist ein Spieler, der großen Wert darauf legt, sich in seinem Umfeld wohl zu fühlen. Das Drumherum muss passen. Und das überzeugte ihn in Neuwied schon nach wenigen Gesprächen mit den EHC-Verantwortlichen. „Neuwied hat das größte Interesse an mir gezeigt. Deshalb ist meine persönliche Entscheidung so ausgefallen“, erklärt der Linksschütze, der in den vier Partien gegen die Bären acht Scorerpunkte sammelte und das Neuwieder Publikum als beeindruckend erlebte: „Es war großartig, in einer solchen Atmosphäre zu spielen.“
Für Carsten Billigmann, Teammanager der Bären, war es ein Tag wie Weihnachten und Ostern zusammen, als der von Brabec unterschriebene Vertrag in Neuwied eintraf: „Mit Martin haben wir einen für die Regionalliga absoluten Ausnahmespieler bekommen. Er ist nicht nur auf dem Eis eine immense Verstärkung, sondern auch menschlich ein ganz feiner Kerl.“ Voller Ehrgeiz antwortet er auf die Frage nach seinen Zielen am Rhein: „Ich möchte das Höchstmögliche erreichen.“ Dafür will Brabec weiterhin das beweisen, was Jens Hergt schon am 27. Januar sagte: Dass er einer der besten Spieler der Liga ist.

Zwillinge verlängern in ihrer zweiten Heimat

Zwei zuverlässige Stützen, die dem EHC auch für die Saison 2017/18 das Ja-Wort gegeben haben: Sven (links) und Dennis Schlicht.

Sie kamen im Dezember 2014 gemeinsam aus Bad Nauheim, sie haben den Bären im Sommer 2016 die Treue gehalten, und sie werden auch in der Spielzeit 2017/18 für den EHC „Die Bären“ 2016 die Schlittschuhe schnüren: Die Zwillinge Sven und Dennis Schlicht haben ihre Verträge in der Deichstadt verlängert – eine Nachricht, die bereits bei der Saisonabschlussfeier für reichlich Applaus der Fans sorgte. Manager Carsten Billigmann freut sich, zwei zuverlässige Leistungsträger weiterhin in den Reihen seines Teams zu haben: „Sie haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie wichtig sie für die Mannschaft sind. Zwei unverzichtbare Stützen.“
Herford, Play-off-Viertelfinale, Spiel Nummer zwei. Die Bären sind in Ostwestfalen soeben ausgeschieden. Leer sind die Gesichter, zwei wirken besonders fassungslos. Die Schlicht-Zwillinge stehen an diesem Abend des 19. Februar nach der 2:5-Niederlage, die das Saison-Aus bedeutet, maßlos enttäuscht vor der EHC-Mannschaftskabine. Die beiden 25-Jährigen sind der Ehrgeiz in der Person, man merkt ihnen schon in diesen Minuten an, dass die Gedanken bereits um die Zeit nach der Sommerpause kreisen. Neu angreifen, dann deutlich weiter kommen, wieder mit den Bären. „Für meinen Bruder und mich war es immer klar, dass wir bleiben. Für uns ist Neuwied eine zweite Heimat geworden. Wir fühlen uns hier super wohl und haben sehr viel Spaß. Das liegt zu einem Großteil auch an den Fans, die uns so zahlreich unterstützen und es ermöglichen hier zu spielen – danke hierfür“, schwärmt Sven Schlicht, der in Herford die letzten beiden EHC-Saisontore erzielte und in der kompletten Runde 23 Scorerpunkte (13 Tore, 10 Assists) verbuchte.
Sein Bruder Dennis traf fünfmal ins Schwarze und bereitete acht Treffer vor. Es werden für beide nicht die letzten Punkte als Neuwieder gewesen sein. Denn nach der Sommerpause ruft wieder die zweite Heimat. „Neuwied ist uns in den vergangenen Jahren richtig ans Herz gewachsen. Uns liegt so viel an diesem Verein, für den der Vorstand gerade nach dem schwierigen Sommer 2016 so viel getan hat“, hebt Dennis Schlicht hervor. „Und auch deshalb wollen wir in der nächsten Saison in den Play-offs unbedingt auch weiter kommen.“

