Brabec: Neuwied hatte das größte Interesse

Hier noch gegen, ab Sommer für die Bären auf dem Eis: Torjäger Martin Brabec kommt von der EG Diez-Limburg.

„Wir wollten das letzte Drittel geduldig angehen. Aber dann stimmte direkt beim ersten Wechsel ausgerechnet gegen einen der besten Spieler der Liga die Zuordnung nicht.“ Ein Satz, den Jens Hergt am 27. Januar sprach, nachdem der EHC „Die Bären“ 2016 das Derby in der Eishockey-Regionalliga West gegen die EG Diez-Limburg mit 3:4 verloren hatte. Hergt sprach von dem Spieler, der damals den entscheidenden Treffer gegen den EHC erzielte, er sprach von Martin Brabec. Der wird Hergts Bären in der kommenden Saison keine Sorgen mehr bereiten. Im Gegenteil: Der Tscheche ist der erste Neuzugang der Deichstädter für die Spielzeit 2017/18 und soll sie nach vorne schießen.
Der 24-Jährige wurde zuletzt nicht nur auf dem Eis (meistens vergebens) gejagt, sondern auch von etlichen Vereinen. Kein Wunder, hatte er doch in seinem ersten Jahr in Deutschland in 31 Regionalliga-Partien für die EGDL 36 Tore erzielt und 37 Vorlagen gegeben und belegte somit Position vier in der Scorerwertung. Brabec hatte die freie Wahl und sagte alle Angebote ab – außer Neuwied, obwohl ihm in finanzieller Hinsicht bessere Offerten vorgelegen haben sollen. Der 1,82 Meter große Torjäger ist ein Spieler, der großen Wert darauf legt, sich in seinem Umfeld wohl zu fühlen. Das Drumherum muss passen. Und das überzeugte ihn in Neuwied schon nach wenigen Gesprächen mit den EHC-Verantwortlichen. „Neuwied hat das größte Interesse an mir gezeigt. Deshalb ist meine persönliche Entscheidung so ausgefallen“, erklärt der Linksschütze, der in den vier Partien gegen die Bären acht Scorerpunkte sammelte und das Neuwieder Publikum als beeindruckend erlebte: „Es war großartig, in einer solchen Atmosphäre zu spielen.“
Für Carsten Billigmann, Teammanager der Bären, war es ein Tag wie Weihnachten und Ostern zusammen, als der von Brabec unterschriebene Vertrag in Neuwied eintraf: „Mit Martin haben wir einen für die Regionalliga absoluten Ausnahmespieler bekommen. Er ist nicht nur auf dem Eis eine immense Verstärkung, sondern auch menschlich ein ganz feiner Kerl.“ Voller Ehrgeiz antwortet er auf die Frage nach seinen Zielen am Rhein: „Ich möchte das Höchstmögliche erreichen.“ Dafür will Brabec weiterhin das beweisen, was Jens Hergt schon am 27. Januar sagte: Dass er einer der besten Spieler der Liga ist.