Bären müssen den Mittelweg finden

1. Dezember 2013: Die Bären und der EC Lauterbach liefern sich im Icehouse ein Offensivspektakel. Am Sonntag treffen beide Teams im Vogelsbergkreis  aufeinander. Zuvor spielt das Hergt-Team am Freitag daheim gegen Neuss.

1. Dezember 2013: Die Bären und der EC Lauterbach liefern sich im Icehouse ein Offensivspektakel. Am Sonntag treffen beide Teams im Vogelsbergkreis aufeinander. Zuvor spielt das Hergt-Team am Freitag daheim gegen Neuss.

Der Sonntagabend ist für den EHC „Die Bären“ 2016 in dieser Saison bislang ein Heimspieltermin, der sich als Erfolgsgeschichte bewährt hat. Drei Partien, drei Siege – besser hätten die Neuwieder Regionalliga-Eishockeyspieler die Wochenenden im Icehouse nicht ausklingen lassen können. Funktioniert das, was sonntags klappt, auch freitags? Erstmals schnüren die Deichstädter nun zur Wochenenderöffnung die Schlittschuhe in eigener Halle und versuchen gegen den Neusser EV (Spielbeginn: 20 Uhr) einen direkten Konkurrenten im Kampf um eine Platzierung unter den Top-Sechs auf Distanz halten. Gleiches gilt für EHC-Saisonspiel Nummer zehn am Sonntag. Ab 18 Uhr spielen die Bären beim EC Lauterbach. Hinter den Neuwiedern (4., 16 Punkte) befinden sich Neuss (5., 15) und Lauterbach (6., 14) in Lauerstellung. Diese Reihenfolge in der Tabelle will das Team von Jens Hergt beibehalten. „Wenn wir vorne dabeibleiben möchten, müssen wir gewinnen. Die Liga ist so ausgeglichen, deshalb haben wir nichts zu verschenken“, hofft Trainer Hergt auf zwei Siege wohlwissend, dass in beiden Partien die Tagesform und Kleinigkeiten entscheidend sein werden.
Mit erst 23 Gegentoren ist die Abwehr die große Stärke der Deichstädter in dieser Saison. Sie muss sich jetzt zwei Tests auf Herz und Nieren unterziehen. Denn Lauterbach und Neuss stehen in der Rangliste der besten Offensive auf den Plätzen eins und drei. Der NEV netzte bereits 42 Mal ein, die vom ehemaligen Bären-Trainer Arno Lörsch trainierten Luchse aus dem Vogelsbergkreis haben bei der 5:6-Niederlage nach Penaltyschießen gegen Ratingen bereits die 50 vollgemacht. Beide Teams bringen viel Torgefahr mit, setzen aber auf unterschiedliche Strategien. „Neuss ist sehr gut im Umschaltspiel. Ihre Konter sind brandgefährlich. Deshalb dürfen wir uns nicht viele Scheibenverluste erlauben“, erklärt der Trainer die taktische Vorgabe für das Heimspiel. Lauterbach hingegen ist für großes Spektakel gut. „Sie machen viel Druck, sind in der Abwehr aber auch anfällig. Das bedeutet, dass wir einen Mittelweg finden müssen: defensiv stabil stehen, aber auch die vermeintlichen Schwächen der gegnerische Abwehr offenlegen“, so Hergt. Die Ergebnisse der Hessen zeigen ihre offensiv ausgerichtete Spielweise: 5:6 nach Penaltyschießen gegen Ratingen, 6:5 gegen Soest und nicht zuletzt der 12:8-Sieg in Diez. Ähnlich hoch ging’s vor knapp drei Jahren beim letzten Aufeinandertreffen in Neuwied her, als der EHC – damals noch unter der Leitung von Arno Lörsch – mit 8:7 nach Penaltyschießen gewann. Bei so vielen Toren verwundert es nicht, dass vier Lauterbacher unter den Top-Zwölf der Scorerliste rangieren. Am torgefährlichsten ist Kanada-Import Kenneth Matheson, dessen Bruder Mike bei der vergangenen Weltmeisterschaft immerhin die Auszeichung als bester Verteidiger des Turniers erhielt.
Bei Neuwied stehen die Zeichen gut, dass die Mannschaft endlich einmal komplett ist. „Alle sind fit“, ist Hergt guter Dinge, dass er aus dem Vollen schöpfen kann.