Bombers retten den Sonntag nach Hornets-Absage

Einen Eishockey-Abend mit der Extra-Portion Spaß zum Saisonausklang erwartet Robin Schütz und die anderen Bären am Sonntag gegen die Deichstadtbombers

Eigentlich hätte sich am kommenden Sonntag ab 19 Uhr zwischen dem EHC „Die Bären“ 2016 und dem EHC Zweibrücken II die Eishockey-Rheinland-Pfalz-Meisterschaft entscheiden sollen – eigentlich. Seit Montagnachmittag steht fest, dass der Pokal in die Deichstadt geht, weil die „Hornets“ die Partie kurzerhand absagten. Die offizielle Begründung: Zweibrücken bekäme keine spielfähige Mannschaft zusammen. Aber ohne Abschlussspiel eine Saison beenden? Das kommt nicht in Frage. Die „Deichstadtbombers“, die Neuwieder Hobbymannschaft, springen kurzfristig ein und werden ab 19 Uhr das zweite „Benefizspiel“, dessen Einnahmen dem Neuwieder Nachwuchs zugutekommen, retten. „Wir sind den Bombers sehr dankbar und freuen uns auf einen tollen Eishockeyabend mit viel Spaß sowie der einen oder anderen Überraschung“, kündigt Carsten Billigmann zum Beispiel ein paar Spieler an, die sonst nicht auf dem Eis zu sehen sind­. Nach Zweibrückens Rückzieher fragte der EHC-Teammanager bei „seinem“ Hallensprecher Fabian Illigens an, der zum Team der Bombers zählt, ob dessen Team einspringen möchte. Illigens ließ die Drähte glühen, fragte seine Mannschaftskollegen und gab kurze Zeit später Antwort: „Klar, machen wir.“
Ein entscheidendes Spiel um den Meistertitel abzusagen, steht sinnbildlich für das traurige Bild, das der rheinland-pfälzische Ligaspielbetrieb derzeit abgibt. „Auf der Tagung vor der Saison, als unser neuer Verein noch nicht gegründet war, meinte man ursprünglich, dass es voraussichtlich keine Rheinland-Pfalz-Liga geben wird. Weil diese Information nicht bis nach Neuwied vordrang, haben wir für die Rheinland-Pfalz-Liga gemeldet – so wie es in den vergangenen Jahren immer Pflicht war, wen­n wir mit der ersten Mannschaft in einem anderen Landesverband gespielt haben. Und dann hieß es seitens des Verbandes plötzlich: ,wenn die Neuwieder wieder dabei sind, wird es auch eine Rheinland-Pfalz-Liga geben'“, erklärt Billigmann die kuriosen Hintergründe. Entstanden war eine „Dreier-Liga“ mit Neuwied sowie den Reserven aus Bitburg und Zweibrücken, deren sportlicher Wert sich auf Hobby-Eishockey-Niveau befindet. Das wurde am Sonntag auch hinter den Kulissen des Bitburg-Spiels deutlich: Die Eifelaner drohten während der Partie mehrfach, das Spiel abzubrechen, weil Neuwied „zu hart“ spiele und darauf aus sei den Gegner vorführen zu wollen. Billigmann: „Wenn unsere Mannschaft es darauf angelegt hätte, hätten wir nach dem ersten Drittel schon 20 Tore erzielt.“
Als letzte Saison-Erinnerung wird  den Fans aber ein anderer Eishockeyabend bleiben: ein harmonischer mit der Partie gegen die „Deichstadtbombers“. „Für uns wird der Sonntag nach einer tollen Saison das Sahnehäubchen auf der Torte. Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir die tolle Nachwuchsarbeit des EHC unterstützen können. Dieses Spiel sollte sich keiner entgehen lassen“, können Fabian Illigens und seine Kollegen schon jetzt das Eröffnungsbully kaum abwarten.

21:2 – Fans sehen erwarteten Torrausch

Belagerungszustand vor dem Bitburger Tor: U19-Spieler Philipp Dieser war einer der zwölf EHC-Torschützen.

