Bären sind bereit für Eishockey-Festtage

Jeden Zweikampf zu Ende führen, keine Scheibe verloren geben: Der EHC um Tobias Etzel (blaues Trikot) spielt im Viertelfinale gegen den Hauptrunden-Sechsten Dinslaken.

Das Zauberwort im Eishockey, das Augen von Spielern und Fans strahlen und Herzen höher schlagen lässt, heißt „Play-offs“. Alles wird auf null gestellt, alle Siege aus der Hauptrunde sind Makulatur, jetzt muss die Form stimmen. Auch beim EHC „Die Bären“ 2016, der am Freitagabend ab 20 Uhr das Viertelfinale der Regionalliga West mit einem Heimspiel im Neuwieder Icehouse gegen die Dinslakener Kobras eröffnet. Neuwied gegen Dinslaken – erst vor einer Woche stand dieses Duell auf der Tagesordnung und endete mit einem knappen 2:1-Sieg (nach 0:1-Rückstand) für die Bären. „Wir haben in allen vier Hauptrundenspielen gesehen, dass Dinslaken eine unangenehme Mannschaft ist, die man nicht unterschätzen darf. Sie sind aus einer kompakten Defensive heraus immer gefährlich. Wir müssen gewaltig auf der Hut sein“, warnt EHC-Trainer Daniel Benske. Der EHC hat zwar alle vier Vergleiche mit den Giftschlagen gewonnen – dreimal lag man dabei mit 0:1 zurück – aber sämtliche Begegnungen waren nichts für schwache Nerven. „Und genauso wird es auch jetzt im Viertelfinale sein, plus eine zusätzliche Portion Intensität“, kündigt Benske an.
Mindestens dreimal kreuzen Neuwied und Dinslaken die Klingen. Nach dem Auftakt im Icehouse geht‘s am Sonntag auswärts weiter (Spielbeginn 19 Uhr), ehe es am 2. März ein Wiedersehen in Neuwied gibt. „Wir wollen natürlich so schnell wie möglich die drei Siege holen, die für den Halbfinaleinzug notwendig sind“, sagt der EHC-Coach. „Wir haben uns sehr gut vorbereitet, wollen kämpferisch an die Leistung gegen Herford anknüpfen, und wenn jetzt der eine oder andere der zuletzt Ausgefallenen zurückkehrt, ist auch spielerisch noch etwas mehr drin.“
Die „kleine Enttäuschung“ über die Niederlage im „Endspiel“ um Hauptrundenplatz zwei gegen die Ice Dragons ist in Neuwied längst verflogen, alle sind auf Dinslaken fokussiert. Denn das, was in den vergangenen Jahren die Neuwieder in den Play-offs ereilte, soll diesmal nicht passieren: ein Aus im Viertelfinale. Play-off-Eishockey mit den Bären ist für Benske zwar noch Neuland, aber er ist davon überzeugt, dass die Mannschaft die viel zitierten Play-off-Charaktereigenschaften besitzt: „Die Mentalität und die Fokussierungsfähigkeit des Teams lassen sehr stark vermuten, dass wir Play-offs können. Das haben wir schon in den Topspielen gegen Diez-Limburg und Ratingen gezeigt. Wir haben zwar beide Partien knapp verloren, was mich auch ärgert, aber wir können positiv mitnehmen, dass wir bei fünf gegen fünf die bessere Mannschaft waren. Auch das 10:4 in Herford war keine Eintagsfliege.“