Die Bären hatten Tore versprochen, die Bären ließen Tore folgen: Mit 21:2 fertigten die Neuwieder Eishockeyspieler im Rheinland-Pfalz-Liga-Spiel erwartungsgemäß deutlich die zweite Mannschaft des EV Bitburg ab und sind somit noch ein Sieg von der Landesmeisterschaft entfernt.
Edmonton, Oktober 2014: Leon Draisaitl zeigt stolz den Puck in die Kamera, mit dem er sein erstes NHL-Tor erzielt hat. Florida, Oktober 2016: Jaromir Jagr präsentiert das Spielgerät, das an seinen 750. Treffer in der nordamerikanischen Profiliga erinnert. Neuwied, März 2017: Thilo Distelkamp postet am Abend auf Facebook ein Foto der schwarzen Hartgummischeibe, die bei ihm einen besonderen Platz finden wird. „1st game“ – „erstes Spiel“ steht in schwarzer Schrift auf dem weißen Tapeband, das um den Puck geklebt ist. Normalerweise steht Distelkamp vor den Heimspielen des EHC auf dem Eis, um seine Vereinshymne zu singen. Gegen Bitburg feierte er seine Premiere mit Schlittschuhen, Ausrüstung und Schläger. Es war die große Überraschung des Abends in einem Spiel mit dem klaren Verlauf, an dem niemand Zweifel hatte. 348 Zuschauer sahen im Neuwieder Icehouse 23 Tore, bejubelten jeden einzelnen ihres Teams, das mit den Eifelanern noch gnädig umging. 5:2 nach 20, 11:2 nach 40 und 21:2 nach 60 Minuten – die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
Aus dem Neuwieder Wunsch, dass Bitburg einige Hessenligaspieler mitbringt, wurde nur mit Abstrichen etwas. Fünf Akteure, die in dieser Saison zumindest ab und an einmal beim hessischen Vizemeister mitwirkten, waren in Neuwied dabei. Joel Pauls zum Beispiel, der im ersten Drittel beide Gästetore zum 3:1 und 4:2 erzielte. Damit sollte es aber auch mit Gegentoren genügen. Die Mannschaft von Trainer Jens Hergt verteilte an dessen 43. Geburtstag ihre Tore auf die Schultern von zwölf Spielern (Robin Schütz, Dennis Schlicht, Marc Blumenhofen jeweils 3, Felix Köbele, Sven Schlicht und Stephan Fröhlich jeweils 2, Dennis Schlicht, Philipp Dieser, Benjamin Steiner, Björn Asbach, Nick Derksen, Tobias Etzel jeweils 1). Auf den Treffer eines Spielers warteten die Fans aber vergebens: Thilo Distelkamp. Der beschrieb seine erste Eishockey-Erfahrung so: „Ich fühle mich, als ob ich den Jakobsweg in 15 Minuten gerannt bin.“
Ihr letztes Saisonspiel bestreiten die Bären am kommenden Sonntag ab 19 Uhr. Dann gastiert der EHC Zweibrücken II zur entscheidenden Partie um die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft im Icehouse.

Neuwied: Güßbacher (ab 30. Köllejan) – Dieser, Schütz, Derksen, D. Schlicht, Halfmann, Elzner, Neumann – Fröhlich, Distelkamp, Blumenhofen, Steiner, Köbele, Felföldy, Asbach, S. Schlicht, Etzel.
Bitburg: Petri (ab 30. Dufner) – Broderick, McBride, Sigl, Jerome Pauls – Joel Pauls, Panzilius, Hill, Ruchie, Höffler, Weber.
Schiedsrichter: Peter Morgenstern/Ralf Weber.
Zuschauer: 348.
Strafminuten: Neuwied: 14 – Bitburg: 20.
Tore: 1:0 Robin Schütz 3′, 2:0 Philipp Felföldy (Etzel, D. Schlicht) 4′, 3:0 Dennis Schlicht (S. Schlicht, Etzel) 14′, 3:1 Joel Pauls (Sigl) 15′, 4:1 Felix Köbele (Fröhlich, Güßbacher) 16′, 4:2 Joel Pauls (Panzilius, Hill) 16′, 5:2 Marc Blumenhofen (Schütz, Elzner) 17′, 6:2 Robin Schütz (Etzel) 20′, 7:2 Philipp Dieser (Blumenhofen) 24′, 8:2 Marc Blumenhofen (Schütz, Steiner) 29′, 9:2 Benjamin Steiner (Fröhlich, Asbach) 31′, 10:2 Philipp Felföldy (Neumann, Blumenhofen) 23′, 11:2 Björn Asbach 21′, 12:2 Nick Derksen (D. Schlicht) 42′, 13:2 Sven Schlicht (Etzel, Felföldy) 48′, 14:2 Robin Schütz (Blumenhofen, Dieser) 49′, 15:2 Tobias Etzel (S. Schlicht) 42′, 16:2 Philipp Felföldy (Etzel, S. Schlicht) 52′, 17:2 Marc Blumenhofen (Elzner, Dieser) 54′, 18:2 Stephan Fröhlich (Köbele, Halfmann) 55′, 19:2 Sven Schlicht (Etzel, Felföldy) 55′, 20:2 Felix Köbele (Fröhlich, Asbach) 58′, 21:2 Stephan Fröhlich (Asbach, Köbele) 58′.

Bären haben Lust auf Tore

17 Tore bejubelten die Bären im Hinspiel in Bitburg – ob das Ergebnis am Sonntag im Icehouse ähnlich deutlich wird? Die Zusagen des Großteils aus der Neuwieder Regionalliga-Mannschaft lässt es vermuten, andererseits wollen die Eifelaner auch Spieler aus ihrem Hessenliga-Team mitbringen.

Sonntag, Mittagessenszeit, eine Woche vor dem Rheinland-Pfalz-Liga-Heimspiel des EHC „Die Bären“ 2016 gegen den EV Bitburg II: Jens Hergt, der Trainer der Neuwieder Eishockeyspieler, will für eine grobe Vorplanung schon einmal wissen, welche Spieler aus der ersten Mannschaft am 19. März ab 19 Uhr im Icehouse die Schlittschuhe schnüren und die Ausrüstung anziehen werden. Kaum hat er die Frage in der Whatsapp-Gruppe der Bären gestellt, kommen die ersten Antworten. Gut 90 Minuten später hat Hergt rund ein Dutzend Zusagen. Zum Hintergrund: In den bisherigen beiden Auswärtsspielen der vier Partien umfassenden Runde bildeten die Spieler aus der Neuwieder Regionalliga-Mannschaft gegenüber den U19-Akteuren den weitaus kleineren Anteil. Diesmal wird das Gesicht des Teams wieder dem deutlich näherkommen, das einem aus der Punktrunde 2016/17 bekannt ist.
Viel Eishockey ist in dieser Saison nicht mehr zu spielen, 120 Minuten stehen noch aus. Am Sonntag 60 gegen Bitburg, eine Woche später noch einmal eine Stunde gegen den EHC Zweibrücken II. Und dann soll der Meisterschaftspokal an die Bären erreicht werden. Es gibt keine ernsthaften Zweifel an der Umsetzung dieses Ziels. „Wir haben die beiden Auswärtspartien bereits klar gewonnen, und am Sonntag wollen wir mit einem deutlich stärkeren Aufgebot den Fans einige Tore zu bejubeln geben“, kündigt Trainer Hergt an. Mit 7:3 setzte sich ein Miniaufgebot des EHC in Zweibrücken durch, in Bitburg stand es beim Ertönen der Schlusssirene 17:1. „Aber wir rechnen damit, dass Bitburg auch Personal aus der ersten Mannschaft mitbringt, die Platz zwei in der Hessenliga belegt“, erklärt Hergt.
Für die letzten beiden Saisonheimspiele hat der Neuwieder Vorstand Aktionen ins Leben gerufen, um den Fans „danke“ zu sagen für die Unterstützung. Gegen Bitburg und Zweibrücken werden die Eintrittspreise für Erwachsene auf fünf Euro reduziert, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre zahlen nichts. Die Eintrittseinnahmen der beiden Abende kommen zu 100 Prozent dem EHC-Nachwuchs zugute. Außerdem gibt es bei Verlosungen in den Drittelpausen Trikots zu gewinnen und die Spieler werden im Bistrobereich Autogrammwünsche erfüllen.

Bären sagen „Danke“: Aktionen-Vielfalt bei zwei Heimspielen

Der Vorstand des EHC „Die Bären“ hat die vergangenen Tage genutzt, um tief in der Ideenkiste zu kramen. Das Ergebnis sind einige Aktionen, mit denen man sich bei den letzten beiden Saisonspielen in der Rheinland-Pfalz-Liga am 19. und 26. März (jeweils 19 Uhr) gegen den EV Bitburg II und den EHC Zweibrücken II bei den Fans für die Unterstützung in den zurückliegenden Monaten bedanken möchte.
Volle Halle für den Nachwuchs: Gegen Bitburg und Zweibrücken werden die Eintrittspreise für Erwachsene auf fünf Euro reduziert, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre zahlen nichts. Die Eintrittseinnahmen der beiden Abende kommen zu 100 Prozent dem EHC-Nachwuchs zugute.
Trikot gefälligst? Mit etwas Glück und einem Los kann man das Icehouse mit einem EHC-Trikot verlassen. Mehrere davon werden in den Drittelpausen verlost und unters Volk gebracht.
Sammlung vervollständigen: Weil in der Rheinland-Pfalz-Liga einige Spieler aus dem U19-Team zum Einsatz kommen, stehen viele Spieler der ersten Mannschaft für Autogrammwünsche zur Verfügung. Wer also seine Unterschriftensammlung noch nicht komplett hat, kann sie am Bistro vervollständigen lassen.

17:1-Kantersieg in der Eifel

Zweiter Schritt auf dem Weg zur Rheinland-Pfalz-Meisterschaft: Der EHC „Die Bären“ 2016 hat auch bei der zweiten Mannschaft des EV Bitburg eine dominante Leistung aufs Eis gebracht und in der Eifel einen 17:1-Kantersieg gefeiert. Neun unterschiedliche Torschützen wurden auf dem Spielbericht vermerkt: Philipp Felföldy, Sven Asbach, Philipp Dieser (alle 3), Björn Asbach, Kevin Kopetzky (beide 2), Jens Hergt, Benjamin Steiner, Sidney Lehnert und Nick Derksen (alle 1). Die Neuwieder bestimmten die Partie mit einer Zusammensetzung aus Spielern der ersten Mannschaft, des Jugendteams sowie Trainer Jens Hergt nach Belieben und befinden sich vor den beiden noch ausstehenden Heimspielen gegen Bitburg II (19. März, 19 Uhr) und Zweibrücken II (26. März, 19 Uhr) auf dem besten Weg, die Saison mit einem Titel zu beenden.

Neuwied: Güßbacher (ab 21. Somnitz) – Dieser, Lehnert, Derksen – S. Asbach, Steiner, Felföldy, Hergt, B. Asbach, Kopetzky, Stein, Sauer.

Bären gehen auf Titeljagd

Michael Güßbacher wird in der Eifel das Neuwieder Tor hüten.

Michael Güßbacher wird in der Eifel das Neuwieder Tor hüten.

Den nordrhein-westfälischen Teil Westdeutschlands haben die Eishockeycracks den EHC „Die Bären“ 2016 in den vergangenen Monaten ausgiebig erkundet, jetzt widmen sich die Neuwieder den Gegnern aus dem eigenen Bundesland. Nach dem Ausscheiden im Regionalliga-Viertelfinale gegen den Herforder EV, der im ersten Halbfinalspiel gegen die Ice Aliens aus Ratingen seinen Siegeszug fortsetzte, absolviert das Team von Jens Hergt nun noch drei Partien in der Rheinland-Pfalz-Liga gegen den EV Bitburg und die Reserve des Südwest-Regionalligisten EHC Zweibrücken. „Wir wollen die Meisterschaft gewinnen“, formuliert der Trainer eine eindeutige Erwartungshaltung. Den Anfang haben die Bären bereits in Zweibrücken gemacht, wo sie trotz eines Minikaders von nur neun Feldspielern mit 7:3 gewannen, bevor es am Samstagvormittag zur ungewohnten Eishockeyzeit ab 11 Uhr in Bitburg um die nächsten Punkte geht. Der EHC wird mit einer Mischung aus Spielern der ersten Mannschaft und der U19 antreten. Ihre beiden Heimspiele bestreiten die Bären am 19. März gegen Bitburg und am 2.  April gegen Zweibrücken II jeweils ab 19 Uhr.